Archiv 26.06.2000

Im Dienst einer sauberen Umwelt

Seit dreissig Jahren ist die Trans-Auto AG in Tafers mit ihren Transportdiensten in der Umweltbranche tätig. Aus Anlass des Jubiläums, aber auch als Zeichen des Aufbruchs ins neue Jahrtausend hat die Firma die Betriebsfarbe von Orange zu Türkis gewechselt.

30 Jahre Kehrichtabfuhr durch Trans-Auto AG Tafers

«Mit dem Wechsel der Firmenfarbe wollen wir uns gleichzeitig optisch von Mitbewerbern, seien es private Anbieter oder solche des öffentlichen Dienstes, abheben», betonte Firmeninhaber Nobert A. Vonlanthen im Rahmen der Jubiläumsfeier am Samstag in Mariahilf. Der Farbwechsel hat noch einen weiteren Grund. Für den Monat Juli ist die Iso-Zertifizierung der Firma vorgesehen.

Motiviert durch den anhaltenden Erfolg in einer lange unterschätzten Branche hat die Firma in den vergangenen Jahren ständig in ihren Fahrzeugpark investiert. Eben wurde praktisch die ganze flotte der Kehricht- und des Klärschlammtransportes mit modernen, umweltfreundlichen Fahrzeugen erneuert. In absehbarer Zeit wird auch der Saugwagenpark erneuert. Die Trans-Auto AG unterhält zurzeit einen Park mit vierzehn Spezialfahrzeugen und bietet 27 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz.
Gegründet wurde das Transportunternehmen 1933 durch August Vonlanthen. Es wurde 1956 unter dessen Sohn Max Vonlanthen aufgegeben und machte einer Fahrschule Platz. 1965 wurde die Aktiengesellschaft Trans-Auto AG Tafers gegründet und kurz darauf wurde die Fahrschule aufgegeben. Mit dem Kauf des ersten Saugwagens für die Reinigung privater Klärgruben im Jahr 1963 hatte die Spezialisierung für den Umweltbereich angefangen. 1966 wurde das erste Kanalreinigungsfahrzeug mit Spezialausrüstung angeschafft. 1970 begann die Zusammenarbeit mit dem IVU, für den die Firma die Transportdienste ausführt (vgl. dazu FN vom 10. Juni). 1991 hat Norbert Vonlanthen - in dritter Generation - von der Erbengemeinschaft 100 Prozent der Aktien der Trans-Auto AG übernommen.
Walter Etter, Präsident des IVU, dankte der Firma Trans-Auto AG für ihr Engagement im Dienste einer sauberen Umwelt und für die gute Zusammenarbeit. Die Firma entsorgt den Kehricht von rund 30 000 Einwohnern aus dem Sense- und Teilen des Saanebezirks.Staatsrat Urs Schwaller gratulierte dem IVU und der Trans-Auto AG zum Vertrauensverhältnis, das zwischen den beiden Partnern seit 30 Jahren herrscht. Er rückte denn auch die Aufgabenteilung zwischen öffentlicher Hand und privaten Dienstleistungsanbietern ins Zentrum seiner Grussadresse. Der Staat - sowohl Bund und Kantone - sei durch die Aufgaben, die ihm in der Vergangenheit aufgebürdet worden seien, überfordert und er habe sich auch verschuldet. Es sei nicht nötig, dass der Staat überall operativ tätig sei. Er müsse sich in Zukunft wieder vermehrt auf seine Kernaufgaben besinnen. Privatisierung von Aufgaben dürfe aber nicht bedeuten, dass nur die Gewinne privatisiert und die Verluste zur Last der Allgemeinheit fallen, führte der Finanzdirektor aus.
Der Boden für Privatisierungen sei im Kanton Freiburg noch steinig, meinte er. Dies obwohl einige Institutionen schon mit Globalbudgets arbeiteten und die Umwandlung der FEW auf guten Wegen sei. Möglichkeiten der Privatisierung sieht er auch bei der Kantonalbank oder bei den Verkehrsbetrieben. Urs Schwaller glaubt, dass es noch allzu oft an der Gesprächsbereitschaft fehle und auch daran, Risiken auf sich zu nehmen.