Archiv 12.08.2008

Landwirtschaft: In Forschung und Bildung investieren

Das CIEA wurde vor 50 Jahren auf Initiative des damaligen FAO-Direktors Friedrich T. Wahlen gegründet. Ein weiterer Pionier war der ETH-Professor Jean Vallat, wie Staatsratspräsident Pascal Corminboeuf am Montag in seiner Grussadresse ausführte. Diese beiden Persönlichkeiten hätten sich die Entwicklung der Nahrungsmittelproduktion sicher anders vorgestellt, meinte er. Laut Corminboeuf gefährden heute Spekulation und die Hersteller von Bio-Treibstoffen die Nahrungsmittelversorgung und treiben die Preise in die Höhe. Millionen von Menschen müssten deswegen hungern, prangerte Corminboeuf die verfahrene Weltwirtschaftsordnung an. Der Kanton Freiburg respektiere seine Landwirtschaft, betonte er.

Manfred Bötsch, Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft, zeigte seinerseits auf, dass für ein erfolgreiches Lernen im ländlichen Raum das wirtschaftliche, ökologische und soziale Umfeld stimmen müsse. Anspruchsvoll sei ebenso die Aufgabe der Wissenschafter in der Forschung, der Lehrenden in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Beratung. Auch er unterstrich die Bedeutung gesunder Nahrungsmittel. Ein gutes landwirtschaftliches Bildungssystem sei für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums unbedingt erforderlich, sagte Bötsch. In diesem Sinne könne man der Empfehlung der FAO nur folgen, d. h. mehr Mittel in die Forschung und Bildung in der Landwirtschaft investieren. ju