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Auf Umwegen zum Traumberuf

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Autor: karin aebischer

Markus Hänsler ist einer der 52 Frischdiplomierten, die am Donnerstag in der Aula Magna der Universität Freiburg ihr Diplom als «Bachelor of Science HES-SO in Pflege» entgegennehmen durften (siehe Kasten). Für seine Diplomarbeit zum Thema «Bewältigung von Therapiefolgen bei Prostatakarzinom – Pflegerische Interventionen zur Unterstützung der Patienten» wurde er mit einem Preis ausgezeichnet. Seit drei Monaten arbeitet Markus Hänsler im Pflegeheim Maggenberg in Tafers. Der Pflegefachmann FH hat sich nach seiner vierjährigen Ausbildung an der Hochschule für Gesundheit Freiburg gegen eine Anstellung im Spital und für eine Stelle im Pflegeheim entschieden. «Ich bin meinem Bauchgefühl gefolgt und es hat mir Recht gegeben». Die Langzeitpflege sei ein Bereich, in dem intensiver als im Spital eine Pflege ausgeübt werden könne, die seinem Pflegeverständnis entspricht. Die Beziehung zu den Bewohnern gebe ihm persönlich viel zurück. Und es gebe wohl wenige andere Bereiche, in denen man als diplomierter Pfleger so viel Verantwortung übernehmen könne wie im Pflegeheim.

Neuorientierung

Der gebürtige Deutsche ist nicht auf direktem Weg zu seinem Traumberuf gekommen. Im Allgäu aufgewachsen, hat er nach der Matura das Studium zum Wirtschaftsingenieur an der Universität in Karlsruhe begonnen. Während des Studiums verbrachte er ein Jahr in Schottland und absolvierte ein Praktikum in Hong-Kong. «Irgendwann habe ich gemerkt, dass das nicht meine Welt ist». Er brach das Studium ab und musste sich neu orientieren. Den ersten Kontakt mit der Pflege hatte er im Spital in Karlsruhe und arbeitete dann ein Jahr lang als Pflegehilfe in Freiburg im Breisgau und fühlte sich dabei sehr wohl. «Es hatte mich gepackt. Ich merkte, dass das mein Metier ist», sagt er.

Zu wenig Personal

Doch zu den Arbeitsbedingungen wie in Deutschland wollte er nicht als Pflegefachmann arbeiten. «Viel zu wenig Personal für viel zu viel Arbeit». Er entschied sich, nach Basel zu gehen, und arbeitete dort während drei Jahren als Pflegehilfe in einem Pflegeheim. «Es gefiel mir so gut, dass ich Mühe hatte, mich loszureissen. Doch für mich war klar, dass ich noch eine Ausbildung machen will». Er entschied sich für Freiburg, weil hier die Ausbildung bereits seit 2004 auf den Titel FH (Fachhochschule) ausgerichtet ist und man hier im Gegensatz zu den anderen Deutschschweizer Pflege-Fachhochschulen auf eine jahrzehntelange Erfahrung als Pflegeschule aufbauen könne. Zudem lasse der Bachelor die Möglichkeit offen, den akademischen Weg weiterzugehen.

Acht lange Wochen

Während der Ausbildung hatte Markus Hänsler die Möglichkeit, eines seiner Praktika im Ausland zu absolvieren. Auslandspraktika sind in Freiburg schon länger möglich, seit 2009 auch während der Ausbildungszeit. Er arbeitete während acht Wochen in einem grossen Spital in Benin in West-Afrika. «Es waren acht lange Wochen», erinnert er sich. Vor allem das rüde Verhältnis zwischen den lokalen Pflegenden und den Patienten habe ihn beschäftigt. Er war bis zum Schluss betrübt über den Umgang des Pflegepersonals mit den Patienten. «Die Pflegenden liessen die Patienten spüren, dass sie etwas Besseres sind». So müsse man in Benin die Matura, viel Geld und gute Beziehungen zum Ministerium haben, um die Ausbildung zum Pflegefachmann machen zu können.

Er selber könne aber auf viele positive Erlebnisse mit den Patienten und der Bevölkerung zurückblicken. «Die Möglichkeit zum Auslandspraktikum macht die Hochschule für Gesundheit in Freiburg zusätzlich attraktiv», sagt Markus Hänsler.

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