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Artisten, Pferde und ein Gummifrosch

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Die Murtner Tambouren waren schon in der Manege, als das Zirkuspublikum am Dienstagabend das Zelt des Circus GO für die Premiere auf der Pantschau betrat. In verschiedenen Formationen demonstrierten die Tambouren ihre rhythmische Präzision und sorgten für ein gelungenes Vorprogramm.

Lokal bekannter Prinz

Märchenhaft beginnt das diesjährige Programm des Circus GO. Der Froschkönig klettert aus dem Steinbrunnen, um sich von der schönen Prinzessin küssen zu lassen. Den Brunnen, der auf der ganzen Zirkustournee zum Einsatz kommt, hat der Murtner Peter Lüdi angefertigt. Bei der Premiere vom Dienstag tauchten Lüdis Kollegen von der Fastnachtsclique «Glögglifrösche» auf einmal in der Manege auf, um den zurück in den Brunnen gesprungenen Frosch zu suchen. Doch wer sprang aus dem Brunnen heraus? Dessen Erschaffer «Pesche» Lüdi selber, als Prinz mit langem Haar und imposanter Kleidung.

Seit mehreren Jahren integriert der Circus GO an allen Gastspielorten lokale Vereine und Musiker ins Programm. Dies einerseits mit dem Ziel, zusätzliches Publikum anzulocken, wie Mediensprecherin Ursula Rohr gesteht. «Gleichzeitig bieten wir den Vereinen und Musikern eine spezielle Auftrittsgelegenheit in unserer Manege», so Rohr. Dies sei auch eine Geste des Dankes an die Gastspielorte.

Durch den Tennisschläger

Dass die restlichen Vorstellungen am Murtensee ohne lokale Beteiligung stattfinden, schmälert nicht den hohen artistischen Wert des rund zweistündigen Programms. So beweist etwa der ukrainische Froschkönig Denis Navolnev, dass man ihn ohne Bedenken als Gummifrosch bezeichnen könnte. Mit nur gespielter Mühe zwängt sich der Artist durch den Rahmen eines handelsüblichen Tennisschlägers. Und macht sich zum Schluss in einer Glaskiste so klein, dass der Verdacht aufkommt, Navolnev könnte zur Not auch mal in einer Nachttischschublade übernachten.

Zusammen mit seiner Mutter Nataliya zeigt Denis Navolnev zudem eine futuristische Kubus-Jonglage, bei der man es den beiden nicht übelnehmen würde, wenn sie für diese Nummer einen Helm anziehen oder sich zumindest einen Zahnschutz in den Mund stecken würden.

Tell mit Steinschleuder

Witzig ist das ukrainische Clown-Ehepaar Tic und Tac, das sich nicht nur als äussert musikalisch und jonglageerprobt, sondern auch als profunder Kenner der Schweizer Geschichte zu erkennen gibt: Die beiden stellen die be-kannte Apfelschuss-Szene mit einer Steinschleuder nach. Doch so tapfer wie Tells Sohn Walterli ist die Ukrainerin nicht – sie weicht dem riskanten Schuss immer wieder gekonnt aus.

Miss Eva aus Polen demonstriert in einer weiteren Nummer, wie schnell eine Frau unter Zeitdruck ihre Kleider wechseln kann. Es funktio-niert tatsächlich – leider bleibt den Männern und wohl auch den meisten Frauen im Zelt schleierhaft, wie sie das schafft.

Nicht umzuziehen brauchen sich die Pferde, welche Direktor Dominik Gasser, der den Circus GO in der fünften Generation führt, durch die Manege laufen lässt – die Tiere sind schön anzusehen und zudem gut erzogen: Sie verbeugen sich zum Abschied artig vor dem Zirkuspublikum.

Nur alle vier Jahre

Wer den Circus GO in Murten erleben möchte, sollte die Gelegenheit in den nächsten Tagen wahrnehmen. «Die Stadt Murten erteilt uns die Bewilligung nur alle vier Jahre», bedauert Ursula Rohr. Der Ort sei so schön, dass sie am liebsten die ganzen vier Monate der Tournee auf der Pantschau bleiben würde.

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