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Aufbruch in eine neue Ära

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Die sanfte Bise weht schwachen Kerosinduft vom nahen Militärflugplatz herüber, in der Ferne hört man das noch leise Dröhnen der Nachbrenner von einem Triebwerkspaar. Sonst ist es ruhig vor den Türen des Fliegermuseums Payerne, das am Wochenende offiziell in die Sommersaison startet.

Gestartet ist mittlerweile auch die F/A-18 der Schweizer Luftwaffe. Mit der Ruhe ist es jetzt für ein paar Sekunden vorbei, als der Kampfjet scheinbar nur wenige Meter neben dem Museum in den Himmel steigt, verfolgt von neugierigen Blicken von Museumsbesuchern, die den Flugbetrieb beobachten. «Es ist sicher ein Vorteil für uns, dass wir mit unserem Museum direkt neben dem Flugplatz sind», sagt Jürg Studer, Direktor des Fliegermuseums Clin d’Ailes. Andere Museen seien irgendwo in der Stadt und so zwar zentraler gelegen, in Payerne könnten Besucher aber gleichzeitig die historische und die aktuelle Seite der Luftfahrt hautnah erleben.

 Fast doppelt so gross

Am kommenden Wochenende finden die «Journées spéciales» statt, welche traditionellerweise den Wechsel zwischen Neben- und Hauptsaison des Museums markieren und an denen viele Animationen stattfinden (siehe Kasten). Bis Ende März ist das Clin d’Ailes jeweils nur an zwei Nachmittagen pro Woche offen, seit Anfang April wieder durchgehend von Dienstag bis Sonntag.

 In diesem Jahr allerdings markiert die Sommersaison auch den Beginn einer neuen Ära. Denn das Museum hat seine Fläche fast verdoppelt und kann nun statt einem gleich zwei Drittel der Halle für die Ausstellung nutzen. Für Jürg Studer, erst seit rund einem Jahr Museumsleiter, ist dies ein wichtiges Ereignis in der elfjährigen Geschichte des Museums. «Wir hoffen, dass wir damit unsere Besucherzahlen um rund dreissig Prozent steigern können.» Jährlich besuchen zwischen 8000 und 10 000 Leute aus der ganzen Schweiz das Fliegermuseum.

Gleichzeitig mit der Verdoppelung der Ausstellungsfläche wollen die Betreiber die Ausstellung attraktiver gestalten. So sind zu den bisherigen sieben ausgestellten Flugzeugen (zwei Vampire, ein Venom, ein Hunter, zwei Mirage und zwei Helikopter) ein PC-7 Turboprop-Trainingsflugzeug sowie ein zweisitziger Hunter gekommen. Mit dem Hunter-Trainer bot «Espace Passion», der Gönnerverein des Museums, bis vor kurzen noch Passagierflüge an. «Der Unterhalt des Kampfjets wurde aber zu aufwendig, deshalb können wir ihn jetzt im Museum ausstellen», so Studer. Passagierflüge werden für Mitglieder und Gönner aber weiterhin angeboten, mit einer zweisitzigen Mirage III.

Die Arbeiten am französischen Jet können Museumsbesucher mit etwas Glück selber miterleben, denn seit diesem Jahr ist die Werkstatt im hinteren Teil des Museums untergebracht. «Bisher wurde der Unterhalt in einem Hangar gemacht, der abseits des Museumsgeländes liegt.»

Neben den neuen Flugzeugen werde es vor allem bessere Informationen zu den Ausstellungsobjekten geben. So werden laut Studer die bisherigen Informationstafeln durch elektronische Infopanels mit Touchscreen ersetzt. Auch bestimmte Ausstellungsobjekte, wie etwa ein Schleudersitz, würden nun attraktiver ausgestellt, mit mehr Platz und vielen zusätzlichen Informationen dazu. «Viele unserer Besucher sind sehr daran interessiert, vertiefte Informationen zu bekommen.»

Viel Fronarbeit

Die Erweiterung der Ausstellung bedeutete einen grossen Effort für die Mitarbeiter des Museums, die bis auf eine Angestellte, welche als Gerantin das Bistro, den Shop und die Kasse bedient, ehrenamtlich arbeiten. «Wir sind rund 80 Freiwillige, die als Aufseher, Führer oder in der Putzequipe arbeiten», sagt Studer.

Auch er als Direktor arbeitet ohne Lohn. Eine Woche vor dem Eröffnungswochenende habe er deshalb Ferien genommen. Er mache seine Tätigkeit aus Leidenschaft: «Wir sind alle irgendwie mit der Fliegerei verbunden, entweder beruflich oder hobbymässig.» Deshalb sei es auch möglich, den Betrieb so aufrechtzuerhalten. Studer selber, der in Cordast wohnt, arbeitet bei der Luftwaffe auf dem Flugplatz Payerne. Dort ist er als Chef des Fachdienstes Erdkampf für neue Verfahren und Taktiken verantwortlich.

 Noch ist nicht alles bereit in den Ausstellungsräumen. Studer hofft, dass spätestens bis am 1. Mai, bei der offiziellen Eröffnung für die Mitglieder und Gönner, alles eingerichtet ist.

Programm

Saisonbeginn im Fliegermuseum

Zu Beginn der neuen Saison gibt es am Wochenende im Fliegermuseum Clin d’Ailes im Rahmen der «Journées spéciales» verschiedene Vorführungen. Der Amateurfunk-Club HB4FR fotografiert Kinder bei ihrem Flug im Simulator-Cockpit. Die Equipe des Flight Simulator Center bietet verschiedene Simulationsflüge an, wie Formationsflug mit dem PC-7, Schiessübungen über der Axalp und dem ehemaligen Schiessplatz Gibloux und Gebirgslandungen auf dem Gletscher. Zudem stellt der Gönnerverein seine Aktivitäten und die Passagierflüge mit der Mirage vor. tk

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