Archiv 02.12.2000

Die CD «De Seisa na» wird getauft

Die CD «De Seisa na» wird getauft

Taufe und Konzert im Podium

Die Freiburger Messe 2000 gehört der Vergangenheit an. Der viel beachtete Auftritt des Senselandes wirkt aber immer noch nach. Am 9. Dezember wird die CD als bleibende Erinnerung des Kulturtages, des letzten Comptoir-Tags, veröffentlicht. Die FN haben sich mit Hubert Dietrich vom Verein O.S.K.A.R. über das Projekt «De Seisa na» unterhalten.

Mit HUBERT DIETRICH sprach
IMELDA RUFFIEUX

Die CD-Taufe vom 9. Dezember hat sich aus dem Auftritt des Senselandes am Comptoir 2000 ergeben. Können Sie kurz erklären, wie es überhaupt zur Aktion am Comptoir gekommen ist?

An der Freiburger Messe 2000 war das Senseland die offizielle Gastregion. Dem OK Senseland, das den Auftritt des Sensebezirks organisiert und koordiniert hat, war viel daran gelegen, dass neben den wirtschaftlichen, touristischen und gesellschaftlichen Aspekten die Kultur nicht zu kurz kam. Als Höhepunkt war deshalb der letzte Tag der Messe ausschliesslich kulturellen Darbietungen gewidmet. Neun Bands und Chöre aus der Region hatten die Möglichkeit, ihre Vielfältigkeit und ihr Können unter Beweis zu stellen.

Das OK hatte schon während der Konzeptphase die Absicht, ein bleibendes Dokument zu erstellen, und hat zu diesem Zweck den Freiburger Musik- und Kulturverband (FMKV) und den Verein O.S.K.A.R. (Verein für die Organisation von sportlichen und kulturellen Anlässen in der Region) angefragt, ein solches zu realisieren.

Anfänglich bestand die Idee darin, die Auftritte der Gruppen an der Messe aufzunehmen und von diesen Aufnahmen eine Live-CD zu produzieren. Weshalb wurde dieser Plan geändert?

Verschiedene Probleme haben dazu geführt, dass der technische Aufwand für die Nachbearbeitung der Bänder zu gross geworden wäre, um dieses Vorhaben zu verwirklichen. Drei der Gruppen, die im Forum aufgetreten sind, durften unter anderem wegen Plattenverträgen usw. nicht auf die CD. Mit den übrigen Gruppen hat man sich so weit geeinigt, bestehende Aufnahmen für die CD zu verwenden.

Eine Band, die noch keine Studioaufnahmen hat, musste auf die Präsenz auf der CD verzichten, was wir sehr bedauern, sollte doch gerade mit diesem Projekt jungen Bands die Möglichkeit geboten werden, an ein breiteres Publikum gelangen zu können. Zwei Gruppen haben sich entschlossen, die Live-Aufnahmen vom Forum zur CD beizusteuern.

Wie wurde das Projekt finanziert?

Mit der Freiburger Kantonalbank wurde ein Sponsor gefunden, der mit einem namhaften Betrag das gesamte Projekt unterstützen wollte.

War das Konzert ein Erfolg? Wie reagierten die Comptoirbesucher? Kamen Leute extra für das Konzert an die Messe?

Während den Auftritten blieben viele Leute vor der Bühne stehen und hörten der Musik der gerade spielenden Formation zu. Bestimmt kamen etliche Leute, um dieses Ereignis live mitzuerleben. Die Stimmung beim Publikum vor der Bühne war gelassen. Gespannt warteten viele auf die jeweils nächste Gruppe.

Wie heisst die CD? Wie kam es zu diesem Namen?

Der Name der CD ist «De Seisa na». Der Name sollte aus verständlichen Gründen etwas mit dem Sensebezirk zu tun haben. Auf der Website des Vereins O.S.K.A.R. wurden Vorschläge für den Namen der CD entgegengenommen. Aus diesen Vorschlägen wurde, zusammen mit dem Sponsor, der Name ausgewählt.

Ein Song der Gruppe «mforce» mit diesem Titel existiert bereits und wurde als eine Art Bonustrack auf die CD genommen.

Am Samstag, 9. Dezember, ist CD-Taufe im Podium Düdingen. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher konkret?

Es wird ein Konzert mit fast allen Formationen, die auf der CD mitmachen, geboten. Das heisst, Still Alive, mforce, Anitras Garden, Roman Lindberg und Since96 werden einen abwechslungsreichen Querschnitt durch das aktuelle Sensler Musikschaffen darbieten. Als letzte Gruppe wird das Nachwuchstalent Jasmin mit ihrer Band auftreten. Man darf gespannt sein!

Als Taufpatin der CD wird die amtierende Miss Deutschfreiburg, Sabine Baeriswyl, walten. Eine Bilder-Projektion auf Leinwand wird die verschiedenen Auftritte untermalen. Der Anlass ist jedenfalls eine einmalige Gelegenheit, einen Querschnitt durch die einheimische Musikszene an einem Abend zu erleben.

Wie viele CDs wurden produziert?

Es wurden 1000 Stück der CD gepresst. Der Verkauf läuft über die CD-Geschäfte der Region. Sie können aber auch beim FMKV, beim Verein O.S.K.A.R. und bei den Bands bestellt werden.
Die Details

Die CD kostet 25 Franken. Für die CD-Taufe läuft der Vorverkauf in den Filialen der Freiburger Kantonalbank (Düdingen, Tafers, Plaffeien, Flamatt). Die Taufe mit Konzert findet am Samstag, 9. Dezember 2000, um 20 Uhr im Podium Düdingen statt. Die Abendkasse ist offen ab 18 Uhr. Verkauft werden die Tickets, die im Vorverkauf nicht weggehen, und ab 19.45 Uhr diejenigen, die nicht abgeholt werden. Preise: zwischen 12 und 20 Franken, je nach Platz. FN/Comm.