Archiv 05.02.2000

Alte Schwerpunkte sind auch neue

Wirtschaftsföderung, Steuersenkung und Verkehrspolitik waren und bleiben die Schwerpunkte der «FDP Murten und Umgebung», erklärte Präsident Andreas Aebersold an der Generalversammlung.

Standortbestimmung der FDP Murten und Umgebung

«Unter Wirtschaftsförderung verstehen wir eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Gewerbe und die Industrie sowie proaktives Handeln in der Raumplanung», sagte Andreas Aebersold, wobei letztes die Bereitstellen von Baulandparzellen für Industrie und Gewerbe einerseits und Wohneigentum andererseits meinte. Wichtig sei für Murten und den ganzen Seebezirk die Gründung des Regionalverbandes «Wirtschaft, Tourismus und Kultur».

Ein mittelfristiges Ziel sei die Senkung der Steuerbelastung für natürliche Personen in Murten, sagte der Parteipräsident. «Eine Angleichung an die Nachbargemeinden ist anzustreben.» Ein erster Schritt dazu sei die Motion zur Senkung der Liegenschaftssteuern auf 1,5 Promille. Diese ist für die Generalratssitzung vom 9. Februar traktandiert.
Damit die Finanzen weiterhin im Lot blieben und die notwendige Steuersenkung realisiert werden könne, brauche es eine konsequente Spardisziplin, regionale Zusammenarbeiten - wo immer möglich - sowie ein Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum.

Altstadtproblem ist Verkehrproblem

«Murten hat ein Problem, und dieses heisst Altstadt», sagte Andreas Aebersold. Die Ansprüche an das «Herzstück der Gemeinde» seien vielfältig und viele «schlicht nicht erfüllbar». Es werde verkehrstechnisch experimentiert und niemand merke, dass bald nur noch Wirtshäuser und Boutiquen existierten, deren Betreiber zudem in regelmässigen Abständen wechseln.

Das Problem sei nicht, dass den Unternehmen im Altstadtbereich der Markt fehlt, sondern dass der Standort dermassen schlecht werde, dass ihnen die Kunden fern blieben. Anschauungsunterricht für ein Experiment «wie überlebe ich ohne Kunden» biete die aktuelle Sperrung der Hauptgasse infolge Sanierung der Kanalisation.
In der Verkehrspolitik soll der Meinungsbildungsprozess aktiv mitgestaltet werden. Eine Arbeitsgruppe hat sich intensiv mit den Verkehrsfragen auseinandergesetzt, Entscheidungsgrundlagen erarbeitet und diese nach aussen kommuniziert.