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Auf der Suche nach dem richtigen Weg

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Welchen Weg wähle ich nun am besten, um in die Stadt zu gelangen? Diese Frage stellte sich gestern wohl mancher Autofahrer, der bisher über die Zähringerbrücke nach Freiburg gefahren war. Die FN sind am Morgen während gut eineinhalb Stunden durch die Stadt gekurvt und waren an den wichtigsten Verkehrsachsen stationiert. Die Resultate des Verkehrstests sind durchzogen:

Zähringerbrücke

Die Fussgänger freuen sich über die ruhige Zähringerbrücke: «Es ist wunderbar», sagt beispielsweise eine Spaziergängerin, die mehrmals am Tag mit ihrem Hund über die Brücke geht. «Am Schluss war es einfach furchtbar. Seit Jahren warte ich darauf, dass die Poyabrücke eröffnet wird.»

Für andere–wie Proeu Mao–macht es keinen Unterschied, ob die Brücke für Autofahrer gesperrt ist. Weil sie von Bürglen komme, parkiere sie das Auto immer auf der Schönberg-Seite und gehe dann über die Zähringerbrücke. «Ich bin erstaunt über die Ruhe. Bisher standen um diese Zeit die Autos auf der Brücke.» Welche Route sie allerdings einschlagen werde, um in die Stadt zu fahren, wisse sie noch nicht, das müsse sie testen. Die neue Verkehrssituation ist auch im Lebensmittelladen Chez Aeby Thema. «So ruhig wie jetzt ist es normalerweise nur um 5 Uhr morgens», sagt Besitzer René Aeby.

 Poyabrücke

Kurz vor 7 Uhr ist es auf der Poyabrücke und beim unterirdischen Kreisel ruhig, die Durchfahrt kein Problem. Eine halbe Stunde später staut sich der Verkehr bei der Fahrt von Schönberg Richtung St. Leonhard kurz vor dem unterirdischen Kreisel. Es dauert eine Weile, bis man bei der Ausfahrt auf der Murtenstrasse angelangt ist. Auf der Gegenfahrbahn hat es zwischen 7 und 8 Uhr kaum Verkehr.

Bernstrasse/Schönberg

Im Schönberg läuft der Verkehr zwischen 7 und 8 Uhr relativ ruhig. Gegen 7.30 Uhr, bei der Fahrt vom Grand-Pont-Kreisel Richtung Poyabrücke, staut sich der Verkehr leicht auf der Bernstrasse. Grund sind der Fussgängerstreifen vor der Primarschule und die Ampeln, die bei der Zufahrt auf die Poyabrücke den Verkehr regeln.

St. Leonhard/Agy-Ebene

Bis um 7.20 Uhr läuft der Verkehr von der Autobahnausfahrt Freiburg Nord in Richtung Stadtzentrum und Poyabrücke flüssig. Danach staut es heftig–und der Stau hält bis nach 8.30 Uhr an. Um 7.50 Uhr hat er seinen Höhepunkt erreicht und fängt auf der unterirdischen wie auf der oberirdischen Spur bereits bei der Tamoil-Garage an. Grund dafür sind die Ampeln bei der neu gestalteten Kreuzung General-Guisan-Allee/Murtengasse, wo vorher ein Kreisel war. Die Automobilisten sind erstaunt: «Ich komme zu spät zu meinem Termin um 8 Uhr, das ist mir noch nie passiert», sagt eine Lenkerin aus Düdingen. Eine Frau wartet ungeduldig an der Bushaltestelle vor dem ehemaligen Schlachthaus, wo sie täglich den Bus nimmt. Auch sie wird zu spät zur Arbeit kommen.

Juraquartier

Auf der General-Guisan-Allee, der St.-Theres-Strasse und der St.-Agnes-Strasse läuft der Verkehr gegen 7.30 Uhr relativ ruhig. Gelegentlich gibt es kurz Stau, hinter einem Bus oder wenn Schulkinder einen Fussgängerstreifen überqueren. Auf der Jurastrasse staut sich der Verkehr stadteinwärts, doch das ist das übliche Bild.

Murtengasse/Alpenstrasse

Als die FN zwischen 7 und 8 Uhr zweimal auf der Murtengasse und der Alpenstrasse fahren, ist es beide Male ruhig, es scheint nicht mehr Verkehr zu haben als bisher.

Unterstadt

Gegen 7.15 Uhr fahren die FN die Alte Brunnengasse hinab, durch die Unterstadt und beim Stadtberg hinauf. Es sind wenig Autos unterwegs.

Marly/Perolles

Um 7.45 Uhr geht auf der Strecke Marly in Richtung Freiburg fast gar nichts mehr: Stau oder stockender Kolonnenverkehr. Das Vorwärtskommen im Schneckentempo ist nichts Neues, um diese Zeit gibt es immer Rückstau von der Stadt her. Dieser ist einerseits auf die Schulkinder zurückzuführen, die die Fussgängerüberführungen beim Kreisel Jonction benützen. Andererseits auf die Studenten, die auf dem Unigelände Perolles 2 unterwegs sind. An diesem Morgen ist die Kolonne aber wesentlich länger. Der Stau beginnt schon in Marly Cité und zieht sich die ganze Perolles- und Giessereistrasse entlang. Statt der «normalen» zehn Minuten dauert die Fahrt von Marly ins Perolles-Quartier knapp eine halbe Stunde.

Der Verkehr fliesst zäh beim unterirdischen Kreisel. Bild Aldo EllenaKein Stau mehr auf der Zähringerbrücke. Bild Alain Wicht

Pendler und Zeugen: Neue Situation oder Status quo

M ario Neuhaus aus Rechthalten wählte bis gestern den Weg über St. Ursen, die Zähringerbrücke und von dort über die Alte Brunnengasse, um an seinen Arbeitsort im Perolles zu gelangen. Jetzt fährt er über Marly. Da er bereits um 6 Uhr startet, hat er keine Stau-Probleme. Der neue Weg ist für ihn knapp einen Kilometer länger, und er braucht rund fünf Minuten mehr, um an seinen Arbeitsort zu gelangen.

Am Mittag schneller

Seine Tochter Anja arbeitet in Granges-Paccot und wohnt ebenfalls in Rechthalten. Sie fährt neu über die Poya- statt über die Zähringerbrücke. «Das lief tipptopp», berichtet sie von ihrer gestrigen Fahrt. Sie überquerte die Brücke morgens um zirka 7.30 Uhr. Sie beobachtete jedoch, dass sich die Autos auf der Agy-Ebene in der Gegenrichtung stauten. Am Mittag kehrte Anja Neuhaus nach Rechthalten zurück. Dabei sei sie vielleicht sogar ein bisschen schneller gewesen als vorher über die Zähringerbrücke. Jean-Nicolas Aebischer war mit dem Auto von Tafers über die Poyabrücke in Richtung Perolles unterwegs, absolvierte seinen Arbeitsweg aber über Jahre mit dem Bus. Nach dem ersten Tag Bilanz zu ziehen, findet er etwas verfrüht. Für ihn ist klar, dass sanfte Mobilität in Kombination mit öffentlichem Verkehr die Lösung für die Verkehrsprobleme ist. Denn egal, welcher Zugang: Das Problem der zu vielen Autos in der Stadt bleibe auch mit der Poyabrücke bestehen.

Status quo in Düdingen

In Düdingen erhofft man sich durch die Eröffnung der Poyabrücke einen verkehrsmindernden Effekt. Adrian Walther, Inhaber der Zentrum-Garage an der Hauptstrasse, hat gestern vor seinem Geschäft keinen Unterschied feststellen können, wie er auf Anfrage erklärt. Er weist aber darauf hin, dass zurzeit die Bahnhofstrasse gesperrt ist. Das könne auf der Hauptstrasse Mehrverkehr produzieren. ak

Polizei und Stadt: Einige fuhren noch über die Zähringerbrücke

G allus Risse, Pressesprecher der Kantonspolizei Freiburg, zieht eine positive erste Bilanz des ersten Verkehrsmorgens mit der Poyabrücke. «Es gab Rückstau auf der Poyabrücke, auf der Fahrbahn, die anschliessend Richtung Autobahneinfahrt Freiburg-Nord führt», sagt er. Bisher habe es den gleichen Rückstau auf der Murtengasse gegeben. «Wir haben eine Brücke zugemacht und eine geöffnet, es gibt also nicht mehr Platz für den Verkehr.»

Den grösseren Stau in Marly hat die Kantonspolizei auch beobachtet. Und auch auf der Agy-Ebene habe es mehr Verkehr gehabt als vor Eröffnung der Poyabrücke (siehe Haupttext). «Es braucht jetzt einfach Zeit, bis die Leute ihren Weg finden.» Auf der Agy-Ebene wäre das Ziel, dass die Autos durch die Unterführung fahren und die obere Fahrbahn für Busse, Velofahrer und Anstösser frei halten. «Das funktioniert noch nicht», sagt Risse. «Wir werden sehen, ob wir die Fahrer künftig zwingen müssen, die Unterführung zu nutzen.» Im Grossen und Ganzen habe der Verkehr aber gut funktioniert.

GPS aktualisieren

Auf der Zähringerbrücke war die lokale Polizei stationiert. «Sie mussten gelegentlich Autofahrer zurückhalten, einige fuhren noch darüber», so Risse. Gemeinderat Thierry Steiert sagt hierzu: «Im Moment büssen wir die Falschfahrer noch nicht, das wird aber kommen.»

Ab dem Grenette-Kreisel ist die neue Sackgasse signalisiert. Viele GPS lotsen die Autofahrer aber immer noch über die Zähringerbrücke. «Wir haben die Änderung gemeldet, jetzt müssen die Autofahrer ihre GPS aktualisieren», sagt Steiert. «Und ein GPS hat juristisch kein Gewicht, die Signalisation gilt.»

Auch Thierry Steiert ist zufrieden mit dem ersten Poya-Tag. «Ich habe zwar nur gesehen, wie es auf der Zähringerbrücke lief, hätte es anderswo aber nicht funktioniert, hätte ich sicher Reaktionen bekommen.» mir

Video

Die Poyabrücke aus der Vogelperspektive

Spätestens seit dem Brückenfest vom Samstag ist die Poyabrücke das derzeit wohl beliebteste Fotosujet in der Stadt Freiburg. Auch FN-Fotograf Charles Ellena hateinmalige Bilderrealisiert: Er stieg am Samstag auf einen der Brücken-Pylonen und sicherte sich so den spektakulären Blick aus der Höhe. Im Auftrag der Freiburger Nachrichten realisierte die Firma Aerialswiss zudem einVideo von der Poyabrücke.Die Fotos und das Video finden Sie auf der Internetplattform der Freiburger Nachrichten.cn

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