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ARA Sensetal erhält Medaille für umweltfreundliche Energienutzung

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Autor: Anton Jungo

Der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute und die Aktion EnergieSchweiz für Infrastrukturanlagen des Programms EnergieSchweiz prämieren energiebewusste Kläranlagen mit der Auszeichnung «Médaille d’eau». Kürzlich durften in Olten 25 Kläranlagen das Diplom entgegennehmen, unter ihnen auch die ARA Sensetal in Laupen. «Alle 25 Abwasserreinigungsanlagen (ARA) erfüllen die anspruchsvollen Kriterien an die rationelle und umweltfreundliche Energienutzung», heisst es in einer Mitteilung. Basis für die Bewertung bildeten Massnahmen zur Energieoptimierung und die Energiezielwerte von EnergieSchweiz für Infrastrukturanlagen.

«Üblicherweise werden Kläranlagen nicht aufgrund ihres Energieverbrauchs beurteilt. In Fachkreisen gilt vielmehr die Qualität des gereinigten Abwassers als massgebende Grösse, während für die breite Bevölkerung die Gebühren und die Geruchsemissionen zählen», wird weiter festgehalten. Dass beim Wettbewerb «Médaille d’eau» für einmal die Energie bewertet wurde, hat seinen Grund: Kläranlagen sind grosse Energieverbraucher. Ihr Anteil am gesamten Stromverbrauch für die öffentlichen Aufgaben einer Gemeinde beträgt einen Siebentel. Das ist mehr, als alle Schulen und Kindergärten zusammen verbrauchen.

Einsparpotenzial bei den meisten ARA in der Schweiz

Schon seit rund 15 Jahren legt das Bundesamt für Energie bei den Kläranlagen daher einen Schwerpunkt im Bereich rationelle Energienutzung. Energieanalysen auf über 200 Anlagen zeigten auf, dass die meisten ARA in der Schweiz über ein erhebliches Einsparpotenzial verfügen. Aufgrund dieser Studien haben viele Betriebe in den letzten 15 Jahren umfangreiche Optimierungsmassnahmen durchgeführt. Die Aktion «Médaille d’eau» ermöglicht eine Erfolgskontrolle dieser Anstrengungen.

Seit 1990 konnten die Kläranlagen in der Schweiz den Elektrizitätsbezug dank Energiemassnahmen um jährlich 80 Mio. kWh senken. Dies entspricht dem Stromverbrauch von 50 000 Einwohnern und bringt den Kläranlagen Einsparungen bei den Energiekosten von 12 Mio. Franken im Jahr. Rund ein Drittel des Erfolgs beruht auf Massnahmen der rationellen Energienutzung – beispielsweise auf dem Einsatz von effizienten Antrieben und intelligenten Steuerungen bei der Belüftung. Der grössere Anteil fällt aber auf die Steigerung der Stromproduktion. Kläranlagen sind nämlich nicht nur Stromverbraucher, sondern auch Stromproduzenten.

Blockheizkraftwerke statt ungenutzt abfackeln

Aus dem organischen Material im Abwasser entsteht Klärgas, das mittels Blockheizkraftwerken zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden kann. In den Anfängen der Abwasserreinigung wurde dieses wertvolle Gas ungenutzt abgefackelt. Immer mehr Kläranlagen verfügen aber mittlerweile über ein Blockheizkraftwerk, mit dem sie einen grossen Teil des eigenen Elektrizitäts- und Wärmebedarfs selber decken. Alle ARA der Schweiz zusammen liefern heute so viel Strom, wie eine Kleinstadt verbraucht.

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