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Ärgera verliert Nachtragsspiel

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Unter suboptimalen Voraussetzungen – drei Spielerinnen reisten wegen ausstehender Corona-Tests nicht mit – fuhr Ärgera Giffers ins Appenzellerland. Gleich zu Beginn zündeten die Senslerinnen ein Feuerwerk. Nach sieben Spielminuten stand es nach Treffern von Alyssa Buri und Topskorerin Fanny Ecoffey bereits 2:0 für die Gäste. Die Freiburgerinnen nahmen sich die Worte ihres Headcoachs Christoph Zingg zu Herzen, spielten mutig nach vorne und störten die Kontrahentinnen früh mit einem hohen Pressing. Der «Ärgera-Motor» kam gegen Ende des Startdrittels dann etwas ins Stottern, was den Gastgeberinnen in der 16. Minute den Anschlusstreffer ermöglichte. Kurze Zeit später kam es für Giffers noch dicker: Nicole Fässler, in der ganzen Liga für ihre präzisen Weitschüsse bekannt, versenkte einen solchen in die Maschen. Mit dem für UH Appenzell eher schmeichelhaften 2:2 ging es für beide Teams in die erste Pause.

Nach gewonnenem Bully sowie erfolgreicher Auslösung am Anfang des zweiten Drittels misslang den Senslerinnen ein Pass zurück in die Defensivzone komplett, worauf die wirblige Rebecca Gmünder entwischte und ihre Farben kaltblütig in Front schoss. Danach entwickelte sich ein Spiel mit guten Torgelegenheiten auf beiden Seiten. In der 32. Minute konnte Nadja Schüpbach nur regelwidrig gestoppt werden, weshalb Ärgera ein Strafstoss zugesprochen wurde. Captain Lea Bertolotti übernahm die Verantwortung und traf souverän zum 3:3-Ausgleich. Kurz vor Ende des Mittelabschnitts installierten sich die Freiburgerinnen abermals tief in der gegnerischen Hälfte, trugen danach jedoch zu wenig Sorge zum Ball, was das Heimteam mit einem schönen Kontertor effizient bestrafte.

Der couragierte Auftritt der Gäste wurde unmittelbar nach Anpfiff des Schlussdrittels jäh gebremst, als es nach einem erneuten schnellen Umschaltspiel seitens Appenzell plötzlich 5:3 stand. Giffers stemmte sich nun mit grossem Kampfgeist gegen die drohende Pleite und fand in der 47. Minute nach einem herrlichen Sonntagsschuss von Bestplayerin Fanny Ecoffey erneut den Anschluss. Für die Entscheidung in dieser engen Partie sorgte dann aber das Heimteam. Rund acht Minuten vor dem Ende setzte sich eine Appenzellerin hinter dem Tor der Gäste durch und vollendete mittels sattem Drehschuss sauber zum 6:4-Schlussergebnis.

Nun gegen den Leader

Trotz dieser Niederlage darf Ärgera Giffers mit der gezeigten Leistung grösstenteils zufrieden sein. Eine deutliche Reaktion auf die verlorenen drei Punkte in Yverdon war zu sehen. Sicher ist: Schafft es Ärgera, falsche Entscheidungen in gewissen Spielsituationen zu vermeiden (oder zumindest zu minimieren), wird das Team schon am nächsten Sonntag zu Hause gegen den Leader UH Lejon Zäziwil wieder die Chance haben zu punkten.

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Telegramm

UH Appenzell – UH Ärgera Giffers 6:4 (2:2, 2:1, 2:1)

Turnhalle Gringel Appenzell. – 111 Zuschauer. – SR Senn/Kleinfeld

Tore: 4. A. Buri (F. Aeschbacher) 0:1. 7. F. Ecoffey (N. Schüpbach) 0:2. 16. M. Born (S. Manser) 1:2. 20. N. Fässler (V. Speck) 2:2. 21. R. Gmünder 3:2. 32. L. Bertolotti 3:3. 39. S. Eberle (L. Fritsche) 4:3. 41. V. Manser (C. Zwingli) 5:3. 47. F. Ecoffey 5:4. 52. S. Manser 6:4.

Ärgera Giffers: Berger (Roux), Bertschy, Lüthi, Bertolotti, Thiébaud, Aeschbacher, Reusser, Berti-Godel, Kohler, Ecoffey, Schüpbach, Jungo, Gross, Buri, Jelk, Stegmaier.

Frauen. Nationalliga B. Rangliste (alle 7 Spiele): 1. Lejon Zäziwil 2,85 (Punktequotient). 2. Waldkirch-St. Gallen 2,28. 3. Visper Lions 2,0. 4. UH Appenzell 1,85. 5. Unihockey Basel Regio 1,57. 6. Ärgera Giffers 1,28. 7. FB Uri 1,0. 8. Hot Chilis Rümlang-Regensdorf 0,85. 9. Nesslau Sharks 0,71.10. UC Yverdon 0,57.

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