Archiv 07.07.2008

«In der Musikwelt haben wir einen sehr guten Ruf»

Was hat vor 12 Jahren den Anstoss gegeben, ein Festival Geistlicher Musik zu gründen, und wie kommt so ein Festival finanziell über die Runden? Philippe Trinchan, Mitglied des Vorstands, antwortet.

Autor: irmgard Lehmann

1982 wurden in Freiburg unter dem Titel «Jeunesse & Musique» zwei Festivals für klassiche Musik organisiert. Der Erfolg dieser Anlässe und die Unterstützung durch Radio Suisse Romande Espace 2 mit François Page ermutigten die Organisatoren, die Arbeit fortzusetzen, und so ist das Festival entstanden.

Wann fangen Sie jeweils mit den Vorbereitungen an?

Das Komitee hat kaum Bilanz gezogen, und schon nehmen wir das nächste an die Hand. Dies fällt uns inzwischen auch leichter, zumal wir in der Musikwelt einen sehr guten Ruf haben. Wir zehn Vorstandsmitglieder hören uns rund 100 CDs an und setzen uns letztlich mit rund 15 Dossiers näher auseinander.

Die Krux jedes Festivals ist die Finanzierung - wie kommt man damit zurecht?

Wir können auf eine grosszügige Unterstützung der Loterie Romande zählen. Dass RSR Espace 2 die Konzerte direkt in alle Welt überträgt, ist ein weiteres Plus. Aber auch mit den Beiträgen der Vereinigung Freunde des Festivals wie auch der Sponsoren wird uns der Rücken gestärkt. Trotzdem geht die Rechnung nicht immer auf. Doch ein solches Festival auf die Beine zu stellen, ist und bleibt ein Spagat zwischen dem Anspruch an Qualität und deren Finanzierung.

Jeden Tag ein oder zwei Konzerte - auf was freuen Sie sich besonders?

Die schwerste Frage. Eigentlich freue ich mich auf jeden Abend - weil jedes Konzert ein anderes musikalisches Ereignis sein wird.