Archiv 07.09.2000

Schienenverlegung im Vauderens-Tunnel

Am 9. März 1998 erfolgte der erste Spatenstich für den Tunnel und am 5. September 2000 sind die Tiefbauarbeiten abgeschlossen. Ab kommendem Montag werden die Eisenbahnschienen verlegt.

Die Bauarbeiten im neuen Eisenbahntunnel gehen in die letzte Phase

Autor: Von Elisabeth Schwab-Salzmann

Die SBB-Bauleitung ist zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten am neuen Eisenbahntunnel von Vauderens. Die Termine konnten eingehalten werden, es gab keine nennenswerten Unfälle und das Budget wurde deutlich unterschritten. Anstelle der errechneten 84 Millionen wurden für das Grossprojekt 71 Millionen Franken verbaut.

Das Tunnelprojekt auf Freiburger Boden ist das letzte Puzzle-Teil, das beim Bahn 2000-Werk bis Lausanne noch gefehlt hatte. Auch die Tunnel-Anpassungen zwischen Lausanne und Genf werden laut SBB-Sprecher Jacques Zulauf bis zum Frühling 2001 abgeschlossen sein. Der Zugreisende kann sich freuen, im kommenden Jahr von Zürich bis Genf durchgehend im Doppelstock-Wagen zu reisen.

Vom Projekt zur Ausführung

An der Medieninformation verwies die Bauleitung auf die Schwerpunkte beim Bau des neuen Eisenbahntunnels: Genaue Projektierung, Einhaltung der Sicherheitsvorgaben und das laufende Überprüfen des Budgets waren die wichtigsten Elemente.

Von Beginn an konnte der Terminplan eingehalten werden. Nach dem Bau des Erkundigungsstollens folgten wie geplant der Vorstoss von 222 Metern Tunnellänge pro Woche. Der Durchstich wurde am 3. November 1999 gefeiert, eindreiviertel Jahre nach dem ersten Spatenstich. Heute Abend sind die Tiefbauarbeiten beendet und ab Montag, 11. September, erfolgt die Verlegung der Eisenbahnschienen.
Sämtliches Aushubmaterial, das für den Tunnel abgetragen worden war, wird wieder in die unmittelbare Umgebung integriert. Die 26000 Tonnen Ballastmaterial, die für die Unterlegung der Schienen benötigt werden, fährt die SBB mit 52 Zugswagen in den neuen Tunnel ein.

Tag der offenen Tür

Für den Samstag, 9. September, organisieren die SBB einen Tag des offenen Tunnelportals, um den Abschluss der grösseren Bauarbeiten zu signalisieren. Vor dem Eingangsportal auf der Seite von Vauderens werden von 9 Uhr morgens bis 16 Uhr am Nachmittag verschiedene Arbeiten vordemonstriert.

Das Verlegen der Schienen wird gezeigt, elektrische Leitungen gezogen, der Tunnel kann besichtigt werden und eine Fotoausstellung der bisherigen Bauarbeiten dokumentiert die Arbeiten.
Eine Festwirtschaft ergänzt den Tag der offenen Tür. In acht Monaten wird in Vauderens zum Schlussfest eingeladen, der erste Doppelstockzug wird dann mit 140 Stundenkilometern durch den neuen Tunnel fahren.