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Aufbruch in der Agglo Fribourg- Freiburg?

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«Wir brauchen eine zweisprachige Agglo» – FN vom 15. November

Letzthin debattierten Vertreter der regionalen Politik auf Einladung der DFAG über die Zukunft der Agglomeration Freiburg und über Düdingens Zweifel am Sinn des Mitmachens. Aus Sicht des Beobachters stechen drei Schlussfolgerungen hervor:

1. Die Sprachenfrage ist ein marginales Thema. Alle Mitglieder der Agglomerationsbehörden und alle externen Beobachter sind sich einig, dass die Arbeit in beiden Sprachen gut funktioniert. Die Deutschsprachigen aus den beteiligten Gemeinden werden respektiert und kommen zu Wort. Die Stadt Freiburg und der Kanton können und müssen aber bezüglich Zweisprachigkeit mehr tun, wie Ständerat Urs Schwaller mahnend hervorhob, um künftig im Rahmen der «Hauptstadtregion» nicht von Bern überholt zu werden.

2. Das Hauptproblem ist die Beschränkung der politischen Agglomeration auf zehn Gemeinden, mit Düdingen als einziger Vertreterin des Sensebezirks. Dieser Perimeter stimmt nicht mit der strukturellen Agglomeration überein, die gemäss Bundesamt für Statistik 30 Gemeinden umfasst: darunter auch Tafers, Tentlingen und Giffers sowie Courtepin und Misery-Courtion im Seebezirk. Diese fehlende Übereinstimmung ist mit ein Grund, warum Freiburg in den Agglomerationsprogrammen des Bundes unter 40 Mitbewerbern abgeschlagen auf dem letzten Platz landete: Für die Jahre 2011–14 erhielt man überhaupt nichts, und für 2015–18 gerade mal 26 Milliönchen – von insgesamt über 3200 Millionen, die an die Städte und Kantone gingen! Dies ist ein Armutszeugnis für die Freiburger Politik, und es zementiert unseren Rückstand auf die Nachbarn und Konkurrenten auf Jahrzehnte hinaus: Der Kanton Bern erhielt über 560 Mio., der «Arc lémanique» über 740 Mio.!

3. Es gibt einen Lichtblick: Heute sind sich alle wichtigen Akteure einig, dass eine Vergrösserung des Perimeters und eine inhaltliche Flexibilisierung der Agglomeration unbedingt nötig sind. Der Oberamtmann des Sensebezirks, Nicolas Bürgisser, hat eine besonders interessante Lösung vorgeschlagen: Im Idealfall soll die ganze «Region Sense», die eine erfolgreiche interkommunale Politik betreibt, in die Freiburger Agglomeration überführt werden. Mit seinem Gegenpart aus dem Saanebezirk, Carl-Alex Ridoré, unterstützt er dies – vorausgesetzt, dass die für eine solche Erweiterung notwendigen gesetzlichen Anpassungen vorgenommen werden. Noch hat der für das Agglomerationsgesetz zuständige Grosse Rat nichts angepackt, und seitens des Staatsrats ist auch kein politischer Wille spürbar. Wenn aber die betroffenen Sensler Gemeinden mit der Stadt Freiburg und mit den Oberämtern der Bezirke Sense, Saane und See gemeinsam an einem Strick ziehen, dann kann der Lösungsprozess rasch in Gang kommen.

 

«Die fehlende Übereinstimmung ist mit ein Grund, warum Freiburg in den Agglomerationsprogrammen des Bundes abgeschlagen auf dem letzten Platz landete.»

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