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Auch Doris Leuthard geht

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Doppelvakanz im Bundesrat: Nur zwei Tage nach Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) hat gestern auch CVP-Bundesrätin Doris Leuthard ihren Rücktritt aus dem Bundesrat bekannt gegeben.

Es war ein emotionaler Auftritt der scheidenden Bundesrätin vor den Bundeshausmedien. Leuthard kämpfte mit den Tränen und sagte: «Es gibt ein Leben nach dem Bundesrat.» Die 55-jährige Strahlefrau liess dabei durchblicken, dass sie in ihrem 13. Jahr in der Landesregierung auch ein wenig amtsmüde sei. Künftig will sie sich wieder mehr ihrem Mann und ihrer Familie widmen, die während ihrer Tätigkeit im Bundesrat oft zu kurz gekommen seien.

Im Moment stehe die Schweiz gut da, doch sie sei auch verletzlicher geworden, stellte Leuthard fest. Angesichts der immer komplexeren Fragestellungen und des oft unwägbaren aussenpolitischen Einflusses sei für die Schweiz Weitsicht in den kommenden Jahren besonders wichtig.

«Einzigartige Leitfigur»

Die CVP würdigte die Arbeit ihrer Bundesrätin: Sie sei «eine einzigartige Leitfigur» gewesen, eine der stärksten Persönlichkeiten der letzten Jahre im Bundesrat. SP-Fraktionschef Roger Nordmann sprach von einer Staatsfrau, die zurücktrete. Durch ihren Beitrag zur Energiewende, zum Ausstieg aus der Atomenergie und zur Stärkung der Infrastrukturen habe sie die jüngere Geschichte der Schweiz geprägt.

Nachfolgeregelung offen

Mit dem Doppelrücktritt gibt es nun mehr Spielraum für die Nachfolgeregelung. Ins Zentrum gerückt ist dabei in erster Linie die Frauenfrage. Leuthard selber sagte, es brauche mehr Frauen im Bundesrat. Entscheidend seien die Qualitäten einer Person. Viele Frauen wiesen diese nötigen Qualitäten auf.

Bei der CVP fällt häufig ein Frauenname, nämlich jener der Walliser Nationalrätin Viola Amherd. Sie bringt als frühere Stadtpräsidentin von Brig Exekutiverfahrung mit. Ebenfalls im Gespräch ist die Baselbieter Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter.

Dank der Doppelvakanz können sich in der CVP auch männliche Kandidaten nun wieder mehr Hoffnungen machen. Genannt wird etwa der Name des Solothurner Ständerats Pirmin Bischof. Parteipräsident Gerhard Pfister hingegen hat sich gestern gleich aus dem Rennen genommen: Er sei Parteipräsident, nicht Kandidat.

So oder so wird die Frauenfrage die Ersatzwahl in der Wintersession prägen. Mindestens zwei Frauen dürften auch in der neuen Legislatur im Bundesrat sitzen, vielleicht drei.

vau/sda

Berichte Seiten 18 und 19

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