Archiv 26.02.2008

Keine Entwarnung für Kleine Saane

Die Fischer müssen sich weiterhin gedulden. Auch nach den neusten Messungen des cPCB-Gehalts in Fischen bleibt das Fischereiverbot in der Saane und anderen Gewässern bestehen.

Neue Resultate zu PCB in Fischen liegen vor

Autor: Von REGULA SANER

Die Fischproben vom Dezember 2007 in der Kleinen Saane oberhalb der ehemaligen Deponie La Pila ergaben Werte des krebserregenden Giftstoffes cPCB, welche über dem europäischen Grenzwert liegen. Damit wurde zum ersten Mal bestätigt, dass auch oberhalb des Klosters Altenryf die Werte zu hoch sind, wie die Projektoberleitung «Deponie La Pila» am Montag bekannt gab. Gemäss Jean-Daniel Wicky, kantonaler Chef des Sektors Fischerei, lässt sich dies mit der Laichwanderung der Forellen zu dieser Jahreszeit erklären.

Gute Werte für Neirigue, Glaney und obere Glane

Die Analysen der Januar-Proben stehen noch aus, weil in der Schweiz zum heutigen Zeitpunkt nur ein Labor in der Lage ist, die cPCB-Werte zu bestimmen.Zum ersten Mal liegen zudem Werte für die Fische in der Neirigue, dem Glaney und dem oberen Teil der Glane vor. Die im Dezember 2007 entnommenen Fischproben ergaben cPCB-Werte, die unterhalb des europäischen Grenzwertes liegen. Aus den Ergebnissen könne folgendes Fazit gezogen werden, sagte Jean-Daniel Wicky weiter: Das Fischereiverbot für die Saane bleibt auf jeden Fall bis auf Weiteres bestehen. Offen ist hingegen, ob das Fischereiverbot für die Neirigue, den Glaney und den oberen Teil der Glane aufgehoben werden kann. Eine zweite Messung soll darüber Aufschluss geben. «Denn die erste Probe zeigt nur eine Momentaufnahme.» Das heisst, obwohl die ersten Ergebnisse der entsprechenden Abschnitte unter dem Grenzwert liegen, kann die Fischereisaison am kommenden Sonntag nicht beginnen. Laut Wicky sollen die Analyse-Ergebnisse aber bis in sechs Wochen vorliegen.

Grundlagen für eine Aufhebung des Fischereiverbotes

Als weitere Grundlage für eine allfällige Aufhebung des Fischereiverbotes wird der Kanton auch die Richtlinien des Bundes herbeiziehen. Dieser hat versprochen, bis zirka Ende Mai gesamtschweizerische Normen und Standards für den Umgang mit cPCB zu erarbeiten.

Fischereiverbot seit August

Für die Saane, die Glane und ihre Zuflüsse gilt seit August respektive Dezember 2007 ein Fischereiverbot, nachdem bei Fischproben zu hohe cPCB-Werte entdeckt worden waren. Als Ursache für die Verschmutzung der Gewässer mit dem dioxinähnlichen Stoff wird die ehemalige Deponie La Pila vermutet. Noch unbekannt ist die Verschmutzungsquelle für die Glane.