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Auf der Zielgeraden abgefangen

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Autor: Kurt Ming

Glück und Pech sind in kaum einer anderen Sportart so nahe zusammen wie im Eishockey. Nach fünf Niederlagen in Folge steuerten die Seeländer gegen ihren alten Rivalen Freiburg endlich wieder einem Sieg entgegen – es wäre nach dem überraschenden 3:1 am 14. Oktober im St. Leonhard schon der zweite in dieser Saison gewesen. Dann aber folgte die hektische Schlussphase in der mit 5040 Zuschauern gut gefüllten Bieler Eishalle. In der Spielfeldecke des eigenen Drittels verlor Verteidiger Sean Hill für kurze Zeit die Nerven, liess sich zu einem unnötigen Foul an Goldhelm Sprunger hinreissen und wurde dafür vom Schri rausgeschickt. Kurz danach nahm Freiburg-Coach Serge Pelletier seinen Keeper vom Eis und ein Timeout, um den «Ausgleichsschlachtplan» zu besprechen. Mit Erfolg: Praktisch mit dem letzten Angriff konnte der HCF den im zweiten Drittel eingehandelten 1:2-Rückstand egalisieren.

Und es sollte für die Drachen noch besser werden. In der Zusatzzeit liess der Ex-Freiburger Pascal Caminada einen harten Schuss Sprungers am Körper vorbei ins Tor gleiten. Die zwei Punkte waren am Ende ein fürstlicher Lohn für eine an und für sich schwache Vorstellung der Saanestädter. Im Lager des Siegers nahm mans als ausgleichende Gerechtigkeit für den Vorabend, wo man gegen den Schweizer Meister eigentlich Punkte verdient hätte.

Ralph Kruegers Kandidaten

Nur ganz selten besucht Natitrainer Ralph Krueger Meisterschaftsspiele in der Welschschweiz, meistens nimmt ihm diese Arbeit sein Assistent Köbi Kölliker ab. Diesmal wollte der Deutschkanadier seine Kandidaten aus dem Kader von Biel und Freiburg wohl selber unter die Lupe nehmen. Vorab sicher seinen Neuling Emanuel Peter. Der Ex-Klotener schoss das Führungstor der Berner (12.), und gehörte auch danach zu den auffälligsten Figuren auf dem Eis. Noch mehr Eindruck beim «Chef» dürften an diesem Abend allerdings die beiden Goldhelme Thomas Nüssli und Julien Sprunger gemacht haben. Einmal mehr schoss der NHL-Draft des HCF am Ende ein Game-Winning-Goal und glich somit seine vorherige 1:2-Bilanz noch aus. Center Peter, der ja auch schon mal in Freiburg wie Nüssli ein Thema war, trauerte natürlich dem knapp verpassten Sieg nach dem Spiel nach. Seine Mannschaft sei gegen Schluss des Spiels zu passiv geworden, allerdings auch, weil Freiburg sich steigern konnte.

Nicht positiv im Buch des Naticoaches konnten sich Wirz und Ngoy vermerken; der Lugano-Rückkehrer musste im letzten Drittel sogar zwischendurch Lauper seinen Platz überlassen, und der verletzte Verteidiger Ngoy wird vermutlich erst am kommenden Weekend in den beiden Partien gegen Zug (h) und Bern (a) ins Team zurückkehren.

Probleme mit defensiven Teams

Nicht zum ersten Mal hatte Gottéron laut Andrej Bykow gegen ein defensiv eingestelltes Team zumindest 40 Minuten lang seine Probleme. Coach Pelletier verwies deshalb auch auf die starken Heimvorstellungen des Aufsteigers in den letzten Wochen: «Bern erzielte bei seinem letzten Auftritt hier auch nur ein Törchen und Davos hatte beim 2:1 ebenfalls Mühe.»

Im letzten Abschnitt nahm Pelletier dann in seinem Team einige Retouchen vor, die sich auszahlten. Jeannin wechselte zu den beiden Ausländern Law und Mowers und zeigte dort sofort mehr Wirkung. Spätestens wenn Caron und Plüss aus ihren Verletzungspapusen zurückkommen werden, wird sich der Coach bezüglich Aufstellung seine Gedanken machen müssen. Nimmt man einmal an, dass der ausländische Torhüter gesetzt sein wird, obwohl der HCF in Biel mit Ersatzgoalie Oliver Gigon schon seinen vierten Sieg einfahren konnte, und auch Heins seinen Platz trotz zum Teil unglaublichen Aussetzern mangels Konkurrenz auf sicher hat, wird es um die beiden Söldnerplätze im Sturm Diskussionen geben.

Endspurt bis Weihnachten

Bis zur Festtagspause mit dem Spenglercup, wo nach nicht bestätigten Meldungen auch Sébastian Caron im Team Canada mittun soll, stehen den Drachen noch drei schwere Meisterschaftsrunden bevor: Mit Zug, Bern und Lugano liegen nun harte Brocken auf dem Weg der Drachen. Steigerungspotenzial sieht Pelletier vorweg im Sturmspiel, wo man mit seinen 89 Toren nur an drittletzter Stelle der Liga steht.

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