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Auf den Spuren der Digitalisierung des Nordens

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«Freiburg 4.0» ist das Motto, das sich Staatsratspräsident Georges Godel (CVP) für sein Präsidialjahr auf die Fahne geschrieben hat. Um dieses Thema zu vertiefen, hat sich der Staatsrat im Rahmen seiner jährlichen Reise ein ganz besonderes Ziel gesetzt.

Von Montag bis Mittwoch war nämlich der gesamte Staatsrat samt Kanzlerin und Vizekanzlern in Estland und Dänemark zu Besuch. Dies sind zwei Länder, in denen die Digitalisierung der Verwaltung besonders weit fortgeschritten ist.

Am Montag war die Freiburger Delegation in der estnischen Hauptstadt Tallinn zu Gast, am Dienstag und Mittwoch in Kopenhagen, wie Staatskanzlerin Danielle Ga­gnaux-Morel auf Anfrage sagte. Besucht wurden der Showroom von «E-Estonia», aber auch Repräsentanten aus den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit und Bildung.

Seit 1997 und 2001

«Das Ziel war, die Digitalisierung in diesen Ländern zu studieren, die uns in dieser Hinsicht weit voraus sind», so Ga­gnaux. Mit dem Resultat dieser Reise ist sie sehr zufrieden. «Es war eine sehr bereicherende Erfahrung», sagt sie.

In Estland sei die Digitalisierung der Verwaltung bereits 1997 eingeführt worden und umfasse alle Bereiche der Beziehungen zwischen Staat und Bürgern beziehungsweise zwischen Staat und Unternehmen. In Dänemark habe der Prozess etwas später begonnen, 2001. Hier gebe es eine nationale, digitale Identifikation, mit deren elektronischer Post sämtliche Kommunikation und sämtliche Zahlungen erfolgen.

«Viele Inspirationen»

«Es war wirklich sehr eindrücklich, zu sehen, wie fortgeschritten die Digitalisierung sein kann», so Gagnaux. Die Reise habe daher einen sehr wertvollen Input für Freiburgs Zukunft in Sachen «4.0» geliefert. «Es gab viele Inspirationen, auch wenn bei uns nicht alles eins zu eins umgesetzt werden kann», sagt die Staatskanzlerin. «Für so ein System braucht es allerdings den politischen Willen, kohärente Entscheidungen, finanzielle Mittel, Diskussionen und die entsprechende Ausbildung.» Für Estland sei dies alles umso bemerkenswerter, wenn man bedenke, dass das Land bis 1991 unter der Herrschaft der Sowjetunion gestanden habe und erst danach eine eigene Verwaltung buchstäblich aus dem Boden stampfen musste.

Botschafter getroffen

Sehr beeindruckt fand Ga­gnaux auch den Stellenwert des Fahrradverkehrs in Dänemark. 50 Prozent aller Kopenhagener benutzten das Fahrrad als tägliches Fortbewegungsmittel.

Aber auch die Geselligkeit sei nicht zu kurz gekommen. «Wir waren immerhin viel zusammen unterwegs, im Flugzeug, im Zug und auf dem Fahrrad», bemerkt Gagnaux dazu. Auch sei die Delegation von den beiden Schweizer Botschaftern in Estland und Dänemark empfangen worden. Regierungsvertreter dieser beiden Länder habe man nicht getroffen, wohl aber Vertreter der Verwaltung. Das Budget für diese Reise betrug laut Gagnaux 30 000 Franken.

Freiburg 4.0

«Nach und nach im Rahmen der kommenden Projekte»

Der Staatsrat ist sich bewusst, welche Bedeutung die Frage der Ausbildung im Rahmen des Projekts «Freiburg 4.0» hat. Dazu gehören auch die Führungsrolle und die Technologien, die geschaffen werden müssen und nötige Bestandteile des digitalen Wandels sind. Dies hält die Kantonsregierung in ihrer Antwort auf eine entsprechende Anfrage von Grossrat Michel Chevalley (SVP, Tatroz) fest.

Zwar sei es noch zu früh, um den Ausbildungsbedarf abzuschätzen, so der Staatsrat. Aber die Ausbildung dürfte zwei Schwerpunkte haben. Einerseits sei dies eine 4.0-Allgemeinbildung, die von der neuen Personalpolitik getragen werde, damit die Führungsrolle, die Kreativität und die Kundenorientierung gefördert werde. Andererseits handle es sich wohl um gezielte Ausbildungen, die an die neuen Verfahren angepasst seien. Diese Verfahren würden «nach und nach im Rahmen der kommenden Projekte» geschaffen.

Auch die Auswirkungen der «Revolution 4.0» auf die Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden können gemäss dem Freiburger Staatsrat derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Es müsse von Fall zu Fall im Rahmen der Projekte entschieden werden, welche organisatorischen, technischen und finanziellen Massnahmen nötig seien.

jcg

 

«Es gab viele In­spirationen, auch wenn nicht alles eins zu eins um­ge­setzt werden kann.»

Danielle Gagnaux-Morel

Staatskanzlerin

 

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