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Auch auf dem Eis das Fundament legen

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Mit dem Auswärtsspiel vom 13. September in Biel beginnt für Gottéron die letzte Übergangssaison, ehe das ausgebaute und modernisierte Stadion im St. Leonhard im Herbst 2020 bezugsfertig sein wird. Mit der neuen Infrastruktur – auf der Homepage des Clubs kann seit gestern das neue Interieur mittels eines 3D-Rundgangs erkundet werden – steigen die Freiburger, was den Komfort und die Gastronomie betrifft, zur Crème de la Crème der National League auf. Demgegenüber soll das Produkt «Eishockey» nicht abfallen. Denn nur mit einem sportlich erfolgreichen Gottéron wird es gelingen, die neu 8500 Tribünenplätze zu besetzen. «Wir arbeiten schon seit langer Zeit an den Rahmenbedingungen, damit wir ambitioniert in die Saison 2020/21 steigen können», sagte Raphaël Berger gestern anlässlich der traditionellen Medienorientierung vor dem Saisonstart. Der Freiburger Generaldirektor ist wie die gesamte Vereinsleitung damit beschäftigt, parallel zum bevorstehenden Championat die langfristige Vision des Clubs aufzugleisen.

Alle Logen verkauft

Kern dieser Planungen sind selbstredend die grösseren finanziellen Möglichkeiten – insbesondere über das Marketing –, die mit dem rundum erneuerten Stadion einhergehen werden. Die Vorzeichen stehen gut, dass der Verein seine anvisierten Ziele erreichen kann. «Sämtliche Logenplätze konnten bereits verkauft werden», freute sich der im Juli zum neuen Präsidenten gewählte Hubert Waeber. Die Vermietung von Werbeflächen auf den neuen LED-Screens und auf dem imposanten Anzeigewürfel hoch über dem Eis lief für die Freiburger ebenfalls erfreulich positiv an. «Wenn wir gut in die Saison 2019/20 starten, werden wir diesbezüglich weiterhin schnell vorwärtsmachen, genau gleich wie bei den letzten Sitzplätzen, die noch zu haben sind», erklärte Waeber, der die gleichzeitige Planung von zwei Saisons als herausfordernd bezeichnet.

Im Minimum eine Million Franken mehr soll Sportdirektor Christian Dubé zur Verfügung stehen, damit Gottéron im nächsten Jahr mit einem möglichst schlagkräftigen Team in die fertiggestellte Eishalle einziehen kann. «Einen ersten Teil des erweiterten Budgets konnten wir Dubé schon freigeben. Nach der Vorstandssitzung von übernächster Woche wird eine Version zwei definiert, und bis zum Frühling, wenn wir mehr Zahlen kennen und die Auslagen endgültig festgelegt sind, wird es die Versionen drei und vier geben», gab Waeber die Marschroute vor.

Eine Million mehr für Dubé

«Ich weiss ungefähr, mit welchen Budget ich für die Saison 2020/21 operieren kann», bestätige Dubé gestern. Mit jeder Erhöhung seines Etats hoffe er, mehr daraus machen zu können. Einfach sei das aber trotz des dickeren Portemonnaies nicht. «Die besten Schweizer Spieler sind teuer, zumal meist bis zu neun Teams hinter dem gleichen Spieler her sind.» Genau gleich wie der Club beim Akquirieren neuer Sponsoren auf das modernisierte Stadion setzt, tut es Gottérons Sportdirektor auf dem Transfermarkt. «Das ist einer der Aspekte, den die Spieler in Betracht ziehen.» Viktor Stalberg etwa sei zuerst alles andere als begeistert davon gewesen, auf einer Baustelle zu spielen. Die Aussicht auf die zweite Saison in der nigelnagelneuen Eishalle hätten den Schweden dann aber überzeugt.

Dubé, der längst mit potenziellen Zuzügen Kontakt aufgenommen hat, hat ein klares Bild davon, wie seine Equipe für die Meisterschaft 2020/21 aussehen soll. «Sicher ist, dass ich immer einen Topspieler zwei durchschnittlichen Spielern vorziehen werde. Aber wie gesagt: Von diesen Spielern gibt es nicht viele – und sie sind extrem teuer.» So hätte ihn der Zuger Lino Martschini interessiert. «Aber aufgrund der Gehaltsvorstellungen kam es erst gar nicht zu Diskussionen, so wie es zuletzt bereits bei Luganos Grégory Hofmann der Fall gewesen ist. Du merkst ziemlich schnell, was möglich ist – und was eben nicht.»

Top 8 in den Special Teams

Derweil Dubé also schon am Kader für die übernächste Saison bastelt, steht zuvor Wiedergutmachung im vor der Tür stehenden Championat an. «Nach der enttäuschenden letzten Saison sind natürlich die Playoffs das Ziel.» Um diese Vorgabe zu erreichen, habe er eine kämpferische Mannschaft auf die Beine gestellt. «Insbesondere zu Hause wollen wir wieder dominant auftreten. Die Gegner sollen es hassen, in Freiburg spielen zu müssen.»

Während Gottéron defensiv wie letzte Saison wieder zu den Top 4 der Liga gehören soll, erwartet Dubé eine signifikante Verbesserung was die Special Teams betrifft. In diesen waren die Freiburger zuletzt unterirdisch. «Im Power- und Boxplay müssen wir in der kommenden Meisterschaft zu den Top 8 zählen. Mit den vier neuen Ausländern gibt es keine Entschuldigung, wenn wir dieses Ziel nicht erreichen sollten.»

Schwachpunkt knappes Kader

Mit Ryan Gunderson, Daniel Brodin, David Desharnais und Stalberg hätten zudem die Leader eine ganz andere Qualität als noch letzte Saison, erklärte Dubé. «Die Mannschaft ist sehr sensibel dafür, was auf dem Eis passiert. Jim Slater oder Laurent Meunier waren zwar Leader, hatten aber nicht die spielerische Klasse. Das Wort in der Kabine zu ergreifen, ist das eine, das Spiel zu machen und seinen Job auf dem Eis zu erledigen, das andere.»

Dubé ist überzeugt davon, dass die Mannschaft alles mitbringt, um Erfolg zu haben. Nun muss sie liefern. Das gelte auch für Trainer Mark French, der nach der verpatzen letzten Saison vermehrt unter Druck stehe. Die einzige Schwachstelle sieht Dubé in der Breite des Kaders. «Ich hätte gerne mehr Spieler, aber das ist eine Frage des Budgets. Ich habe die Qualität der Ausländer erhöht, dieses Geld fehlt nun anderswo. Doch so erfreulich, wie das Team in der Vorbereitung gespielt hat, gibt mir meine Wahl recht.»

Saison 2019/20

4500 Abonnemente wurden bisher abgesetzt

An der gestrigen Medienorientierung informierte Gottéron über weitere Punkte, die das Sportliche und das Administrative betreffen. Eine Übersicht.

 

Rollen im Vorstand verteilt: Neuer Vize-Präsident von Gottéron ist Yvan Haymoz, der sich vorab um die Finanzen kümmert. Die weiteren Vorstandsmitglieder Philippe Henguely (Marketing), Sébastien Dorthe (Infrastruktur, Sport und Ausbildung), Pascal Gross (Merchandising, Events), Stéphane Schlaeppy (Gastronomie), Slawa Bykow (Sportliches, Botschafter) und Präsident Hubert Waeber (interne Organisation, Fanclubs) haben ebenfalls ihre Bereiche definiert.

Gastronomie: Aufgrund der fortlaufenden Umbauten der Eishalle wird ein Grossteil der Gastronomie während der Partien weiter in die Festhalle ausgelagert. Dennoch werden im Stadion bereits sechs neue Buvetten in Betrieb sein, allerdings noch als Provisorien.

 

Sitzplätze ausverkauft: Wie in den Jahren zuvor sind für die Saison 2019/20 alle verfügbaren Sitzplätze per Saisonabonnement weg. Insgesamt konnten bisher 4500 Saisonabonnemente bei einer Kapazität von 6500 Plätzen abgesetzt werden. Das entspricht den Zahlen aus dem Vorjahr.

 

Schweizer Cup: Gottéron nimmt den Cup laut Christian Dubé in dieser Saison ernst. Wegen der Bauarbeiten fände allerdings nur ein allfälliger Final im eigenen Stadion statt.

 

Zielsetzung Junioren: Nachdem die Elite-A-Junioren letzte Saison den Abstieg nur in extremis hatten verhindern können, ist für diese Saison der Einzug in die Playoffs das Ziel, wie der Nachwuchsverantwortliche Gerd Zenhäusern erklärte. Auch für die Elite-U17 lautet die Vorgabe Playoff-Qualifikation. Diese wurde übrigens mit dem Talent Label von Swiss Ice­hockey versehen, das Nachwuchsprogramme und -strukturen auszeichnet.

 

Training mit dem Fanionteam als Anreiz: Nach Einzelgesprächen mit Arbeitgebern und Schulen erhalten neun Junioren die Freigabe, um mit der ersten Mannschaft trainieren zu können. Fix sind in jedem Training des Fanionteams zwei Junioren der U20 oder U17 dabei. Diese werden von ihren Trainern aufgrund der Leistungen im Training bestimmt.

 

Partnerteams: Gottéron pflegt Partnerschaften mit Ajoie (Swiss League), den Düdingen Bulls (Swiss Regio League) und Malmö (auf Juniorenstufe). So konnte diesen Sommer mit Timotée Schaller ein zweiter Freiburger nach Sandro Schmid in die Nachwuchsabteilung der Schweden wechseln.

fs

 

 

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