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ARA muss noch einmal saniert werden

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Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) der Gemeinde Villarepos klärt das Abwasser seit einer dringenden Sanierung im Jahr 2009 nicht mehr richtig. Das Amt für Umwelt des Kantons Freiburg hat nach mehreren ungenügenden Proben gefordert, die ARA technisch anzupassen.

Die Gemeinde hat deshalb eine ausserordentliche Gemeindeversammlung einberufen und einen Kredit für weitere Arbeiten vorgelegt. Einstimmig sagten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Mittwochabend Ja zum Kredit von 240 000 Franken.

Sanierung war ungenügend

Wegen eines technischen Problems seien 2009 sogenannte Rotationstauchkörper im Biologie-Bereich der Anlage ausgewechselt worden, sagte Syndic Meinrad Monney.

In diesem Bereich reinigen Mikro-Organismen wie zum Beispiel Bakterien das Abwasser. Die Tropfkörper sorgen bei diesem Prozess dafür, dass die Mikroorganismen abwechselnd mit Luft und dem Abwasser in Berührung kommen.

Die zuständige Gemeinderätin Christine Carrel erklärte an der Versammlung, dass nach der Auswechslung der Tropfkörper die Analyse der Proben nur eine ungenügende Reinigungsleistung zeigte. Eine Untersuchung durch ein Ingenieurbüro habe ergeben, dass die benötigte Fläche der Tauchkörper nicht mehr gross genug war und deshalb unter anderem zu viel Ammonium übrig blieb. Bei den nun folgenden Arbeiten müssten zusätzliche Rotationstauchkörper und auch ein neues Filtersystem installiert werden, wie Carrel sagte.

Intervention bei der Firma

Der Gemeinderat habe deshalb bei der Firma interveniert, weil bei den Arbeiten im Jahr 2009 nicht abgeklärt wurde, ob nach der Sanierung die Anlage den Anforderungen wieder genüge. Nach vielen Diskussionen und dem Beizug eines Anwalts habe sich die Gemeinde mit der Firma geeinigt. Das Resultat sei unter anderem gewesen, dass die ergänzenden Arbeiten günstiger offeriert wurden.

Zukunft der ARA

Syndic Meinrad Monney ergänzte an der Versammlung, dass die Anpassungen der ARA trotz eines geplanten Verbundes mit der ARA von Avenches ausgeführt werden müssen, um den aktuellen Anforderungen zu genügen. Heute sei zudem überhaupt noch nicht sicher, wann eine regionale Zusammenarbeit im Bereich der Abwasserreinigung zu Stande komme. Zudem müsse sich Villarepos weiterhin bemühen, das Sauberwasser vom Abwasser zu trennen. Heute würden erst rund 30 Prozent des Sauberwassers getrennt abgeführt.

Deshalb musste die Gemeindeversammlung noch über ein zweites Geschäft abstimmen. Das Wasser des neu restaurierten Brunnens soll nicht mehr in die ARA geleitet werden, sondern direkt in den Grassey-Bach. Der Kredit für die entsprechenden Leitungen von 6000 Franken wurden an der Versammlung ebenfalls einstimmig genehmigt.

Fahrverbot: Nur mit Traktor freie Fahrt?

L andwirte aus dem Dorf haben sich bei der Gemeinde beschwert, weil sie Ärger mit der Polizei hatten. Ein Bauer erzählte, dass er gebüsst wurde, weil er mit seinem Auto auf einer Strasse fuhr, die zwar mit einem Fahrverbot belegt war, aber auf welcher der Landwirtschaftsverkehr eigentlich gestattet sei.

Die Polizei habe ihm daraufhin gesagt, dass sie auf Anordnung der Gemeinde diese Kontrolle ausführen würden und vom Verbot nur Fahrten mit dem Traktor ausgenommen seien. Syndic Meinrad Monney entgegnete, dass die Gemeinde keine solche Anordnung gegeben habe. Zudem finde er es auch nicht korrekt, dass Landwirte auf einem Landwirtschaftsweg gebüsst werden, wenn sie mit dem Privatauto statt mit dem Traktor unterwegs seien. Der gebüsste Landwirt müsse sich wegen der Busse zwar selber an die Polizei wenden, die Gemeinde werde aber ihrerseits bei der Polizei intervenieren. tk

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