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Arbeit in Darmstadt oder Cincinnati

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Nicole Jegerlehner

«Der Entscheid hat nichts mit den unzweifelhaften Fähigkeiten, Ergebnissen und Leistungen der Cosmital und ihrer Mitarbeiter zu tun»: Thomas Clausen, Generalmanager der Wella AG, betonte dies gestern vor den Medien. «Wir haben einen rein strategischen Entscheid in einem globalen Zusammenhang getroffen.»

Alte Stelle an neuem Ort?

Anders gesagt: Die Cosmital AG mit ihren siebzig Mitarbeitenden ist innerhalb des Wellakonzerns nur ein kleines Unternehmen. Die Wella AG wiederum gehört zu hundert Prozent der weltweit tätigen Procter and Gamble – und hier fallen die Entscheide. In Deutschland und in den USA betreibt Procter and Gamble ähnliche Forschungszentren wie in Marly; dorthin sollen bis im September 2009 die Freiburger Forschungs- und Entwicklungsstellen verlegt werden. Und wenns nach den Verantwortlichen der Wella AG geht, ziehen die Mitarbeitenden gleich mit nach Darmstadt und nach Cincinnati: «Wir würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne mitnehmen, damit sie am neuen Ort ihre alte Aufgabe weiterführen.»

Das Ziel: Indem verschiedene Forschungszentren zusammengelegt werden, sollen Doppelspurigkeiten vermieden und die Komplexität reduziert werden. Weil die Forschungsteams dann am gleichen Standort arbeiteten, werde die Zusammenarbeit erleichtert – womit die «Innovationsgeschwindigkeit im Bereich Haarkosmetik» erhöht werden kann, wie es in der Medienmitteilung heisst.

«Wir wollen mit diesem Entscheid keine Stellen streichen», betonte Clausen. Dies gilt allerdings nur für die Stellen im Forschungsbereich: Stellen in der Administration und im IT-Bereich werden bei der Verlagerung sehr wohl aufgegeben. Dies betrifft rund zehn Beschäftigte in Marly. Für sie gibt es kaum eine Möglichkeit, innerhalb der Unternehmung eine neue Stelle zu finden.

«Betroffen, aber gefasst»

Seit knapp zwei Wochen weiss Jürgen Allwohl, Geschäftsführer der Cosmital, vom Entscheid, gestern wurden die Mitarbeitenden informiert. «Betroffen, aber gefasst», hätten sie reagiert, sagte Allwohl: Seit Procter and Gamble im Jahr 2003 die Wella AG übernommen habe, sei immer wieder von Verlagerungen und von einer Schliessung die Rede gewesen. Das Unternehmen informiere nun bewusst sehr früh: So hätten die Mitarbeitenden sechzehn Monate Zeit, um sich auf die Situation einzustellen und eine neue Stelle zu finden – ob innerhalb der Unternehmung oder ausserhalb.

«Reichhaltige Abfindung»

Bei der Cosmital arbeiten vor allem hoch qualifizierte Chemiker, Biologinnen und Chemielaboranten; «alles naturwissenschaftlich gebildete Leute, die Spezialisten auf ihrem Gebiet, der Haarkosmetik, sind», wie Allwohn sagt. Er will auch die Mitarbeitenden, die nicht ins Ausland wechseln möchten und ausserhalb der Unternehmung eine neue Stelle suchen, bis im September nächsten Jahres halten. «Darum bieten wir auch eine reichhaltige Abfindung», sagte er. Wie hoch diese ist, konnte er gestern nicht sagen: Dies sei Teil der Verhandlungen um den Sozialplan.

Procter and Gamble hat in diesem Jahr bereits die Verlegung eines Forschungszentrums für Haarkosmetik innerhalb der USA angekündigt. Weitere Entscheide in diesem Bereich seien nicht bekannt, sagte Clausen gestern.

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