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Auf den Esel gekommen

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«Wir waren versessen», erinnert sich Kurt Müller. Zusammen mit seinem Freund Willi Doderer organisierte Müller 1959 die erste geführte Reise des Alpenvereins Dornbirn (Österreich) nach Korsika – der Beginn des Feriendorfs «Zum Störrischen Esel», das heuer seinen 60. Geburtstag feiert.

Willi Doderer reiste bereits 1955 nach Korsika, obwohl ihm davon abgeraten worden war. Es würden ihn da ohnehin nur Disteln und Schlangen erwarten, hiess es. Doch die Schönheit der Mittelmeerinsel sprach sich auch in Österreich herum: 1959 führten Doderer und Müller erstmals eine Reisegruppe nach Calvi im Nordwesten Korsikas. «Die zweitägige Anreise mit Bus und Fähre war beschwerlich und abenteuerlich», erzählt Kurt Müller. Geschlafen wurde in Calvi in einem Pinienwäldchen in Zelten, Köchinnen versorgten die Gäste aus der Lagerküche. Doch die Österreicher (und bald auch Deutsche) suchten in Calvi genau das Abenteuer, nicht den Luxus. Der einfache Zeltplatz war der Stützpunkt, um die Insel zu erkunden, die Hügel und Berge waren bald nicht mehr sicher vor den Touristen. «Man wollte die Schönheit der Insel zeigen», erklärt Müller.

Der Andrang liess nicht nach, jährlich organisierten Doderer und Müller, später das Familienunternehmen Rhomberg Reisen, geführte Reisen. Aus dem Zeltplatz wurde ein Resort mit Bungalows, Zelten und einem Restaurant. «Die Reisenden waren von Anfang an wie eine Familie», erinnert sich Müller. «Da ist es üblich, dass die Leute nicht meckern, sondern mithelfen.» Diese Devise gilt auch heute noch – die Feriengäste werden miteinbezogen in die «Eselfamilie», sei es auf den zahlreichen Touren oder bei den Aktivprogrammen, wo Kinder und Erwachsene gleichermassen zum Mitmachen animiert werden. Auch im Restaurant oder in der «Spelunca» fühlt man sich willkommen, die Stimmung ist gelöst.

Aktivurlaub ist angesagt

Mitbauen müssen die Gäste heute nicht mehr. Früher halfen sie, den Zeltplatz zum mittlerweile sieben Hektar grossen Ferienresort auszubauen: Felder mussten gerodet werden, Küche und Sanitäranlagen wurden errichtet. Das schweisste die Eselfamilie zusammen. Zur Eselfamilie wurden die österreichischen Feriengäste auch nur, weil ein Gast ein junges Eselchen aus einem Dorf im Landesinnern anschaffte – sehr zum Missfallen der umliegenden Bevölkerung und der Zeltgäste. Denn natürlich erwies sich das süsse Eselchen nicht so leise wie gewünscht. So war auch der Name des Ferienresorts geboren.

Heute ist der Dorfesel nicht mehr ganz so laut, nur eine Statue vor dem Eingangsbereich erinnert noch an den Namensgeber des Resorts. Dahinter erstreckt sich ein weitläufiger Park, der sauber gepflegt ist und zum Verweilen einlädt. Im Schatten können die Feriengäste Pétanque spielen, sich ausruhen oder ein typisch korsisches Kastanienbier geniessen. Das Feriendorf will die Gäste auch dazu animieren, ihre Zeit im Freien zu verbringen, am besten in der wilden Natur Korsikas. Die Bungalows sind sauber, praktisch und «qualifiziert einfach», wie Müller sagt. Fernseher oder WLAN sucht man hier vergebens.

Aber wer will auch im Zimmer sitzen, wo das Meer in fünf Gehminuten zu erreichen ist? Das malerische Städtchen Calvi mit seiner Zitadelle aus dem 15. Jahrhundert bietet einen rund sechs Kilometer langen Sandstrand. Hier können sich Familien mit Kindern genauso wohlfühlen wie Aktivurlauber, die Wind und Wellen zum Wassersport nutzen. Der Strand ist flach abfallend und lädt zum Baden und Planschen ein. Wer es lieber gemütlich nimmt, wandert die Hafenpromenade entlang oder schlendert durch Calvis enge Gässchen mit den vielen Boutiquen und Bars.

Touren mit oder auf dem Esel

Zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto lässt sich das Hinterland von Calvi erkunden. Ein Besuch der ­malerischen Bergdörfer inmitten der ­Macchia lohnt sich ebenso wie eine Fahrt entlang der Klippen im Westen der Insel. Die Landschaft ist schlicht fantastisch.

Eine neue Art, die Landschaft zu erkunden, sind Eseltouren. Das ist das Feriendorf seiner Geschichte und seinem Namen ja auch schuldig. Die Touren starten von der Farm des Eselflüsterers Olivier Fondacci aus. 95 Esel weiden hier idyllisch fernab der Strassen und Dörfer. Nur ab und zu ist das laute «Iah» der Tiere zu hören – dann aber richtig! Die Touren dauern zwischen einer Stunde und mehreren Tagen, auch kleine Kinder dürfen mitreiten.

Fondacci gesteht sogar, dass seine Esel störrisch seien. Aber kein Grund zur Panik: Als einmal auf einer Tour ein Esel gar nicht mehr weiterwollte, reichte ein Anruf an Olivier Fondacci – und der Eselflüsterer sagte dem Esel per Telefon, wo es langgeht.

Die Reise erfolgte auf Einladung von Rhomberg Reisen.

«Wir waren wie eine Familie. Da ist es üblich, dass die Leute nicht meckern, sondern mithelfen.»

Kurt Müller

Gründer des Feriendorfs «Zum Störrischen Esel»

Tipps und Infos

Kinderfreundlicher geht es kaum

Nach Calvi geht es im Sommer mit einem Charterflug von Rhomberg Reisen direkt ab Zürich, in der Nebensaison ab Basel nach Ajaccio. Das Ferienresort «Zum Störrischen Esel» ist nur wenige Kilometer vom Flughafen Calvi entfernt, der Transfer ist inbegriffen. Wer noch im Juni bucht (bei mindestens zwei Vollzahlern), kann ein Kind bis elf Jahre gratis mitbringen. Von Mai bis September kommen Kinder ab vier Jahren in den Genuss eines umfassenden Programms: Basteln, Kasperlitheater, Sandburgen bauen, Eselrally, Schatzsuche usw. Für Jugendliche und Erwachsene stehen auf dem Areal verschiedene Sportplätze zur Verfügung; Aktivtouren und Ausflüge werden extra verrechnet.

vau

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