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Ärztemangel macht neues Modell notwendig

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Ärztemangel macht neues Modell notwendig

Ambulante ärztliche Notfallversorgung im Sensebezirk wird neu organisiert

Wer in Abwesenheit des Hausarztes, nachts oder übers Wochenende im Sensebezirk dringend auf einen Arzt angewiesen ist, kann ab Neujahr die Nummer 026 418 35 35 wählen. Am anderen Ende der Linie wird sich ein Arzt melden.

Autor: Von ARTHUR ZURKINDEN

Im Sensebezirk hat ein Allgemeinpraktiker durchschnittlich 1647 Einwohner zu versorgen. «Das ist sehr viel», hält Franz Engel, Präsident der Sensler Ärzte, fest. Überfüllte Arztpraxen und lange Wartezeiten sind keine Seltenheit. Dies bedeutet für die Hausärzte lange Arbeitstage. «Wenn der Hausarzt auch gleichzeitig für den Notfalldienst zuständig ist, nachts vielleicht mehrmals aufstehen und ausrücken muss, um am nächsten Tag wieder frühmorgens in der Praxis Patienten zu empfangen, ist dies eine grosse Belastung», fährt Engel fort.Das Reglement des Staatsrates sieht deshalb eine Reihe von Fällen vor, welche die Ärzte von der Verpflichtung der Notfallversorgung entbindet. Dies trifft z.B. bei Ärzten über 60 Jahre zu. Aber auch Ärzte, die selber gesundheitliche Probleme haben, ein politisches Mandat ausüben usw., können sich vom Notfalldienst dispensieren lassen. «Laut Reglement müssten sich im Sensebezirk noch ein halbes Dutzend Ärzte für die Notfallversorgung zur Verfügung stellen», gibt Engel zu verstehen. Seiner Ansicht nach würde diese zusammenbrechen, würde nicht gehandelt.

Verstärkte Zusammenarbeit mit dem Spital Tafers

Um einen Zusammenbruch zu vermeiden, haben nun die Sensler Ärzte ein neues Konzept ausgedacht und dabei die vermehrte Zusammenarbeit mit dem Spital Tafers gesucht. Neu ist, dass nun die beiden bisherigen Kreise zu einem gemeinsamen, den ganzen Sensebezirk umfassenden Dienstkreis zusammengelegt werden. Ein einziger Hausarzt leistet den Notfalldienst für den ganzen Bezirk. Als Notfallnummer gilt einzig die 026 418 35 35.Zwischen 8.00 und 20.00 Uhr gelangt der Anruf direkt an den Notfalldienst leistenden Hausarzt. Dieser kann vielleicht am Telefon helfen, kann eine ambulante Konsultation in seiner Arztpraxis vornehmen, eventuell die Ambulanz bestellen oder muss notfallmässig ausserhalb der Praxis intervenieren, inkl. Notfall-Hausbesuch. «Tagsüber wird der Notfallarzt vor allem kontaktiert, wenn der Hausarzt in den Ferien weilt oder eine Weiterbildung absolviert», ergänzt Engel.Zwischen 20.00 und 8.00 Uhr gelangt der Notruf an den Dienstarzt des Spitals Tafers. Auch dieser kann das Problem vielleicht am Telefon lösen. Sind die hilfesuchenden Personen in der Lage, das Spital Tafers aufzusuchen oder sich dorthin führen zu lassen, so wird eine ambulante Konsultation auf der Notfallstation des Spitals vorgenommen. «Schon heute begeben sich viele in Notfällen direkt ins Spital Tafers», bemerkt Engel. Auch der Dienstarzt des Spitals Tafers kann die Ambulanz bestellen. «Benötigt aber eine hilfesuchende Person einen Hausbesuch des Arztes, so bietet der Dienstarzt des Spitals Tafers den diensttuenden Notfallarzt auf», erklärt Engel und gibt somit zu verstehen, dass die Notfallärzte auch weiterhin nachts Hausbesuche machen und diese nicht vom Dienstarzt des Spitals Tafers übernommen werden können.

Erhebliche Entlastung

Der Präsident der Sensler Ärzte ist aber überzeugt, dass sich die Zahl der nächtlichen Hausbesuche für den diensttuenden Notfallarzt dank diesem Modell in Grenzen halten wird und dies eine erhebliche Entlastung für ihn bedeutet. «Deshalb sind 22 Ärztinnen und Ärzte bereit, sich am ambulanten Notfalldienst zu beteiligen, auch solche, die über 60 Jahre alt sind oder die ihren Arztberuf nur als Teilzeitjob ausüben», fügt er bei, zumal der Notfallarzt täglich wechselt.

Eine Testphase

Das neue Modell wird nun laut Engel während sechs Monaten getestet. «Anfang Juli 2007 wird von allen Beteiligten eine Standortbestimmung durchgeführt und über das weitere Vorgehen entschieden», sagt Engel.

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