Archiv 05.01.2001

«Viele sind nicht informiert»

Der Nutzfahrzeugverband Astag hat in letzter Zeit viel unternommen, um seine Mitglieder auf die Einführung der LSVA hin zu schulen. Trotzdem sind gemäss dem Präsidenten der Astag Freiburg noch viele Transporteure zu wenig informiert.

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Gesamtschweizerisch hat die Astag in verschiedensten Kursen rund 4500 Personen auf die LSVA hin ausgebildet. Solche Kurse gab es für das Kader, für die Chaffeure und in den einzelnen Fachgruppen (Abfuhr, Nahverkehr, Überlandverkehr, Kühltransport...).

Die Astag-Sektion Freiburg hat ebenfalls einen allgemeinen Kurs organisiert. 90 der 145 Mitglieder hätten teilgenommen, sagt Norbert Vonlanthen, Präsident der Freiburger Sektion. Von den vielen Kleinunternehmern hätten aber viele gar nicht die Zeit oder den Willen gehabt, solche Kurse zu besuchen.
Vor allem aber herrsche eine riesige In

Teuerung und Übernahmen

Vonlanthens Verband hat den Transportunternehmen eine Kalkulationsbasis zur Verfügung gestellt, gemäss der sie die Kunden fakturieren können. Er ist überzeugt, dass diese Basis recht genau ist und keine grossen Preisüberraschungen bringen wird. Die Firmen müssten aber ein ständiges Controlling durchführen.

Allerdings werde wegen der LSVA in der Schweiz wohl die Teuerung angeheizt. «Die gesamte Wirtschaft wird unter dem Deckmantel der LSVA ihre Preise korrigieren.»
Vonlanthen anerkennt, dass mit der LSVA eine gewisse Professionalisierung einhergeht. Allerdings verlange sie von Kleinfirmen einen grossen Mehraufwand, wo doch bisher alles mit relativ einfachen Mitteln gegangen sei. Als Folge sieht Vonlanthen Konzentrationsprozesse im Transportgewerbe voraus. Die Übernahme der Kallnacher Marti Logistik durch Marktführer Planzer ist das jüngste Beispiel dafür.