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Aufbau einer Saatgut-Industrie

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Aufbau einer Saatgut-Industrie

Einheitlicher Auftritt – Gezieltes Marketing

Mit einem einheitlichen Auftritt und gezieltem Marketing will Swisssem die inländische Saatgutproduktion neu positionieren. Der Schweizerische Saatgutproduzenten-Verband tagte in Murten.

Von JOSEF JUNGO

Nach der Entflechtung von Delley Saatgut und Pflanzen AG (DSP) und dem Saatgutproduzenten-Verband sowie der Verankerung des neuen Logos Swisssem in den Statuten sieht Präsident Lienhard Marschall die Voraussetzungen geschaffen, um auf Verbandsebene die Interessen in der künftigen Saatgutwirtschaft vertreten zu können. Im Vorwort zum Tätigkeitsbericht 2002-2003 ruft er dazu auf, «die heute noch vorhandene Kraft nicht in ruinösem gegenseitigen Konkurrenzkampf, sondern im Aufbau einer nationalen Saatgut-Industrie mit europäischer Ausstrahlung einzusetzen». Zertifiziertes Saatgut garantiere die Rückverfolgbarkeit, sagte er. Es gehe nun darum, auf dem Markt einheitlich aufzutreten.

Weniger Wintergetreide ausgesät

Der Verkauf von Z-Saatgut aus der Ernte 2002 stieg leicht auf 28 000 t. Bedingt durch den nassen Herbst, konnte nicht alles Wintergetreide gesät werden, zusätzlich winterte ein Teil des im Herbst ausgesäten Sommerweizens der Sorte Greina aus. Zusätzlich zu seinem ersten Bericht als Geschäftsführer zuhanden der 82. Delegiertenversammlung gab Andreas Rüegger einige Informationen zum Saatgutverkauf im Herbst 2003. Laut seinen Angaben wurden weniger Weizen, Gerste und Triticale verkauft. Den Rückgang führte er auf die besondere Situation nach der Trockenheit zurück.

Mit einem durchschnittlichen Virusbefall von 1,8 Prozent (Vorjahr 4,1 Prozent) sei die Qualität der Pflanzkartoffeln im letzten Jahr wesentlich besser ausgefallen als im Jahr 2002. Im laufenden Jahr werden 31 Kartoffelsorten angebaut, vor zehn Jahren waren es etwa 20. Bei den Sorten habe ein grosser Wandel stattgefunden, stellte er fest. Der Anbau der Sorten Bintje, Urgenta und Nicola gehe zurück, sagte er.

Wegen der grossen Trockenheit fiel die Produktion von Mais- und Soja-Saatgut viel kleiner aus. Beim Rotklee fiel die Samengewinnung aus.
Um Versorgungslücken auffangen zu können, dränge sich die Schaffung einer Saatgutreserve auf, erklärte Rüegger. Während dies in früheren Jahren Sache der Getreideverwaltung war, müssen jetzt die Produzenten hiefür aufkommen. Mit einem Beitrag von 50 Rappen/q Saatgut äufnet der Verband einen Fonds. In die Saatgutreserve soll laut Bericht 500 t Sommerweizen der Sorte Greina gelangen.

Schloss Delley als Aushängeschild

Im Jahre 1975 hat der Schweizerische Saatzuchtverband in Delley (Broyebezirk) den Gutsbetrieb zum Schloss von 35 ha käuflich erworben. Einer der Initianten dieses weitsichtigen Kaufes war der damalige Geschäftsführer der Saatzucht Düdingen, Hans Jungo. Für die Renovation des Schlosses von 1983 bis 1986 wurde eine Stiftung gebildet. Die Stiftungsurkunde datiert vom 18. Februar 1983. Das Geld für die Renovation brachten Privatpersonen, Organisationen und der Saatzuchtverband auf. Am Zuchtbetrieb wurden später vier Vermehrungsorganisationen, darunter auch Düdingen, mit je 15 Prozent beteiligt. Die restlichen 40 Prozent sind im Besitz der Swisssem. Das Schloss Delley ist Sitz der DSP AG (Delley Saatgut und Pflanzen AG), welche dort Forschung betreibt und umfangreiche Versuche führt, sowie der Geschäftsführung von Swisssem.

Wie Stiftungspräsident Bruno Schwaller, Düdingen, ausführte, wurden die Personen, welche mit ihrer finanziellen Beteiligung die Gründung der Stiftung und Renovation des Schlosses ermöglichten, am 17. Juni 2003 nach Delley zur Vernissage des Buches «Züchten, Säen, Ernten», von Peter Moser eingeladen. In diesem Buch wird die Agrarpolitik, Pflanzenzüchtung und das Saatgutwesen von 1860 bis 2002, damit auch die Geschichte des Saatzuchtverbandes, beschrieben. Am gleichen Tag fand auch eine Führung durch die Versuchsfelder statt. Er berichtete weiter über finanzielle Belange der Stiftung und verabschiedete seinen Vorgänger Jean-Charles Marmy aus Estavayer-le-Lac.

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