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«Armee ist wie eine Versicherung»

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Autor: Lukas Schwab

«Ich spreche heute sozusagen zu mir selber», sagte André Blattmann, Armeechef und Mitglied der FDP See, an der Mitgliederversammlung vom Mittwoch in Gurmels. Dass er sein Referat «Der Wert unserer Sicherheit» vor Heimpublikum austrug, wurde spätestens nach seiner Einleitung klar. «Die FDP steht konsequent hinter der Armee und wir brauchen diese Unterstützung», so Blattmann.

Dazugelernt mit den Medien

Er werde in seinem Vortag keine Europakarte präsentieren, erklärte Blattmann. Er habe in letzter Zeit im Umgang mit Medien einiges dazugelernt. Im März war der Armeechef in die Kritik geraten, weil er in der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) des Nationalrats eine Karte präsentiert hatte, die die fünf EU-Staaten Griechenland, Spanien, Italien, Frankreich und Portugal als Risikoländer bezeichnete. Gemäss Blattmann hätten die Medien diese Karte falsch verstanden. «Es ist eine Zusammenstellung von Quellen möglicher Risiken basierend auf Fakten der letzten 10 Jahre», so der Armeechef. Diese Risiken seien aber keine Beurteilung und nicht mit einer Bedrohung gleichzusetzen.

Armee ist keine Kostenstelle

In seinem Referat bezeichnete Blattmann die Armee als nationale Versicherung. «Solange man sie nicht braucht, denkt man, man hätte sie sich auch sparen können», so Blattmann. Die Zukunft kenne aber niemand und die Situation in Europa könne sich rasch verändern. Deshalb brauche es weiterhin Mittel, um mögliche Angriffe abzuwehren. «Zu sagen, dass wir die Armee nicht brauchen, ist ein heikles Unterfangen», sagt der Chef der Armee.

Eines der Hauptprobleme der Armee sei, dass sie nicht die nötigen finanziellen Mittel erhalte, um den von der Politik beschlossenen Auftrag zu erfüllen. Wegen Kürzungen sei fast das gesamte Budget zur Deckung der Betriebskosten nötig, für beschlossene Rüstungskäufe reiche es nicht mehr. «Die Armee ist eine langfristige Investition in die Sicherheit und keine Kostenstelle», so Blattmann.

Berufsarmee ist unrealistisch

In Zukunft von der Milizarmee zu einer Berufsarmee überzugehen, sieht der Armeechef als unrealistische Lösung an: Einerseits wäre eine Berufsarmee viel teurer, andererseits habe die Miliz viele Vorteile.

«Bei Bedarf können schnell sehr viele Soldaten aufgeboten werden und Milizsoldaten sind kritischer als Berufssoldaten, aber auch leistungsbereit», so Blattmann. Zudem biete das jetzige System für die Wirtschaft eine günstige Kaderschulung, die nun auch wieder vermehrt geschätzt werde.

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