Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Ärzte ohne Grenzen»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Ärzte ohne Grenzen»

Medizinische Hilfe für Unterprivilegierte

Ende Oktober hat die Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» in Freiburg einen medizinischen Bereitschaftsdienst für Unterprivilegierte eingerichtet. In der ersten Schweizer Institution dieser Art gab es bereits rund 40 Konsultationen.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Die internationale medizinische Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» ist vor allem bekannt für ihren Einsatz in armen Ländern mit ungenügenden Gesundheitsstrukturen oder in Kriegs- und Krisengebieten auf der ganzen Welt. Auch hierzulande aber gibt es Menschen, die keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben: Menschen mit finanziellen Problemen oder solche ohne Aufenthaltsbewilligung. Um auch diese Menschen medizinisch versorgen zu können, hat «Ärzte ohne Grenzen» bereits in verschiedenen westeuropäischen Ländern wie Frankreich, Belgien oder Luxemburg Niederlassungen errichtet.

Versorgungslücken in Freiburg

Seit vergangenem Oktober ist die Organisation auch in der Schweiz präsent: mit einer Station in der Stadt Freiburg, geleitet von einer Koordinatorin und einer Krankenschwester, die zu je 50 Prozent angestellt sind.

Warum gerade Freiburg? Koordinatorin Susana Simoes erklärt: «Wir haben eine Evaluation durchgeführt und herausgefunden, dass es etwa in Genf oder Lausanne bereits Gesundheitsstellen für Unterprivilegierte gibt. In Freiburg aber hatten beispielsweise Obdachlose, illegal Ansässige, aber auch gewisse betagte oder junge Leute bisher nicht immer Zugang zur medizinischen Grundversorgung.»

Dass hier tatsächlich ein Bedürfnis bestehe, hätten die vergangenen Wochen deutlich gezeigt, so Simoes. Seit der Eröffnung der Beratungs- und Behandlungsstelle «Fri-Santé» habe es etwa 40 Konsultationen gegeben. Unter den Patienten befänden sich gleichermassen Schweizer und Ausländer, Männer und Frauen. Ihre gesundheitlichen Probleme seien sehr unterschiedlich: Das Spektrum reiche von der schwangeren Frau ohne Betreuung bis zum Patienten mit Atemwegserkrankung, der seine Medikamente nicht mehr bezahlen könne.

Kostenlose Medikamente

Wenn nötig, werden die Patienten von der Krankenschwester an einen der 15 Vertrauensärzte vermittelt, die mit «Fri-Santé» zusammenarbeiten. Kostenlose Medikamente erhält die Institution von einem Netz aus Freiburger Apothekern, die zurückgebrachte Arzneimittel sammeln und verteilen («Pharmacies du coeur»).

Ist eine Arztkonsultation notwendig, wird von den Patienten je nach ihrer finanziellen Situation ein symbolischer Beitrag verlangt. «Wir bemühen uns, in jedem einzelnen Fall gemeinsam eine Lösung zu finden», betont Susana Simoes.

Unterstützung vom Kanton

Mit dem bisherigen Verlauf der Dinge zeigt sich die Koordinatorin sehr zufrieden. Immer mehr Leute würden die Dienste von «Fri-Santé» in Anspruch nehmen. «Leider», fügt sie hinzu, denn dies zeige auch, welch grosse Bedürfnisse hier bestünden.

Finanziert wird das Projekt inklusive Personal und Logistik von «Ärzte ohne Grenzen». Die kantonale Gesundheitsdirektion kommt für die Miete der Räumlichkeiten auf und hat «Fri-Santé» als Gesundheitsinstitution anerkannt.

«Fri-Santé», Guillimanngasse 12, Freiburg. Telefon: 026 341 03 30. Öffnungszeiten: Mo. und Fr. 10 bis 14 Uhr, Mi. 15 bis 19 Uhr.

Mehr zum Thema