Archiv 18.08.2008

Rock Oz'Arènes: Höhepunkte aus dem diesjährigen Programm

Als Hauptact des ersten Festivalabends vermochte der italienische Blues-Barde Zucchero 8000 Besucher trotz zum Teil strömenden Regens in seinen Bann zu ziehen. In seinem zweistündigen Set fehlte keiner der Hits, es gab fünf Songs als Zugabe, und dann sang Zucchero als Hommage ein Duett mit dem ab Computer eingespielten verstorbenen Opernstar Luciano Pavarotti.

Michael von der Heides Orkan

Dem Ostschweizer Weichspüler Michael von der Heide war es vorbehalten, mit einem jazzigen Set das diesjährige Festival zu eröffnen. Er konnte seine Liebe zur französischen Sprache in Avenches auskosten und bot als Überraschung ein Medley französischer Sommerhits: mit u. a. Prinzessin Stéphanies «Comme un Ouragan».

Vor noch lichten Rängen eröffnete die englische Band Mattafix den Donnerstagabend. Gemäss ihrem Bandnamen (Mattafix = matter fixed = Problem gelöst) liessen sie sich nicht beirren, brachten eine Steeldrum auf die Bühne, gefielen mit ihrem Hit «Big City Life» und bezeugten in «Living Darfur» ihr Engagement für die afrikanische Krisenregion.

Unerwünschter Besuch auf der Bühne

Es regnete in Strömen, als Alpha Blondy auf die Bühne trat, doch mit einem roten Shirt mit Schweizer Kreuz hatte er seine Fans sofort in seinem Bann. Der Enthusiasmus überbordete dabei gar, als vier Leute aus dem Publikum kurz die Bühne stürmten. Das Sicherheitsdispositiv klappte nicht.

Schnelles Ende bei Sinead O'Connor

Lange hatten die Organisatoren warten müssen, bis Sinead O'Connor den Weg nach Avenches fand. Es war ein stiller und intimer Auftritt mit Gänsehaut bei einem akustischen «Nothing Compares 2 U». Umso abrupter das Ende: «Man sagt mir, wir hätten noch 10 Minuten», sagte O'Connor, spielte noch drei kurze Songs und verschwand ohne Zugabe. uh