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Auch mit 60 noch dem Metal verfallen

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Autor: Pascal Jäggi

Als die meisten Leute noch aus dem Büro hetzten, versammelten sich einige hundert Personen bereits vor dem Forum in Granges-Paccot, um auf den bevorstehenden Abend anzustossen. Gestandene Männer mit schütteren Haaren und stattlichen Bäuchen hatten tief in der Altkleiderkiste gewühlt und die «Kutte» hervorgezaubert – Jeansjacken, die bis auf den letzten Fleck mit Aufnähern von Metallica, Slayer oder eben Judas Priest übersät waren.

Doch auch der Nachwuchs war präsent. Die Jüngsten darunter hätten zwar die Enkel der 1969 gegründeten britischen Metaller sein können (abgesehen vom jungen Schlagzeuger Scott Travis (47) liegt das Alter der Bandmitglieder bei 57-61 Jahren); dennoch sollten sie später die alten Klassiker der Gruppe genauso begeistert mitsingen wie die Fans, die noch Konzerte in den Achtzigerjahren miterlebt hatten. Beim Betreten der riesigen Halle des Forums nahm man als erstes den Grund für die Verschiebung des Ereignisses wahr: eine gewaltige Bühne, wie sie sonst eigentlich nur an Openair-Festivals zu sehen ist.

Nicht wenige Zuschauer warteten bereits gespannt auf die beiden Supporter Testament und Megadeth aus den USA (unübersehbar war dies auch aufgrund der Anzahl der Bandshirts der Zuschauer). Diese als Vorgruppen zu bezeichnen, ist mehr als ungerechtfertigt, sind sie doch ebenfalls Legenden auf dem Gebiet des Thrash Metal. Leider mussten beide schon sehr früh antreten und konnten auch nicht wirklich viele Stücke zum Besten geben. Als Anheizer für die Show des Abends taugten die Bands auf jeden Fall. Die Haare der Fans flogen und in den ersten Reihen wurde gefeiert, als ob das Konzert schon bald zu Ende wäre.

Das Publikum im Griff

Um 21 Uhr war es endlich soweit, der Vorhang fiel und gab den Blick frei auf ein riesiges Bild von Nostradamus, Titelgeber des letztjährigen Albums von Judas Priest. Unter ihm, aber immer noch ein paar Meter über dem Rest, thronte Drummer Scott Travis und gab den Rhythmus vor. An der Front standen die Gitarristen Glenn Tipton, K. K. Downing und Bassist Ian Hill und griffen in die Saiten. Schliesslich tauchte eine silbern gewandete Person aus dem Untergrund auf: Sänger Rob Halford schwang sein Zepter und legte mit «Prophecy» vom neuen Album los. Eine Begeisterung machte sich breit, die sich bis zum Schluss nicht legen sollte.

Grosse Zugabenshow

Gute 90 Minuten lang zogen die Metalgötter das Publikum in ihren Bann. Natürlich vergassen sie dabei nicht, weshalb die Fans nach Freiburg gekommen waren. Schon früh im Set rief Halford: «Breaking the what?». Die Antwort kam vielstimmig zurück: «Law!» Worauf die Band einen der wohl meistgecoverten Songs der Metal-Geschichte spielte. Eher langsame Lieder wie «Between the Hammer and the Anvil» wechselten sich ab mit harten Stücken wie «Painkiller». Vom letztjährigen Album blieb wenig übrig, nicht unbedingt zum Leidwesen der Fans.

Die Höhepunkte waren branchenüblich am Schluss dran. Durch eine Tür unter dem Schlagzeug brauste Halford, auf einer glänzenden Harley-Davidson sitzend, auf die Bühne. «Hell bent for Leather» war angesagt. Mit «The green Manalishi» und vor allem «You’ve got another thing coming» rundeten Judas Priest einen gelungenen Auftritt ab. Vielleicht war die Energie nicht mehr dieselbe wie vor 25 Jahren, aber das Publikum begeistern können die alten Herren immer noch, egal ob jenes dazumal noch nicht mal geboren war oder schon bald in Rente gehen wird.

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