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Auch Tiere machen Mittagsschlaf

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Auch Tiere machen Mittagsschlaf

Hunde und Katzen im Tierhotel «Dreamland» Courtion

Wenn Frauchen und Herrchen einmal ohne ihre Vierbeiner Ferien machen möchten, bringen sie ihre Tiere ins Tierheim, zum Beispiel zu Willy und Eliane Zwygart in Courtion. Seit fünf Jahren betreiben sie ihr «Tierhotel Dreamland».

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

In der Tierpension in Courtion muss kein Pöstler Angst haben um seine Waden und keine vorbeifahrende Velofahrerin in Panik geraten. Die zahlreichen Tiere der Familie Zwygart und die rund zwanzig Ferienhunde und zehn bis 15 Ferienkatzen sind wohlversorgt in ihren mit Zäunen abgegrenzten Quartieren. Die Büsis haben ihren Logenplatz im ersten Stock des 100-jährigen Bauernhauses. Von dort herab, aus der abgeschlossenen Terrasse, betrachten sie die Hunde im Parterre, sie haben damit ihr eigenes TV-Programm live. Die Hunde logieren im umgebauten Kuhstall in abgegrenzten Boxen, die zum Teil mit alten Kanapees und erhöhten Fress- und Schlafplätzen, inklusive Bodenheizung, ausgestattet sind. Allein oder zu zweit, je nach Temperament, sind die Hunde in ihren Zwingern. Am Morgen und am Nachmittag spielen die Tiere in ihren Aussengehegen. Über Mittag gilt für alle, für Katzen, Hunde und Tierpfleger Mittagsruhe.

Der Appenzeller «Wixy» und der braune Labrador «Sämi» kommen gut zurecht zu zweit. Wixy brilliert mit seiner schönen Stimme, Sämi wickelt die Besucher mit seinen sanften Augen um den Finger. «Kalif», der weisse Golden-Retriever-Rüde reklamiert, wenn die Besucherin zu wenig Streicheleinheiten gibt. «Hexli», die vorwitzige, dreifarbige Katze, liebt es, den Besuchern auf die Schulter zu springen und definitiv auf sich aufmerksam zu machen. Besonders laut fällt die Begrüssung von Fremden immer dann aus, wenn die Fresszeit naht.

Mit den Tieren gibt es nie Probleme

Eliane Zwygart, die auch Collie-Hunde züchtet, macht für die Hunde-Babys eine Extra-Kost: rohes Lammfleisch, Zwieback, Griessbrei und etwas Rahmquark gibt es bis etwa sechs Wochen, dann wird auf Hundefutter umgestellt. «Mit diesem Rezept habe ich bis jetzt bei allen Hunde-Babys Durchfall verhindern können – und sie lieben diese Kost», sagt Eliane. Für die Ferientiere und die eigenen Vierbeiner braucht es mehrere Tonnen Futter im Jahr. Die Hundebesitzer können für ihre Tiere auch eigenes Futter mitgeben, das kompliziert dann allerdings die Fütterungs-Rituale, ein Preisnachlass auf die Pension gibt es damit auch nicht.

Was sind die wichtigsten Anliegen der Tierhalter, wenn sie ihre Lieblinge jemandem anvertrauen? Sie wollen absolut sichergehen, dass ihr Tier nicht weglaufen kann, dass es gut versorgt wird und nicht von Kämpfen mit anderen Insassen aufgerieben wird. «Heimwehkrank wird praktisch kein Tier bei uns», erklärt Willy. Die Besitzer leiden seiner Ansicht nach mehr unter der Trennung. Manche Tränen würden vergossen, wenn Fifi sich schwanzwedelnd den Artgenossen zuwende oder sich die Katze, anstatt miauend der Besitzerin nachzublicken, sofort zum Kratzbaum begebe.

Mühe bereitet es den Zwygarts, wenn eine Familie unbedingt ein Haustier für die Kinder anschafft und nach wenigen Wochen entnervt das Tier im Tierheim abgeben will. «Kinder sind überfordert mit der Verantwortung für Tiere», meinen die Fachleute.

Mikrochip gibt Sicherheit

Es kommt immer noch vor, dass Katzen oder Hunde in der Ferienzeit ausgesetzt werden. Eine Strategie, um diesem Missstand zu begegnen, ist unter anderem das Implantieren eines Mikrochips unter die Haut der Tiere (s. Kasten). Ein ausgesetztes Tier kann mittels dieser Erkennungsmarke sofort seinem Besitzer zugeordnet werden. Tierärzte und Polizei haben Lesegeräte, die Nummer und Besitzernamen vergleichen können. Vom Januar 2006 an wird der Mikrochip für Hunde obligatorisch. «Das ist ein wichtiges Instrument, um verloren gegangene, durch Unfall verletzte oder ausgesetzte Tiere klar zu identifizieren», sagt ein Tierarzt aus der Region Freiburg. «Wir begrüssen diese Massnahme sehr, der Mikrochip ist eine gute Sache», meint auch Regula Schwarzenbach, Leiterin des Freiburger Tierschutzvereines.
Mikrochip schützt Haustiere

Der Mikrochip ist eine sterile, nicht reizende, reiskornkleine Glaskapsel mit einer Antenne, die lebenslang funktioniert. Die Tierärzte spritzen diesen am Hals unter die Haut des Tieres. Der Chip enthält einen Zahlencode, der auf der Datenbank von Anis (Animal Identity Service AG) in Bern registriert ist. Tierärzte, Tierheime, Polizei können im In- und Ausland den Halter damit ermitteln.

Vorteile des Chips sind: Besitzer von aufgefundenen, bei Unfall verletzten oder ausgesetzten Haustieren können ermittelt werden. Die Tiere müssen nicht mehr tagelang in Polizeistationen auf ihre Besitzer warten. Damit können auch Besitzer aggressiver Hunde erfasst werden; die Hundemarke kann ersetzt und die Kontrolle des Hundehandels erfasst werden. ess

Adressen: Anis AG, Morgenstrasse 123, 3018 Bern. Telefon 031 371 35 30, www. anis.ch, www.spafribourg.ch, www. Tierhotel-dreamland.ch.

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