Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Arbeit in Haushalten immer öfter legalisiert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In der Schweiz gibt es gemäss einer Studie 400 000 Haushalte, die eine Putzfrau oder eine Tagesmutter beschäftigen. Schätzungen zufolge haben zwischen 40 und 60 Prozent dieser Haushalte den Lohn ihrer Angestellten nicht gemeldet. Auf den Kanton Freiburg berechnet, sind das 5600 bis 8400 Personen, die in diesem Sektor schwarzarbeiten.

Seit elf Jahren hat der Kanton ein Instrument, das helfen soll, diese Form von Schwarzarbeit zu bekämpfen: Service Checks. Gestern haben die Verantwortlichen an einer Medienkonferenz Bilanz ihrer Tätigkeit gezogen. Der Service Check erledigt die administrativen Aufgaben für private Arbeitgeber, die Personal für persönliche Dienstleistungen beschäftigen. Es handelt sich dabei um einen gemeinnützigen Verein; die Verwaltung des Systems wird durch das Cen­tre d’intégration socioprofessionelle (CIS) erledigt.

Gemäss Charles de Reyff, Vorsteher des Amts für den Arbeitsmarkt und Präsident des Vereins Service Check, profitieren gleich mehrere Seiten von der Dienstleistung: die Arbeitnehmenden durch eine soziale Absicherung, die Arbeitgeber durch die administrative Entlastung und die Versicherungsdeckung sowie die Sozialversicherungen mit höheren Beiträgen. «In den vergangenen zehn Jahren haben die Mitglieder des Service Checks Sozialversicherungsbeiträge in der Höhe von insgesamt fast sechs Millionen Franken entrichtet», so de Reyff.

Wenig Echo in Deutschfreiburg

Der Verein Service Check zählte im ersten Jahr nach der Gründung 300 Mitglieder, im Jahr 2008, nach der Einführung des Bundesgesetzes über die Schwarzarbeit, stieg diese Zahl auf 1000 an.

Gemäss Christine Michaud, Direktorin des CIS, umfasst der Verein heute 3095 Mitglieder, davon 1754 Arbeitgeber und 1064 Arbeitnehmer. Die jährliche Lohnsumme, die durch dieses Instrument verwaltet wird, dürfte gemäss Michaud Ende dieses Jahres auf über sieben Millionen Franken ansteigen.

Die administrative Arbeit des Service Checks erlaubt es auch, ein genaueres Bild der Hauswirtschaft im Kanton zu erstellen. So sind gemäss Michaud 97 Prozent der Arbeitnehmenden, die bei Service Check gemeldet sind, Frauen. Der durchschnittliche Bruttomonatslohn liegt bei 300 Franken. 87 Prozent der geleisteten Arbeit entfällt auf den Haushalt, 8,5 Prozent auf Kinderbetreuung, der Rest auf Garten- und Unterhaltsarbeiten sowie Seniorenbetreuung.

Mehr als die Hälfte der Mitglieder von Service Check stammt aus dem Saanebezirk, gefolgt vom Greyerz- und dem Broyebezirk. Noch sehr wenige Mitglieder stammen aus Deutschfreiburg. Charles de Reyff führt das unter anderem darauf zurück, dass Service Checks nur in Westschweizer Kantonen existieren. In der Deutschschweiz gibt es alternative Systeme. Im Kanton Freiburg gibt es zusätzlich die Möglichkeit, direkt bei der Ausgleichskasse ein vereinfachtes Abrechnungsverfahren anzuwenden.

Staatsrat Olivier Curty (CVP) sagte: «Das Angebot liegt uns sehr am Herzen. Die Schwarzarbeit ist ein Übel, und der Staatsrat will dagegen vorgehen. Auch im Bereich der Hauswirtschaft sollen die Regeln eingehalten und die Rechte der Arbeitnehmenden beachtet werden.»

Mehr zum Thema