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Atemberaubendes Freiklettern an den Gastlosen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Walter Buchs

Jaun «Ich war so fasziniert von dieser Wand, dass ich alles unternommen habe, um sie auf der schwierigsten Linie zu bewältigen.» Dies sagte der aus dem Tessin stammende und in Genf wohnhafte Berufskletterer Giovanni Quirici über die Pfadflue in der Gastlosenkette an einem Pressegespräch in Bulle. Am Abend des 1. August 2010 hatte der 32-jährige Berufskletterer nach sieben Stunden in der Wand die als äusserst schwierig eingestufte und rund 320 Meter hohe Route «Yeah Man» überwunden. Er ist der Erste überhaupt, dem dieser körperliche und technische Exploit an einem Tag im Freiklettern gelungen ist, von einem Partner gesichert.

Vor wenigen Jahren hat Giovanni Quirici erstmals in den Gastlosen geklettert, dies zusammen mit dem in Genf ansässigen Bergführer Guy Scherrer, der die Route «Yeah Man» vor rund zehn Jahren zusammen mit François Studenmann, dem damaligen Hüttenwart des Soldatenhauses, ausgerüstet hatte. «Ich war von dieser eindrucksvollen Bergkette sofort begeistert. In dieser Umgebung zu klettern, ist ein phantastisches Erlebnis.»

Im Sommer 2009 machte er sich erstmals an die Route, die neun Seillängen mit Schwierigkeitsgraden zwischen 7a und 8b+ umfasst (FN vom 17. Juli 2009). Beim vierten Versuch im lezten Sommer gelang ihm das Kunststück – vom Kameramann Erard Wendenbaum, der den Aufstieg an einem parallel installierten Kabel machte, filmisch festgehalten.

«Die Herausforderung an dieser extrem anspruchsvollen Wand ist, dass der schwierigste Teil erst gegen Schluss, in der zweitletzten Seillänge, kommt», sagt Quirici. In den vertikalen Abschnitten sei der Kalk sehr glatt. Es gebe nur ganz wenige Haltemöglichkeiten, insbesondere für die Füsse. Solch anspruchsvolle Kletterwände gebe es in der Schweiz nur drei bis vier.

«Wie man den Gipfel erreicht, ist ebenso wichtig wie das Erreichen des Gipfels selber», sagt er. Das Faszinierende an der Extremkletterei sei, dass man die Möglichkeiten von Körper und Geist verbinde und diese voll auslote. Der kleinste Zweifel am Erfolg sei bereits der Anfang des Misserfolgs.

Jaun Tourismus lädt zur Uraufführung des Films, in dem sich Kletterpassagen mit Kurzinterviews abwechseln. Der Berufskletterer zeigt zudem einen Kurzfilm über Exploits in Kirgistan. «Mit diesem Film von Quirici gehören die Gastlosen definitiv zum Markenzeichen der Region», sagt Jean-Marie Buchs, Jauns Tourismusleiter.

Schulhaussaal Jaun. Fr., 3. Dez., 20 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.

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