Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Auch für die Tickethändler sind die Gottéron-Niederlagen bitter

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: matthias fasel

Ein Stehplatzticket für ein Heimspiel von Gottéron gegen Servette kostet eigentlich 27 Franken. Doch wie das mit ausverkauften Events so ist, erhoffen sich einige Leute, auf dem Schwarzmarkt schnelles Geld zu verdienen.

Der deutliche Rückstand der Freiburger hat nun aber immerhin auch positive Seiten: Die Preise auf dem Schwarzmarkt sind deutlich gesunken. Am Freitagnachmittag wechselten auf Internet-Auktionsbörsen wie Ricardo und Ebay Tickets auch schon mal für dreissig Franken den Besitzer. Da hätten einige Gottéron-Fans gestern wohl sogar für die Telefonnummer von Brent Reiber mehr bezahlt.

Bis zu 100 Franken

Das sah in den vergangenen Tagen und Wochen noch anders aus. Egal, ob für die Viertelfinal-Spiele gegen Bern, das erste Heimspiel gegen Genf oder für das heutige Spiel (als die Ausgangslage für Freiburg noch nicht so düster war): Die Tickets gingen mal für 90, mal für 70, mal für 60, aber jedenfalls immer zu einem deutlich überteuerten Preis über den «Ladentisch». Aber auch vor dem Stadion selbst versuchten bei den letzten Spielen Einzelne, Tickets zu horrenden Preisen zu verkaufen. Im sechsten Spiel gegen den SCB bot ein Mann mittleren Alters zwei Tickets zum Preis von je 100 Franken an. Und er fand auch schnell zwei Käufer.

Sollte Gottéron in der Serie gegen Genf plötzlich eine Aufholjagd starten, würden wohl wieder solche Verhältnisse herrschen. Klar deshalb, dass sich auch der Club mit der Problematik auseinandersetzt. Präsident Daniel Baudin ärgert sich über Leute, die zu Lasten von Gottéron-Fans ihr Portemonnaie aufbessern. «Es ist eine Schande. Ich habe auch schon viele Mails von enttäuschten Fans erhalten.» Sie waren wütend darüber, dass sie keine Tickets erhalten haben, während andere übers Internet manchmal gleich zehn Billette anbieten können.

Bekämpfung ist schwierig

Natürlich ist es auch im Sinne des Clubs, dieses Phänomen zu bekämpfen. Auf seiner Homepage hat er diese Woche die Fans gebeten, mit inoffiziellen Verkäufern weder vor dem Stadion noch übers Internet in Kontakt zu treten. Viel mehr könne man momentan nicht machen, sagt Baudin. «Unser Ticketsystem ist an Ticketcorner angeschlossen. Deshalb können wir nicht so schnell etwas ändern.»

Sollte es zu einem dritten Heimspiel gegen Servette kommen, wird sich nicht viel ändern. «Wir könnten einzig die Anzahl Tickets pro Person weiter beschränken.» Für die ersten beiden Spiele erhielt ein Käufer maximal zehn Tickets, Baudin kann sich vorstellen, diese Zahl unter Umständen auf fünf zu reduzieren.

Keine Patentlösung für die nächsten Jahre

Aber auch für die nächsten Jahre wird der Club wohl über keine Patentlösungen verfügen. «Ob bei Konzerten, der Fussball-EM oder bei Tennis in Wimbledon: Schwarzmarkt gibt es überall.» In den Griff bekommt das Problem indes niemand so richtig. Selbst die grossen und mächtigen Fussballverbände mit ihren persönlichen Tickets nicht. «Für uns wäre dieses System ohnehin zu aufwendig und nicht kontrollierbar.»

Aber eigentlich ist das für den Club ja ein Luxusproblem. Spätestens beim ersten Spiel der nächsten Saison wird er dann auch bestimmt wieder froh sein um jedes Stehplatzticket, das er verkaufen kann. Und für diejenigen, die für allfällige Play-offs 2009 auf Nummer sicher gehen wollen, hat Baudin einen sicheren Rat: «Mit einem Saisonabonnement kann man auch in den Play-offs bei jedem Spiel dabei sein.»

Mehr zum Thema