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Auf dem Astaplatz in Tafers entsteht ein Martinshof und ein Jakobsplatz

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Zehn Gebäude, drei Ensemble und eine Art bauliche Hommage an das alte Tafers: So präsentiert sich das Siegerprojekt für die Überbauung des Asta-Areals. Es heisst «Wohnen beim Martinshof… Leben am Jakobsplatz».

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zehn Gebäude, drei Ensemble und eine Art bauliche Hommage an das alte Tafers: So präsentiert sich das Siegerprojekt für die Überbauung des Asta-Areals. Es heisst «Wohnen beim Martinshof… Leben am Jakobsplatz».

Die künftige Überbauung des grossen Areals östlich der Kirche ist eine Herzensangelegenheit für viele Taferserinnen und Taferser. Deshalb gab es in der Vergangenheit immer wieder emotionale Diskussionen, wenn es um eine geplante Überbauung ging. Auf dem rund 6300 Quadratmeter grossen Gelände sollen drei Nutzungen unter einen Hut gebracht werden: Wohnen im Alter, Räumlichkeiten für die Gemeinde, vor allem für Kinderbetreuungsangebote, sowie Platz für Gewerbe und andere Dienstleistungen.

Jetzt hat die Gemeinde Tafers den Sieger des Studienauftrags an vier Architekturbüros bekannt gegeben. Am Dienstagabend war die Vernissage der Ausstellung, die noch bis Ende des Monats dauert.

Die zehn Gebäude bilden drei Ensembles auf dem Asta-Areal und passen sich in die bestehende Dorfstruktur ein.
zvg

Neu und alt

Das Rennen hat das Düdinger Büro «hb architekten» mit «Wohnen beim Martinshof… Leben am Jakobsplatz» gemacht. Die zwei Örtlichkeiten im Titel des Projekts verraten schon einiges über das Konzept der Architekten Simon Gallasz, David Riedo und Manuel Zbinden: Sie sehen zwar neue Bauten vor, haben sich aber bei der Anordnung und Ausrichtung an alten Gegebenheiten orientiert.

Die Architekten des Siegerprojekts (v.l.): Manuel Zbinden, David Riedo und Simon Gallasz.
Imelda Ruffieux

Denn auf dem Asta-Areal stand von Mitte des 19. Jahrhundert bis in die 1970er-Jahre zwei Spitäler, das Frauenspital entstand 1870, das Männerspital 1885. Sie wurden nach dem Neubau auf dem Maggenberg zuerst anders genutzt, dann abgerissen. Heute steht einzig noch die ehemalige Wäscherei des Männerspitals – und dieses alte Gebäude, in dem zuletzt der Jugendraum untergebracht war, haben die Planer in ihre Überlegungen einbezogen.

Jakobsweg aufwerten

Zwei der drei Architekten sind in Tafers aufgewachsen und haben sich auch in anderer Hinsicht mit der Geschichte des Dorfes vertraut gemacht. Bevor die Kantonsstrasse Tafers-St. Antoni gebaut worden ist, bildete der historische Jakobsweg, vom Kirchweg her kommend, die Hauptverkehrsachse. Heute ist er praktisch nur noch Anfahrtsweg zum gekiesten Parkplatz. Dieser Weg soll im Projekt eine Aufwertung erhalten.

«Das Projekt zeigt sehr schön das Potenzial des Standorts: was gewesen ist, was aktuell ist und was werden könnte», sagte Jurymitglied Gabriela Mazza. Bei der Jury kamen auch die Verteilung der Nutzungen und die aussenräumliche Gestaltung gut an:

Es ersteht nicht ein Ort und eine Identität, sondern ganz viele neue Identitäten und neue Orte.

So könnte einst der neue Jakobsplatz aussehen.
zvg

Weiterhin drei Niveaus

Die Architekten haben die heutige leicht abschüssige Topografie des Geländes beibehalten. So sieht die künftige Überbauung drei Gebäude-Ensemble vor, bestehend aus zehn Gebäuden. Im obersten Teil sind vier einander zugewandte Gebäude vorgesehen, die alle durch einen Laubengang erschlossen sind. Darin sind rund 30 Alterswohnungen sowie Gemeinschaftsräume vorgesehen. In ihrer Mitte entsteht eine Art Lichtung, welche die Architekten anlehnend an das Pflegeheim Martinshof genannt haben. Die Nähe zur Pflegeeinrichtung ist nicht zufällig, denn es ist vorgesehen, dass beide Angebote Synergien nutzen, zum Beispiel mit einer neuen Küche für beide.

Die Gebäude im unteren Teil des Geländes sollen so angeordnet werden, dass ein Platz entsteht, wo einst der historische Jakobsweg durchführte: der Jakobsplatz. In den beiden untersten Gebäuden gegen die Strasse sind zum einen ein Restaurant vorgesehen, zum anderen Gewerberäume. Ihnen gegenüber und getrennt durch den Jakobsplatz soll künftig unter anderem die Spielgruppe Platz finden und der Esssaal für die ausserschulische Betreuung eingerichtet werden. Ihnen vorgelagert sieht das Projekt einen Aussensitzplatz sowie Spielplätze vor. In den Gebäuden im Mittelteil soll ausserdem die Kita ein neues Zuhause finden. Und in der alten Spitalwäscherei könnte ein Bastelraum oder eine Werkstatt untergebracht werden.

So könnte es auf dem künftigen Martinshof, dem Platz zwischen den Alterswohnungen aussehen.
zvg

Zwei Tiefgaragen

«Die Anordnung ist eine Reminiszenz zum alten Geviert, als noch die beiden Spitäler standen», sagt David Riedo. So ist denn auch das Gebäude im Mittelteil dem alten Astahaus nachempfunden. Mit ihrem Projekt haben die Architekten die Vorgaben der Gemeinde in Sachen Raumprogramm nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Die verschiedenen Nutzungen unter ein Dach zu bringen, bezeichneten die Architekten denn auch als schwierigste Hürde, die sie überwinden mussten. Als Parkmöglichkeit sehen sie zwei Tiefgaragen vor, eine bei den Alterswohnungen und eine im unteren Teil der Überbauung. «Eine der Vorgaben der Gemeinde war es, dass eine Etappierung des Projekts möglich ist», sagt Gemeinderat Yves Bürdel. Das gebe der Gemeinde die Möglichkeit zu bestimmen, was zuerst realisiert werden solle. Er betonte:

Beim Siegerprojekt handelt es sich um ein Richtplanprojekt.

Das heisst, dass die Pläne als Grundlage für die künftige Bebauung genommen werden und vor allem auch als Grundlage für den Detailbebauungsplan, der als nächster Schritt erarbeitet wird.

Gemeinde plant weiter 

Parallel dazu beginnt die Gemeinde gemäss Syndic Markus Mauron mit den Abklärungen über Prioritäten, Etappen und darüber, was die Gemeinde selber baut, was im Baurecht abgegeben wird und wer die künftigen Angebote betreiben könnte. Bei den Alterswohnungen beispielsweise sei man im Gespräch mit dem Pflegeheim St. Martin. Erst einmal ist er aber gespannt auf die Rückmeldung der Bürgerinnen und Bürger. Sie können ihre Eindrücke per QR-Code abgeben.

Rückblick

Asta-Platz ist seit Jahren ein emotionales Thema in Tafers

In den letzten Jahren ist in Tafers viel über die Zukunft des sogenannten Asta-Platzes gesprochen worden. Der Name ist nicht etwa die Abkürzung von «altes Spital Tafers», sondern stammt vom früheren Malermeister Arnold Stadelmann, der in den ehemaligen Spitalräumen seine Werkstatt hatte. 2017 hat die Gemeinde erstmals zu einem Workshop eingeladen, um Ideen für die künftige Gestaltung des Platzes zu sammeln. Daraus entstanden ein Leitbild und eine Strategie, verbunden mit einer Umzonung des Geländes und zwei Informationsanlässen. Ende 2020/Anfang 2021 hat sich eine Interessengruppe Asta-Areal gebildet, die über 300 Unterschriften gesammelt hat. Sie verlangte unter anderem eine Überprüfung der bisherigen Planung. Im Frühling 2021 nahm im inzwischen fusionierten Tafers eine Arbeitsgruppe die Arbeit auf. Ihre Aufgabe war es unter anderem, das Programm für einen Studienauftrag auszuarbeiten. Die Gemeinde hat in der Folge vier Architekturbüros eingeladen, ein Projekt auszuarbeiten. Die Gemeindeversammlung hat am Ende 2021 einen Betrag von 360 000 Franken für den Studienauftrag gesprochen. im

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