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Auch Schwarzsee erhält sein Vertical

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Skitourenrennen boomen. Mit Steigfellen an den Skiern möglichst rasch einen Berg hinaufzueilen und auf der anderen Seite runterzufahren, das fasziniert die Massen. Bei der Pa­trouille des Glaciers – Höhepunkt für jeden Skitourenwettkämpfer – nahmen letztes Jahr rund 5000 Athletinnen und Athleten die 53 Kilometer und 4000 Höhenmeter von Zermatt nach Verbier unter die Bretter. 2000 weitere Wettkämpfer wurden aus Platz- und Sicherheitsgründen abgelehnt. Auch andere Klassiker wie die Gastlosen-Trophäe in Jaun oder die Trophée de Muveran im Wallis ziehen regelmässig Teilnehmer an.

Vertical-Race

Mitte Januar fand auf der Berra die 20. Ausgabe der «Nocturne» statt, morgen Freitag erhält nun auch der Schwarzsee seinen Skitourenwettkampf. Zu verdanken ist dies Thomas Rindlisbacher und Hugo Raemy. «Schon vor Jahren haben wir darüber diskutiert, wie schade es ist, dass es in Schwarzsee kein Skitourenrennen gibt», sagt Rindlisbacher. Die beiden passionierten Skitourenläufer haben deshalb mit ihren Lebensgefährtinnen ein Organisationskomitee gebildet und gemeinsam ein Rennen auf die Beine gestellt. «Die Idee geisterte schon länger in unseren Köpfen herum, bisher hatten wir aber nie den Rank mit den Kaisereggbahnen AG gefunden», erklärt Rindlisbacher. «Unter dem neuen Geschäftsführer Matthias Jungo steht man unserer Idee aufgeschlossener gegenüber und unterstützt uns dabei.»

Das erste Skitouren-Rennen in Schwarzsee ist ein sogenanntes Vertical Race. Im Gegensatz zu den typischen Wettkämpfen im Skibergsteigen handelt es sich beim Vertical Race um ein reines Aufstiegsrennen ohne Skiabfahrten. Die Strecke führt von der Talstation Riggisalp über die Rote Skipiste hinauf zum Berghaus Riggisalp. 1,8 Kilometer und 450 Höhenmeter sind dabei zu bewältigen. Der Start erfolgt um 19 Uhr. Ein Teil der Strecke wird mit Knicklichtern markiert sein, ansonsten suchen sich die Läufer mit Stirnlampen ihrem Weg durch die Dunkelheit.

«Klein anfangen»

Ein Rennen nur hinauf, ohne die anschliessende Abfahrt als krönender und verdienter Abschluss – ist das nicht wie ein leckeres Essen ohne Dessert? «Es sind organisatorische Gründe, warum wir uns für ein Vertical entschieden haben», erklärt Raemy. «Wenn wir nachts eine Abfahrt durchführen wollten, dann wäre dies sehr aufwendig in puncto Sicherheit. Wir bräuchten dafür sehr viele Helfer. So, wie wir es jetzt durchführen, kommen wir mit vier Streckenposten und insgesamt zehn Helfern aus.»

Klein anfangen und schauen, wie es sich entwickelt – so lautet die Devise der Organisatoren für ihre Premiere. «Bis Mittwochmittag hatten sich rund 80 Teilnehmer für das Rennen angemeldet», sagt Rindlisbacher. Der offizielle Anmeldeschluss sei zwar vorbei, aber da Nachmeldungen auch noch am Renntag vor Ort möglich seinen, rechne er mit 100 Startenden. «Wenn das eintrifft, sind wir sehr zufrieden.»

Anders als beim Inferno-Rennen La Berra–St. Silvester, bei dem für die Tourenskifahrer und Schneeschuhläufer in erster Linie der Plausch im Vordergrund steht, zählt beim Schwarzsee-Vertical auch die sportliche Herausforderung. Das Rennen zählt denn auch zur Wettkampfserie Coupe des Préalpes. «Wir hoffen, noch den einen oder anderen Crack wie Remi Bonnet (der Greyerzer ist U23-Weltmeister im Skitourenwettkampf, Anm. Red.) engagieren zu können», sagt Raemy. Es sei immer spannend, wenn man sich mit solchen Spitzenathleten messen könne. «Wenn man sieht, wie ein Bonnet in 15 Minuten auf dem Gipfel ist und man selber 35 Minuten braucht, dann macht das Eindruck.» Am letzten Wochenende bei der Gastlosen-Trophäe in Jaun war Bonnet am Start und hat zusammen mit dem Franzosen Gédéon Pochat gewonnen. «Ob er wegen 1,8 Kilometer bis nach Schwarzsee kommt, wird sich zeigen. Wir tun jedenfalls unser Möglichstes», verspricht Raemy.

Wettkampf und Plausch

10 000 Franken lassen sich die Organisatoren ihre Premiere auf der Riggisalp kosten. «Etwa die Hälfte davon entfällt auf unseren Gabentempel», sagt Rindlisbacher nicht ganz ohne Stolz. Allerdings sollen nicht nur die Schnellsten belohnen werden. «Uns ist es wichtig, dass neben dem sportlichen Kräftemessen auch der Spass seinen Platz hat. Bei den Plausch-Teams und beim Schneeschuhlaufen wird es keine Rangliste geben. Stattdessen erhält die Equipe mit den meisten Startenden einen Preis.» Das zahlenmässig grösste Team, das sich bis jetzt angemeldet hat, bestehe aus 13  Personen, verrät Rindlisbacher. «Gemeinsam die Riggis­alp hochlaufen, sich dabei amüsieren, oben ein Fondue essen und einen lustigen Abend verbringen, zählt genauso viel, wie gewinnen.»

Ob es dereinst eine zweite Ausgabe des Schwarzsee-Vertical gibt, steht noch in den Sternen. «Wir schauen, wie das Ganze bei den Leuten ankommt», sagt Raemy. «Dann ziehen wir Bilanz und entscheiden, ob es eine Fortsetzung gibt.»

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