Archiv 31.05.2001

Isabelle Chassot als Kandidatin

Isabelle Chassot als Kandidatin

Wahlversammlung der CVP Saane-Land

Die CVP Saane-Land wird der kantonalen Delegiertenversammlung vom 6. Juni in Düdingen Grossrätin Isabelle Chassot als Staatsratskandidatin vorschlagen. Zu den Grossratswahlen wird Saane-Land mit einer vollen Liste (26) antreten.

Nach ihrer Ausbildung am Kollegium Heilig-Kreuz und an der Universität Freiburg hat Isabelle Chassot 1992 das Anwaltspatent erworben. Drei Jahre war sie dann in Freiburg als Anwältin tätig, bis sie 1995 in das Generalsekretariat des eidg. Justiz- und Polizeidepartements berufen wurde. Zwei Jahre danach wurde sie bereits zur persönlichen Beraterin des damaligen Justizministers, Bundesrat Arnold Koller, befördert. Nach dem Rücktritt von Bundesrat Koller wurde Isabelle Chassot auch von dessen Nachfolgerin, Bundesrätin Ruth Metzler, zu ihrer persönlichen Beraterin ernannt.

Isabelle Chassot wurde 1991 mit 26 Jahren als eines der jüngsten Mitglieder in den Grossen Rat gewählt. Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen wurden im Parlament schnell erkannt. Daher sei es nicht verwunderlich, dass sie mehrere parlamentarische Kommissionen präsidierte, worunter vor allem die Verfassungskommission und jene über die Ausübung der politischen Rechte. Die perfekte Zweisprachigkeit von Staatsratskandidatin Isabelle Chassot sei für den Kanton Freiburg, neben ihren ausgewiesenen fachlichen Qualitäten, ein zusätzlicher, wichtiger Trumpf, sagte Präsident Laurent Schneuwly.

Dank Augustin Macheret

Sie könne angesichts des grossen Vertrauens, welches ihr mit dieser Nominierung entgegengebracht werde, gewisse Gefühle nicht verbergen, sagte Isabelle Chassot. Die CVP Saane-Land hatte 1991 keine Bedenken, sie als damals 26-Jährige in die Grossratswahlen zu schicken. Dass Augustin Macheret Staatsrat geworden sei, habe ihr damals die Wahl in den Grossen Rat ermöglicht. Vorher sei er ihr Professor und Rektor an der Universität gewesen. Sie hoffe, dass dies ein gutes Omen sei, um den frei werdenden Sitz im Staatsrat wieder in der CVP Saane-Land zu behalten. Sie sei sich durchaus bewusst, dass ihr und der Partei mit dieser Nominierung eine etwas unruhigere Zeit bevorstehe. «Ich zähle aber auf euch, und ich versichere euch, dass ihr auf mich zählen könnt», sagte die zuversichtliche Isabelle Chassot.

Bereits 14 Grossratskandidaten

Dass die CVP Saane-Land mit einer vollen Liste von 26 Kandidaten in die Grossratswahlen steige, sei praktisch gesichert, orientierte Präsident Laurent Schneuwly die 45 Anwesenden. Bis heute haben bereits vierzehn Kandidaten fest zugesagt. Das erklärte Ziel der CVP Saane-Land sei, die Grossratsmandate von heute acht auf neun Sitze zu erhöhen.

Die vergangenen beiden Amtsperioden von Augustin Macheret im Staatsrat bezeichnete Präsident Laurent Schneuwly als die bisher schwierigsten in der Geschichte der Kantonsregierung.

Bedingt durch die wirtschaftlich schwierige Lage, sei der Staatshaushalt immer mehr in die roten Zahlen gerutscht. Trotzdem sei es Staatsrat Macheret gelungen, im Bildungswesen das bisher Erreichte nicht nur beizubehalten, sondern bedeutende Ausbauten wie verschiedene OS-Bauten und die Ingenieurschule zu realisieren. Präsident Schneuwly erinnerte auch daran, dass Staatsrat Macheret neben seinen Aufgaben als Erziehungs- und Kulturdirektor mit der Polizeigaragenaffäre von 1994 und den bekannten Justizaffären in jüngster Zeit zusätzliche schwierige Aufgaben zu lösen hatte. or