Archiv 27.06.2007

Domherr Georges Bavaud gestorben

zum gedenken

Domherr Georges Bavaud gestorben

Der Freiburger Domherr Georges Bavaud ist am Montag, 25. Juni, im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1993 Professor für Dogmatik an der Universität Freiburg und Spezialist für ökumenische Beziehungen.Seine Geradlinigkeit, Ernsthaftigkeit und grosse Loyalität hielten ihn immer davon ab, mit extremen Stellungnahmen nach billigen Ehrungen zu streben, betonte Professor Guido Vergauwen anlässlich der Verabschiedung von Georges Bavaud von der Universität. Seine Begeisterung und sein Bedachtsein auf einen wirklichen Dialog liessen Domherr Bavaud nicht nur zu einem geschätzten Professor werden; er verfasste auch viele Artikel, sowohl für ein Fach- wie auch für ein weiteres Publikum, so der heutige Rektor der Universität Freiburg.Domherr Bavaud gehörte dem Institut für Ökumenische Studien seit dessen Gründung im Jahr 1964 an. Er galt auch als kompetenter und geschätzter Dialogpartner im Bereich der Ökumene. In einem Interview mit der Presseagentur Kipa anlässlich des 40. Jubiläums des Zweiten Vatikanischen Konzils hatte er erklärt: «Als junger Priester war ich stark von der Überzeugung geprägt, dass die Ökumene sich auf die Forderung nach einer Rückkehr der getrennten Christenheit ohne Nuancen beschränkt. Mit der Zeit aber nahm ich die Gedanken der Pater Couturier und Villain und von Kardinal Bea auf. Für beide ist die Gemeinschaft der Christen eine Realität, aber unvollkommen. Man muss also in einen Dialog unter Brüdern eintreten, die nichtverantwortlich sind für die Irrtümer in der Vergangenheit.» KipaDer Beerdigungsgottesdienst findet am Donnerstag, 28. Juni, um 10 Uhr in der Kathedrale St. Nikolaus, Freiburg, statt.