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Argentiniens Strassen in Freiburg

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Galerien, Museen, Kinos und Theater bleiben noch bis Ende Februar geschlossen. Es scheint, als würde kulturell momentan nichts laufen. Doch für den Künstler Alan Humerose ist das noch lange kein Grund, die Kultur komplett an den Nagel zu hängen. Als Gründer und Direktor der Cabinerie, der zum Mini-Kunstraum umfunktionierten Telefonzelle im Freiburger Altquartier, will er den Menschen auch in dieser Zeit Kunst nahebringen.

Längere Ausstellungen

«Dieses Jahr haben wir ein neues Konzept», so Humerose. «Wir zeigen nicht mehr mehrere Werke gleichzeitig, sondern die Werke werden grösser und sie werden nacheinander sowie länger präsentiert. Quasi Kunst als Fortsetzungsgeschichte.» 24 Stunden, sieben Tage die Woche und drei Monate lang werden die Fotografien des argentinischen Künstlers Mariano Manikis im Mini-Kunstraum zu sehen sein. Jede Woche werden die Bilder in der Cabinerie ausgetauscht, so dass über den gesamten Zeitraum der Ausstellung alle Fotografien von Manikis gezeigt werden können. So sollen die ausgestellten Werke mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Das neue Präsentationskonzept der Cabinerie dynamisiere den kleinen Raum und passe besser zur Kunst und zum Konzept des Mini-Kunstraums, sagt Humerose. So richte sich die Aufmerksamkeit der Passantinnen und Passanten voll und ganz auf das eine ausgestellte Kunstwerk, und es gebe keine Ablenkungen durch zu viele Werke im kleinen Ausstellungsraum. «Das erlaubt uns, auch grösseren Kunstwerken in der Cabinerie genügend Platz zu geben», so Humerose. «Die Passantinnen und Passanten entdecken Kunst beim Vorbeilaufen. Es ist eine künstlerische Begegnung.»

Verlassene Strassen

Es ist die insgesamt 18. Ausstellung in der Cabinerie, seit sie vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde. Es sei wichtig, weiterhin Ausstellungen zu veranstalten, besonders in Zeiten wie diesen, meint Humerose. Kunst auf die Strasse zu bringen, darum geht es ihm. Auf die aktuelle Ausstellung ist er deswegen besonders stolz.

Der Argentinier Mariano Manikis hat Fotos der Strassen von La Boca geschossen, einem der berühmtesten Viertel in Buenos Aires und dem Ort, an dem der Künstler geboren und aufgewachsen ist. Die Fotografien der verlassenen Strassen dieses historischen Stadtteils sind für Humerose offen, melancholisch, aber auch surrealistisch. «Er zeigt uns in seinen Fotografien die poetischen Strassen seiner Heimat, der wundervollen Stadt Buenos Aires.» Wie Humerose erklärt, wurde Buenos Aires von Europäern gegründet, was sich in der Architektur der argentinischen Hauptstadt widerspiegelt. Auch viele Schweizer seien dorthin ausgewandert.

«Die Ausstellungen in der Cabinerie sind mit der Corona-Pandemie kompatibel», sagt Alan Humerose. Das Zeigen der Fotografien berge kein Risiko, da alles im Freien stattfinde.

Das Risiko für Menschenansammlungen sei sehr klein, da die Fotografien zu jeder Tageszeit betrachtet werden könnten und die Besucherinnen und Besucher sich so über den ganzen Tag verteilten. «Die perfekte Art von Ausstellung in diesen Zeiten», findet Alan Humerose.

La Cabinerie: Ecke Grimouxgasse/Marcellogasse, Freiburg. Bis 11. April.

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