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ARA Ins-Müntschemier will nicht mehr

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Seit rund drei Jahren liegt das Projekt ARA Seeland Süd auf dem Tisch. Der Plan: Die Abwasserverbände Region Murten, Region Kerzers sowie Ins-Müntschemier schliessen sich zusammen und bauen gemeinsam eine neue, moderne Abwasserreinigungsanlage in Muntelier. Doch die Fusionsverhandlungen gestalteten sich von Beginn an schwierig (die FN berichteten). Nun schreibt der Verband Ins-Müntschemier in einem Brief an Murten, «dass ein Anschluss der ARA Ins-Müntschemier an die geplante ARA Seeland Süd, in Anbetracht des aktuellen Verhandlungsstandes, vom Vorstand der ARA Ins-Müntschemier zurzeit nicht weiterverfolgt wird». Das Schreiben liegt der FN vor. Der definitive Entscheid werde jedoch erst an der Versammlung vom 20. April gefällt, schreibt Ins-Müntschemier.

 «Wir haben alles versucht, eine Fusion mit der ARA Region Murten und der ARA Region Kerzers zu ermöglichen», sagt Rudolf Probst, Präsident ad interim des Gemeindeverbandes ARA Ins-Müntschemier. Doch mit der Dreierfusion werde es nichts: «Wir haben sowohl von Murtner Seite als auch vom Kanton signalisiert bekommen, dass kein Verhandlungsspielraum besteht bezüglich Einkaufskostenverteilsumme und Standort für die neue Anlage.» Deshalb werde Ins-Müntschemier eine Fusion mit Kerzers und Murten nicht weiterverfolgen. Definitiv Gültigkeit habe diese Entscheidung jedoch erst nach dem Beschluss der Abgeordnetenversammlung vom 20. April.

 Standort in Galmiz

«Eine Dreierfusion wäre eigentlich eine gute Sache gewesen», räumt Probst ein. Doch Ins-Müntschemier sei von Beginn an sauer aufgestossen, «dass wir nicht mitreden konnten». Weder die Einkaufssumme noch der Standort für die neue geplante Abwasserreinigungsanlage seien diskutabel gewesen. «Die Murtner haben entschieden», sagt Probst. Für die ARA Ins-Müntschemier sei die Einkaufssumme von 2,35 Millionen Franken jedoch zu hoch. «Und wir sollen auch für den Abbau der bestehenden Anlage in Muntelier aufkommen», sagt Probst. «Wir müssten also für den Abbau der eigenen Anlage in Ins sowie auch für den Abbau jener in Muntelier bezahlen, das ist nicht fair.» Zudem ist der Standort für die neue Anlage in Muntelier für Probst nicht ideal: «Wir betrachten eine Anlage zwischen Bellechasse und Galmiz auf Freiburger Boden als die bessere Lösung.» Der Standort in Muntelier sei zu klein für eine neue Anlage. «Wir konnten den Standort aber nie diskutieren, sondern wurden abgeblockt.» Nun werde Ins-Müntschemier das Gespräch mit anderen Anlagen in der Region suchen.

Dass es mit Ins-Müntschemier nicht klappt, bedauern die Verbände Kerzers und Murten, wie der Antwort von Murten auf das Schreiben von Ins-Müntschemier zu entnehmen ist. Denn von Anfang an war klar, dass die Betriebskosten für die Gemeinden geringer ausfallen, wenn mehr dabei sind. Murten ist zudem der Meinung, Ins-Müntschemier ein faires Angebot unterbreitet zu haben, wie Urs Wapp, Präsident der ARA Murten, betont. «Wir betrachten dies als verpasste Chance für alle Seiten.»

Da es schon im Herbst gebrodelt hatte zwischen den Verhandlungspartnern, stimmen die Verbände Kerzers und Murten am Donnerstag über eine Zweierfusion ab. Sie hatten aber noch eine Hintertüre offen gelassen für Ins-Müntschemier: Bis im Sommer hätten diese Zeit gehabt, sich dem Projekt anzuschliessen.  emu

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