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Auch am 70. Feldschiessen gut in Schuss

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«Ganz egal, wie gut ich und meine Brüder auch geschossen haben–an die Leistungen unseres Vaters sind wir in all den Jahren an keinem Feldschiessen herangekommen.» Erzählt Marius Boschung von der ungebrochenen Leidenschaft seines Vaters Eduard für den Schiesssport, dann tut er das mit Bewunderung. Wenn der 88-jährige Eduard Boschung Ende Mai in Heitenried am Feldschiessen antritt, wird er zum 70. Mal um den Titel des Schützenkönigs schiessen–so häufig wie kein anderer Sensler Schütze vor ihm. Nur die erste Austragung des traditionsreichen Wettkampfes 1946 in Heitenried hat er nicht vor Ort miterlebt.

Die Kameradschaft zählt

Daran, wie seine langjährige Schützenkarriere ihren Anfang nahm, erinnert sich der Rentner aus Zumholz, als wäre es erst gestern gewesen. «Meine Freude am Schiessen wurde schon in jungen Jahren geweckt», schwelgt Eduard Boschung in Erinnerungen an seine Zeit als Jungschütze. Dass ihm das Talent für den Schiesssport in die Wiege gelegt wurde, bezweifelt er jedoch: «Weder Vater noch Grossvater haben sich etwas aus dem Schiessen gemacht.» Es sei viel eher die Kameradschaft gewesen, die ihn damals begeistert habe, sagt er: «Das Zusammensein mit der Gruppe habe ich immer am meisten geschätzt.»

Es erstaunt denn auch nicht, dass das Mitglied der Schützengesellschaft Plaffeien-Brünisried–vor der Fusion der beiden Vereine war Boschung erst in Plaffeien und dann in Brünisried aktiv–die Ausgabe von 1985 in Giffers als sein schönstes Feldschiessen bezeichnet. Als erfolgreichste Sektion gewann Brünisried in diesem Jahr die Wanderfahne zum zweiten Mal. «Obwohl viele von uns am nächsten Morgen früh zur Arbeit mussten, haben wir die ganze Nacht gefeiert.»

Das war nur einer von vielen Höhepunkten in seiner langen Schützenkarriere. Denn auch in der Rekrutenschule und an zahlreichen kantonalen und eidgenössischen Schützenfesten, Gruppenmeisterschaften und Jubiläumsschiessen erzielte Eduard Boschung gute Resultate. Beim 125-Jahr-Schiessen der Feldschützen Frutigen etwa setzte er sich 1985 mit der Höchstpunktzahl gegen 2238 Schützen durch.

Sein allererstes Sensler Feldschiessen bestritt Eduard Boschung im Alter von 20 Jahren 1947 in Plaffeien. Und dies sogar eher unfreiwillig: Als Zuschauer ohne eigenes Gewehr angereist, habe ihn ein Schützenkollege vor Ort spontan dazu überredet, das Programm mit dessen Waffe zu absolvieren, erklärt der Vater von zwei Töchtern und vier Söhnen. Prompt reichte es ihm zum Gewinn des kantonalen und des eidgenössischen Kranzes.

Schnee im Sommer

Der pensionierte Baumaschinenführer aus Zumholz ist über all die Jahrzehnte Feuer und Flamme geblieben für das Feldschiessen. Seit seiner Premiere 1947 hat er keine einzige Ausgabe verpasst. Das zeigt sich besonders eindrücklich in seiner Erfolgsserie: Lediglich an zwei Feldschiessen in 70 Jahren hat es Eduard Boschung nicht zur eidgenössischen Karte gereicht. Mehrere Male erzielte er 68 und 67 von 72 möglichen Punkten. Die Krone des Schützenkönigs blieb ihm dabei aber verwehrt: «Es gab immer Schützen, die bessere Resultate erzielten als ich.» Traurig sei er deswegen jedoch nicht: «Bei einem Feldschiessen steht anderes im Vordergrund.»

Wie schön, aber auch wie intensiv es ist, einen solchen Anlass durchzuführen, konnte Eduard Boschung mehrere Male hautnah miterleben. Für verschiedene Feste, das letzte im Frühling 1994 in Brünisried, erstellte er den Feld- und Scheibenstand. Dabei erlebte er auch Kurioses – etwa am Schiessen von 1961 in Brünisried, als der im Frühsommer stattfindende Anlass wegen Nebel und starken Schneefällen unterbrochen werden musste. «Es ist schön, dass am Feldschiessen noch immer geschossen wird wie vor 70 Jahren.» Sonst habe sich der Anlass in dieser Zeit aber stark verändert: «Alles ist viel grösser geworden.» Das sei gerade für die Veranstalter nicht nur einfach. «Noch grösser werden sollte das Fest nicht mehr.» Was dazu beigetragen habe, dass er bis ins hohe Alter fit geblieben sei und sich auch mit 88 Jahren noch immer den Karabiner mit Jahrgang 1931 umhängen könne, wisse er nicht. «An einer besonderen Ernährung liegt es jedenfalls nicht», sagt Eduard Boschung und lacht herzhaft. «Wahrscheinlich hatte ich einfach nur Glück.»

Zum Programm

Die Höhepunkte des Feldschiessens

Was wäre ein Feldschiessen ohne buntes Rahmenprogramm? Auch die diesjährige Ausgabe des Grossanlasses in Heitenried wartet mit einigen Höhepunkten auf. Bereits morgen Samstag, im Rahmen des Vorschiessens, kommt ein erstes Mal Feststimmung auf: Airwin’s Big Band und die Stromstoss-Örgeler beehren ab 20.30Uhr die Festzelt-Bühne. Der Festbetrieb läuft bis drei Uhr morgens. An Fronleichnam, dem 26. Mai, findet auf dem Festareal dann das traditionelle Lotto statt. Am Freitag und Samstag, 27. und 28. Mai, spielt abends das Trio Wolkenbruch aus Österreich zum Tanz auf. Danach sorgen im Barzelt DJs für Partystimmung bis um drei Uhr morgens. Der Sonntag, 29. Mai, steht ganz im Zeichen des Festgottesdienstes und des Festbanketts. Am Sonntagabend geht das 71. Sensler Feldschiessen mit der Rangverkündigung zu Ende. mz

 

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