Archiv 17.03.2001

Für Beibehaltung der Train-Einheiten

Die Absichten, im Rahmen der Armeereform 21 die Train-Einheiten abzuschaffen, beschäftigten die freiburgischen Pferdezüchter an ihrer Delegiertenversammlung in Vuisternens-devant-Romont.

Untertitel: Pferdezüchter drohen mit einer Volksinitiative

Eigentlich hätten wir Grund zur Freude, denn die freiburgische Pferdezucht verspüre Aufwind. Im liberalisierten Markt kämen die züchterischen Fähigkeiten besser zum Tragen, stellte Präsident Ernest Schläfli, Posieux, fest. Die verschiedenen Zuchterfolge - Auszeichnung einer Jungstute und Ankörung zweier Hengste der Freibergerrasse in Avenches, die Weltanerkennung für den Haflingerhengst «Amstrong» in Ebbs (Tirol) und einige schöne Erfolge in der Warmblutzucht - beweisen seiner Ansicht nach, dass die Züchter im Kanton Freiburg nicht nur aufgeholt, sondern zum Überholen angesetzt hätten.

Freibergerzucht ist gefährdet

Als unerfreulich taxierte der scheidende Präsident die Absichten des VBS, innerhalb der Armeereform 21 die Train-Einheiten abzuschaffen. Das Pferd müsse auch in einer modernen Armee Platz haben, betonte er. Schläfli erinnerte u.a. an die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten für Pferde, insbesondere in schwierigem Gelände, so z.B. auch bei den Aufräumarbeiten nach dem Sturm Lothar. Mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit (Medien, Veranstaltungen usw.) wollen die Zuchtverbände in einem ersten Schritt die Pferdefreunde sensibilisieren, damit dann nötigenfalls in einem zweiten Schritt die 100000 Unterschriften für eine Volksinitiative gesammelt werden können, erklärte Schläfli gegenüber den FN.

Der Pferdebestand der Train-Einheiten beträgt rund 3000 Stück; hauptsächlich Freibergerpferde. Der Ankauf von 150 bis 200 Pferden pro Jahr durch den Bund sei für die Züchter, insbesondere für jene im Jura, eine wichtige Absatzmöglichkeit.

Amtszeitbeschränkung eingeführt