Archiv 11.12.2000

Hoffnungsvolles Musikschaffen

Hoffnungsvolles Musikschaffen

CD-Taufe und Konzert «De Seisa na»

Mit einem Konzert ist am Samstag die CD «De Seisa na» getauft worden. 14 Songs verschiedenster Stilrichtungen - von Hardrock über Pop bis Gospel - stehen als Symbol für das hoffnungsvolle Schaffen junger und talentierter Musikformationen im Sensebezirk.

Von IMELDA RUFFIEUX

Ihre Stilrichtung ist ganz verschieden, ihr Auftreten noch viel mehr. Einige sind erst seit ganz kurzem zusammen, andere spielen schon lange miteinander. Zum Teil sind sie noch jung, ganz jung sogar, zum Teil gehören sie im Musikgeschäft zu den «alten Hasen» - eines haben die Gruppen, die im Podium in Düdingen zu Gast waren, gemeinsam: Sie haben sich ganz der Musik verschrieben, freuen sich sichtlich, vor Publikum aufzutreten und hoffen, einmal den ganz grossen Durchbruch zu schaffen.

Auf CD verewigt

Der Anlass vom Samstag geht auf den Gastauftritt des Sensebezirks anlässlich des Comptoirs 2000 zurück. Am letzten Tag stand auf dem Podium in der Senseland-Ausstellung die Kultur im Mittelpunkt. Von den damals aufgetretenen neun Bands wurden sechs Formationen auf einer CD verewigt. Dieser Tonträger namens «De Seise na» wurde am Samstag getauft, wobei die amtierende Miss Deutschfreiburg Sabine Baeriswyl als Taufpatin waltete.

Fünf Musikgruppen haben die CD-Taufe am Samstag mit jeweils einem Mini-Konzert umrahmt. «Still Alive» starteten mit ihren melodiösen Rockkompositionen. Etwas härter ging es dann bei «Anitras Garden» zu, deren Sänger die Aufforderung ans Publikum zu «bängen» gleich selbst vortrefflich umsetzte. «mforce» folgte mit zwei Liedern, eines davon war die hitverdächtige Ballade «Shadows become longer».

Nach der Pause gehörte die Bühne dem Powerfrauen-Quartett «Since 96» und ihren Gospelsongs. Dann kam wieder ein Stilbruch mit Roman Lindberg und seiner Band, sie boten einprägsame Melodien, gute Musik. Auf der CD ist auch noch der Gospelchor «Tabasso» vertreten, der aus terminlichen Gründen an diesem Abend allerdings nicht dabei sein konnte. Das Konzert wurde mit multimedialen Effekten - u.a. Bilder der Sense - umrahmt, die von Heribert Fasel umgesetzt worden waren. Als Moderator führte Karl Ehrler durch den Abend.

Jasmin -
Ein neuer Stern am Showhimmel

Als Spezialgast war das junge Nachwuchstalent «Jasmin» eingeladen. Die 14-jährige Sängerin vermochte das Publikum mit ihren in Mundart gesungenen Liedern begeistern. Aus ihrer Heimatgemeinde hatte die quirlige Senslerin eine eigene kleine Fangemeinde mitgebracht. Nach dem Erscheinen der viel beachteten ersten CD «Mis Tagebuech» wird der jungen Künstlerin eine grosse Zukunft vorausgesagt.

Den Abschluss des Konzerts im gut besetzten Podium bildete eine Darbietung aller Bands, Sänger und Musiker des Abends. Sie sangen gemeinsam das Lied «De Seisa na», eine der wenigen Dialekt-Kompositionen von «mforce». Das Lied ist als Bonustrack ebenfalls auf der CD.
Als Vertreter des OK Senselandes rief Martin Buchs bei der Taufe noch einmal die Entstehungsgeschichte der CD in Erinnerung. Der Sensebezirk als Ehrengast an der Freiburger Messe sollte nicht nur seine wirtschaftliche, touristische und kulturelle Vielfalt zeigen, man wollte auch etwas Nachhaltiges schaffen. «Die Auswahl auf der CD zeigt eine Qualität und Vielfalt des musikalischen Schaffens in der Region, die wohl einmalig in der Schweiz ist.»
Eine CD-Produktion ist nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell ziemlich aufwendig. Der Verein O.S.K.A.R. (Organisation und Durchführung von kulturellen, sportlichen und anderen Anlässen in der Region) sowie der Freiburger Musik- und Kulturverband haben sich bereit erklärt, das Projekt zu betreuen. Als Partner für das Sponsoring konnte die Freiburger Kantonalbank gewonnen werden. Ein Scheck über 25 000 Franken wurde an der CD-Taufe von Heribert Jungo überreicht. Die Bank unterstützt jährlich mit rund 700 000 Franken sportliche und kulturelle Anlässe im Kanton Freiburg, wie er ausführte. Mit der CD sei ein bleibendes Werk geschaffen worden, das die Kantonalbank als Zeichen ihrer Verbundenheit zum Sensebezirk und zur Kultur mitgetragen habe.

Die CD «De Seisa na» mit 14 Liedern ist in den Plattenläden, bei den Bands oder bei den beiden Trägerorganisationen zu beziehen. Der Umschlag wurde von Hugo Brülhart gestaltet - er hat auch schon das Cover der CD «chorblätze» kreiert.

Verein O.S.K.A.R. (Organisation und Durchführung von Sport-, Kultur- und anderen Anlässen in der Region), Postfach 96, 3185 Schmitten; Freiburger Musik- und Kulturverband (FMKV) Bonnstr. 22a, 3186 Düdingen.