Archiv 31.07.2008

Liebherr hat in allen Sparten und fast allen Absatzregionen kräftig zugelegt

Im Geschäftsjahr 2007 hat die Firmengruppe Liebherr den Umsatz um 15,7 Prozent auf 7491 Mio. Euro gesteigert. Für 2008 zeichnet sich eine Abschwächung ab.

Autor: walter buchs

Bulle Die in Bulle ansässige Baumaschinen- und Verkehrstechnikgruppe Liebherr-International AG hat im vergangenen Jahr massgeblich von der dynamischen Entwicklung der Weltwirtschaft profitiert. Der Umsatz konnte nämlich im Geschäftsjahr 2007 um satte 1018 auf 7491 Mio. Euro gesteigert werden, wie die Gruppe am Mittwoch bekanntgegeben hat.

Steigerung in allen Produktionsbereichen

Der Baumaschinenbereich, der mittlerweile 66,7 Prozent des Gesamtumsatzes beisteuert, hat um 18,2 Prozent auf fast fünf Milliarden Euro zugenommen. Dabei ist die Sparte Baukrane und Mischtechnik am dynamischsten gewachsen (+28,4 %).

Gemäss Medienmitteilung lag der Umsatz in den Sparten ausserhalb des Baumaschinenbereichs mit nahezu 2,5 Mrd. Euro um elf Prozent über dem Vorjahreswert. Dabei ist der Zuwachs in der Sparte Maritime Krane besonders augenfällig (+27,4%). Mit den Kühl- und Gefriergeräten wurde ein Umsatz von gut 817 Mio. Euro erreicht.

Die sonstigen Erzeugnisse und Leistungen trugen mit rund 210 Mio. Euro zum Gesamtumsatz der Liebherr-Gruppe bei. Darunter fallen namentlich die Hotels, welche in Österreich, Irland und Deutschland betrieben werden.

Westeuropa bleibt wichtigste Absatzregion

Wie aus dem Geschäftsbericht 2007 hervorgeht, erreichte Liebherr in fast allen Absatzregionen zweistellige Wachstumsraten. Die einzige Ausnahme bildet die Region Fernost/Australien, wo im Vorjahr dank Grossaufträgen ein überdurchschnittlicher Umsatzzuwachs erzielt wurde.

Mehr Personal und höhere Investitionen

Mit einem Anteil von 57,2 Prozent am Gesamtumsatz bleibt Westeuropa weiterhin die bedeutendste Absatzregion. In absoluten Zahlen schlagen Deutschland, Frankreich und Spanien am meisten zu Buche. Was die Umsatzsteigerung anbelangt, sticht aber Osteuropa hervor. Die stärksten Wachstumsimpulse gingen dabei von Russland aus. Auf dem amerikanischen Kontinent ist Kanada der wichtigste Markt.

Ende 2007 hat Liebherr weltweit 29 660 Mitarbeitende beschäftigt, wie die Firmengruppe weiter bekanntgibt. Innert Jahresfrist entspricht dies einer Zunahme um 12,6 Prozent.

Schliesslich hat die Gruppe 2007 Investitionen im Wert von 546 Mio. Euro getätigt, gegenüber 410 Mio. Euro im Vorjahr.