Archiv 06.01.2006

«Ich bin ein Traumwandler»

«Ich bin ein Traumwandler»

Anton Bärtschi aus Cordast schreibt Bücher zum Thema Träumen

Der gelernte Nachrichten-Ingenieur, Kommunikationsmann und Sprachenjongleur Anton Bärtschi nimmt seine Träume ernst. Er hat das Bücherschreiben zum Beruf gemacht und zehrt dabei von seinem reichen Traumschatz.

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

«Der frühe Morgen, zwischen Traum und Wachsein, ist meine intensivste Tageszeit. Da befinde ich mich in Welten, von denen ich im Wachzustand überhaupt nicht weiss, dass es sie gibt», sagt Anton Bärtschi im Gespräch über seine Bücher. Er lebt in seinem «Stöckli», einem renovierten Bauernhausteil in Cordast mit Lebenspartnerin und zwei schwarzen Katzen, Mitri und Tizian. Die ausgesprochen ruhige Atmosphäre im Bauerndorf eigne sich sehr gut für das Leben eines frischgebackenen Schriftstellers, erklärt er. Wer als 54-jähriger Mann tagsüber spaziert, im Garten nachdenkt und nicht von acht Uhr morgens bis fünf Uhr abends ausser Hauses ist, der setzt sich automatisch gewissen fragenden Blicken der Dorfbewohner aus. Das ist für Bärtschi aber kein Problem.

Sein Leben vor dem Schreiben war ausgefüllt mit jahrelanger Tätigkeit bei der Swisscom und danach bei der Phonak. In Murten baute er einen Zweigbetrieb der weltbekannten Firma auf, die Phonak Communications. «Doch plötzlich, im vergangenen Mai, war es Zeit, ich verliess die Firma und widme mich seither ganz der Schriftstellerei. Ja, ich bin ein Träumer, vielleicht eher ein Traumwandler», gibt Bärtschi zu.

Schreiben als neuer Lebensinhalt

Die beiden ersten Bücher hat er am Feierabend und in den Ferien geschrieben. «Zwischenträume», Traumbegegnungen einer Grenzgängerin, ist das neueste, in Taschenbuchformat erschienene Werk von Bärtschi. «Ich möchte meine Leser, und das sind Männer und Frauen, junge und alte, zum Träumen animieren», sagt der Autor. Sind seine Bücher Fantasy, Märchen oder Science Fiction? Fantasy ist es nicht, es kommen keine Übermenschen vor, Märchen auch nicht, es fehlt der Zauberer, Science Fiction ebenfalls nicht, es fehlen Raumschiffe und dergleichen. Es sind Bücher, die von Träumen erzählen. Veana, Esmeralda und Moena heissen die Figuren zum Beispiel im neuen Buch. In kurzen Abschnitten kann man sich vor dem Einschlafen ins eigene Land der Träume einstimmen.

Bärtschi ist am Fertigstellen des dritten Buches, das vierte ist im Kopf bereit. Vorläufig erscheinen sie im Selbstverlag. «Mein Wunsch ist es schon, dass ich in Zukunft in einem regulären Verlag publizieren kann», erklärt er. Diesbezüglich sind seine Träume sehr konkret.

Anton Bärtschi, Zwischenträume, Traumbegegnungen einer Grenzgängerin, ISBN: 3-8334-3468-6, erhältlich beim Autor in Cordast, in Buchhandlungen oder über Internet.