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Auf der Suche nach dem eigenen Stil

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Manchmal kommt es eben anders, als man glaubt: Von dieser Binsenweisheit kann der Freiburger Musiker Frédéric Oberholzer ein Liedchen singen. Vor gut acht Jahren verabschiedete sich der ehemalige Black-Cargoes-Frontmann vom Rock und machte sich auf zu neuen Ufern: Als Solokünstler wollte er sich neu erfinden und im Stillen und Einfachen sein Glück suchen. Auf seinem ersten Album unter dem neuem Namen Toronaut sollten voll und ganz seine melancholischen Texte und der schnörkellose Klang der Akustikgitarre im Zentrum stehen. «Von diesem ursprünglichen Plan ist heute jedoch nicht mehr viel übrig geblieben», sagt Oberholzer im Gespräch mit den FN.

Klangtüftler greift ein

Den entscheidenden Strich durch die Rechnung machte ihm damals kein Geringerer als sein Bruder Manuel Oberholzer, der unter dem Namen Feldermelder die hiesige Electronica-Szene prägt wie kaum ein anderer. Denn in seiner Rolle als Produzent des Toronaut-Erstlings «Hiss» von 2013 drehte der Klangtüftler dann doch etwas stärker an den Reglern und brachte seine eigenen Visionen in den Schaffensprozess ein. Am Ende entstand ein Album, das seinen grössten Reiz gerade aus der Kombination der gegensätzlichen Klangwelten der beiden generierte. Der Toronaut-Sound war geboren – und die Kooperation der Brüder endgültig besiegelt. «Solche Songs könnte ich nicht alleine schreiben», sagt Oberholzer. «Das schaffen wir nur zusammen».

Auch auf dem brandneuen Album «The Color Atlas» treibt diese familiäre Zusammenarbeit im Spannungsfeld von Pop, Folk und experimentellem Elektro weiter ihre Blüten: «Wir haben uns noch etwas mehr vom Herkömmlichen verabschiedet und haben stärker experimentiert», sagt Oberholzer. «Auf dem letzten Album haben wir unseren Stil entdeckt. Nun wollten wir die verschiedenen Varianten und Möglichkeiten davon ausloten.» Das Resultat dieser Selbsterkundung ist ein Album, das sich deutlich stärker in den sphärischen Gefilden der Feldermelder-Elektronik bewegt, den 4/4-Takt immer wieder kreativ zu umschiffen weiss und dennoch überraschend zugänglich bleibt. Das Filetstück ist der 15 Minuten lange Track «Grit», für den die A-Seite der Platte reserviert ist. Darin treffen repetitive ­Beats und hypnotische Loops auf Gesang und schlichte Gitarren-Einsprengsel.

Auch in der Folge wird es kaum einmal langweilig: Im Folgetrack «Sun» scheint sich der melancholische Gesang von Frédéric Oberholzer zunächst die Hauptrolle zurückerobert zu haben. Bis er schliesslich in einer Maschinerie aus elektronischen Effekten dekonstruiert wird.

Auf «Ghosts» wiederum schleichen sich subtile Anleihen aus der Weltmusik in die Komposition und sorgen für einen Hauch Exotik. Den Schluss macht «Metral» – ein sphärisches Klangkonstrukt der Marke Feldermelder.

Der perfekte Ort

Getauft wird das neue Album am Freitag, 1. Februar, im Bad Bonn (siehe Kasten). «Es gäbe keinen besseren Ort für die Plattentaufe», zeigt sich Oberholzer zufrieden. «Unser Sound erfordert zum Teil ein geduldiges Publikum, und das werden wir im Bad Bonn vorfinden.» Mit dem Live-Auftritt geht schliesslich auch die Suche nach den Möglichkeiten und Grenzen des eigenen Stils weiter: «Die Stücke werden auf der Bühne ganz anders klingen», betont Oberholzer. «Wenn wir auftreten, wollen wir nicht den Klang der Platte reproduzieren. Das wäre langweilig.» Mit dem ehemaligen Black-Cargoes-Drummer Grégoire Quartier im Gepäck sollen die Kompositionen noch etwas abwechslungsreicher werden und einen neuen Dreh erhalten. «Für uns war die Einsicht, dass wir unseren Sound auf der Bühne anpassen müssen, ein wichtiger Schritt in der Entwicklung», sagt der Toronaut-Kopf. «Wir müssen auf der Bühne wieder neu lernen, unsere eigenen Songs zu spielen.»

Informationen und Bestellung unter: www.toronaut.ch

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