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Ärgera Giffers meldet sich zurück

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Zwei Punkte in den ersten fünf Runden – die Ausbeute von Ärgera Giffers in den ersten fünf NLA-Runden war wenig berauschend. Die dreiwöchige Nationalmannschaftspause kam den Senslerinnen durchaus gelegen. Sie nutzten die Tage, um die erste von drei Meisterschaftsrunden Revue passieren zu lassen und das eine oder andere Problem anzusprechen. «Das Team und der Staff haben sich ausserhalb der Halle zusammengesetzt und gemeinsam die bisherigen Leistungen analysiert», sagte Trainer Jan Jungo. «Es war keine Krisensitzung in dem Sinn, beide Seiten haben aber die Gelegenheit genutzt, um die Probleme auf und neben dem Platz anzusprechen.»

Konstruktive Teamaussprache

Aus sportlicher Sicht waren die Gründe für den ausbleibenden Erfolg rasch gefunden. «Die Chancenauswertung war bisher ungenügend, selbst in den Powerplays konnten wir noch kein Tor erzielen», so Jungo. «Defensiv standen wir zu wenig kompakt, zudem sind bei einigen Spielerinnen noch mentale Probleme hinzugekommen, weil es nicht wie gewünscht lief.»

Zur Sprache seien jedoch auch andere Sachen gebracht worden, erklärte Jan Jungo. «Wir haben verschiedene Abmachungen getroffen betreffend Trainingseffizienz und Trainingseinsatz. Es herrschten unterschiedliche Ansichten, wie die Trainer während des Spiels ihre taktischen Anweisungen geben sollen, und so weiter.» Aus den Gesprächen heraus habe man Ziele für die weitere Meisterschaft formuliert. «Die Diskussionen waren sehr konstruktiv und haben sich sehr positiv auf unseren Trainingsbetrieb während der letzten drei Wochen ausgewirkt», sagte der Trainer.

Starke Leistung von Köstinger

Die Arbeit trug Früchte. Am Samstag gelang Ärgera der erste Vollerfolg der Saison. Gleich mit 9:5 besiegten die Giffersnerinnen zu Hause die Red Lions Frauenfeld. Beim Saisonauftakt hatte man gegen den NLA-Aufsteiger noch 2:5 verloren.

Den Senslerinnen gelang ein Traumstart; bereits nach sechs Minuten lagen sie dank zwei Toren von Christel Köstinger (3./5.) und einem Treffer von Christelle Wohlhauser (6.) mit 3:0 in Front. Als die Gäste dann auf 3:2 verkürzten, musste man Schlimmes befürchten. Zu oft war Ärgera in dieser Saison wegen einer solchen Aufholjagd des Gegners von der Spur abgekommen. «Diesmal haben wir uns aber nicht aus dem Konzept bringen lassen», freute sich Jan Jungo über den Sieg seines Teams. Auf den 2:3-Anschlusstreffer (14.) reagierte Giffers postwendend durch Köstinger (15.). Und kurz vor der ersten Pause erhöhte Wohlhauser mit ihrem zweiten Treffer zur 5:2-Führung (19.).

Auch im zweiten Drittel konnte Ärgera seine eingeschlagene Pace halten. Zwar klappte es mit der Chancenauswertung etwas weniger gut als in den ersten 20 Minuten, dennoch zog Giffers durch zwei Toren von Maria Ruffieux (32./35.) weiter davon. Auch wenn die Gäste praktisch mit dem zweiten Pausenpfiff auf 7:3 verkürzten, die Vorteile lagen vor dem letzten Drittel alle auf der Seite von Ärgera.

Und diese wusste Ärgera zu nutzen: Die Senslerinnen erzielten durch Top-Skorerin Köstinger, die ihren starken Auftritt mit dem vierten persönlichen Treffer krönte (45.), und Valentina Dazio noch zwei weitere Tore. Die Ladehemmungen der vergangenen Spiele waren wie weggeblasen. Mit 9:5 fiel der Sieg am Ende nicht nur verdient, sondern auch ungewohnt hoch aus. Neun Tore in einem Spiel, das kann sich durchaus sehen lassen. Erst recht, wenn man zuvor in fünf Spielen nur total 17 Tore zustande gebracht hat.

Ein Sieg für die Moral

Dank den gewonnenen drei Punkten hat Giffers in der Tabelle die rote Laterne an Winterthur abgegeben. Noch wichtiger als der verbesserte Rang dürfte für Ärgera indes die Erkenntnis sein, dass man nach wie vor in der NLA mithalten kann. «Die Erkenntnis, dass wir noch gewinnen können, ist für unsere Moral Gold wert», sagte Jan Jungo. «Es war bei weitem noch nicht alles perfekt in unserem Spiel. Es ist aber ein definitiv besseres Gefühl, wenn man nach dem Match mit positiven Emotionen heimgehen kann. Das macht uns zuversichtlich für die kommenden Aufgaben.»

Ob den Senslerinnen mit dem Sieg gegen Frauenfeld der Turnaround gelungen ist oder ob der Erfolg nur ein kurzes Strohfeuer war, wird sich bereits am kommenden Samstag zeigen. Dann muss Ärgera beim Tabellendritten UHC Dietlikon (17 Uhr) antreten.

Telegramm

Ärgera Giffers – Frauenfeld 9:5 (5:2, 2:1, 2:2)

Sporthalle Giffers-Tentlingen. – 137 Zuschauer. – SR: Begré/Birbaum. Tore: 3. Köstinger (Wohlhauser) 1:0. 5. Köstinger (Wohlhauser) 2:0. 6. Wohlhauser (Köstinger) 3:0. 11. Fässler (Mahler) 3:1. 14. Fässler (Niessner) 3:2. 15. Köstinger (Wohlhauser) 4:2. 19. Wohlhauser (Buri) 5:2. 32. Ruffieux (Wohlhauser) 6:2. 35. Ruffieux (Köstinger) 7:2. 40. Horat (Fässler) 7:3. 42. Fässler (Geiser) 7:4. 45. Köstinger (Wohlhauser) 8:4. 55. Dazio (Bertolotti) 9:4. 57. Fässler (Horat) 9:5. Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Ärger Giffers, 1-mal 2 Minuten gegen Frauenfeld.

Frauen. NLA. 8. Runde: Bern-Burgdorf – Emmental 7:4. Dietlikon – Zug 5:4 n.V. Chur – Winterthur 12:5. Rangliste: 1. Bern-Burgdorf 8/21 (43:24). 2. Piranha Chur 7/17 (40:24). 3. Dietlikon 8/15 (33:26). 4. Emmental Zollbrück 8/12 (39:35). 5. Zug 8/11 (31:41). 6. Frauenfeld 7/7 (27:33). 7. Giffers 8/5 (28:42). 8. Winterthur 8/5 (26:42).

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