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Auch im Sommer: Nicht ohne meinen Stock!

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Seit dem 4. Juli nehmen Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren dreimal pro Woche das ehemalige Wasserkraftwerk in der Mageren Au mit Puck und Stock in Beschlag. Die Indoor Hockey Academy in Freiburg ist die erste ihres Zeichens in der Schweiz. Das Training auf Kunsteis, das in Nordamerika und Skandinavien längst Einzug gehalten hat, soll nun auch hierzulande seinen festen Platz im Sommertraining der jungen Eishockeyspieler finden. «Die Kinder gehen im Sommer laufen, arbeiten an der Koordination und so weiter, aber das Erlernen der reinen Technik war bis anhin ein Manko», sagt Ludovic Chenaux, der Leiter der Indoor Hockey Academy.

40 Kinder haben sich für die Premiere der Academy, die von der Stiftung Jean Tinguely lanciert wurde, eingeschrieben. «Unsere Wunschzahl wäre 50 Einschreibungen gewesen. Wahrscheinlich fällt die Academy für einige doch zu sehr in die Ferienzeit. Dennoch sind wir mit der Beteiligung zufrieden.» 200 Franken sind für zwölf Trainings à 30 Minuten fällig, einzelne Trainings können für 20 Franken gelöst werden.

Begeisterte Kinder

Gestaltet werden die Trainingseinheiten jeweils von prominenten Coaches wie den Gottéron-Spielern Andrei Bykow, Killian Mottet oder Julien Sprunger. Am vergangenen Freitag übernahmen der Düdinger Christoph Bertschy, welcher der NHL-Organisation der Minnesota Wild angehört, Andrea Glauser (Gottéron, an Ajoie ausgeliehen) sowie der frühere Gottéron-Junior Luca Knutti die Rolle der Coaches. «Im letzten Jahr hatte ich bereits im Rahmen der Ochsner Hockey League in Davos und Freiburg mitgeholfen. Selber Kinder trainiert habe ich bisher aber noch nie», sagt Bertschy, der in der Mageren Au auf äusserst lernfreudige Kinder traf. «Es ist eine coole Sache. Die Kinder sind begeistert und machen mit. Sie sind wirklich sehr motiviert.» Auf dem Programm stehen verschiedene Kompetenzen: Schusstechnik, Stocktechnik, das richtige Passen–die Coaches nehmen sich Zeit, um dem Nachwuchs die richtigen Kniffe beizubringen. «Heute kamen auf die neun Kinder drei Coaches. Das ist optimal. So ist der Lerneffekt gross», erklärt Ludovic Chenaux.

Für Bertschy, der ein derartiges Angebot früher nicht hatte, ist die Indoor Hockey Academy eine ideale Möglichkeit, um an der Technik zu feilen. «Im Sommer auf einer ähnlichen Unterlage wie dem Eis trainieren zu können, bringt die Kinder sicherlich weiter. Die Stocktechnik ist mit jener auf dem Eis im Winter gut zu vergleichen.» Academy-Leiter Chenaux ist jedenfalls vom Konzept überzeugt. «Das Fortbestehen der Academy für das kommende Jahr ist gesichert. Ziel ist es aber, sie zu etablieren und weitere Standorte in der Westschweiz aufzubauen.» Den Kindern würde das gewiss gefallen. Trotz Sonne vor der Tür des alten Wasserwerkes gehen sie auch im Sommer mit Leidenschaft ihrem grössten Hobby nach.

 

 

Bertschy: Positive Zwischenbilanz

S eit letzter Saison steht Christoph Bertschy in der NHL-Organisation der Minnesota Wild, mit der er einen Dreijahres-Vertrag unterschrieben hat. In der Regel spielte der Düdinger aber in der AHL für das Farmteam Iowa Wild, wo er einer der Topskorer war. Das brachte Bertschy drei Aufgebote für NHL-Spiele ein. Im November gab er so gegen Tampa Bay sein Debüt in der besten Eishockeyliga der Welt. «Rückblickend fällt meine Bilanz für ein erstes Jahr positiv aus. Ich hatte nicht erwartet, drei NHL-Spiele bestreiten zu können. Aber natürlich hätte ich als ehrgeiziger Sportler noch gerne das eine oder andere Spiel mehr gehabt. Auch sonst habe mich gut eingelebt und das Hockey hier kennengelernt. Ich bin gespannt auf das zweite Jahr», sagt der 22-jährige Stürmer.

Das Stop-and-Go

Bertschy besitzt eine Ausstiegsklausel nach der zweiten Saison. «Wenn ich sehen sollte, dass es für mich überhaupt nicht reicht und ich nirgends stehe, wäre das eine Option. Aber aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Jahr denke ich bereits an das dritte Jahr. Doch man weiss nie, es kann mit Verletzungen oder Ähnlichem auch dumm laufen …» Er arbeite jeden Tag hart, um sein Ziel NHL zu erreichen. «Ich muss sicherlich noch mein Start-and-Stop verbessern. Das Spiel ist anders als in der Schweiz, wo du mit einem grösseren Radius den Speed holst.» Ansonsten seien die Trainer mit seiner körperlichen Entwicklung und der Spielintelligenz zufrieden gewesen.

Letzte Woche schloss Bertschy die Sportler-RS in Magglingen ab. Bald stehen einige Tage Urlaub an, ehe es wieder aufs Eis geht, womöglich mit seinem Ex-Klub SC Bern. Mitte September fliegt er wieder nach Übersee. fs

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