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Aufschwung hat an Schwung verloren

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Aufschwung hat an Schwung verloren

Erneut nur zögerndes Wachstum in der Freiburger Wirtschaft

Wie im letzten Quartal 2004 hat sich das Wachstum in der Freiburger Wirtschaft auch zu Beginn des laufenden Jahres etwas zögernd entwickelt. Eine Abschwächung war vor allem in der Industrie festzustellen. Im Moment schwanken die Erwartungen zwischen Optimismus und Zurückhaltung.

Von WALTER BUCHS

Wie aus dem Freiburger Konjunkturspiegel vom Mai 2005 hervorgeht, ist die Wirtschaft im Kanton im ersten Quartal 2005 stabil geblieben. Der Geschäftsgang hatte sich zwar im Februar und insbesondere März im Vergleich zum Jahreswechsel etwas gebessert. Er nahm dann aber im April etwas ab. Wie es im Kommentar der Freiburger Industrie-, Dienstleistungs- und Handelskammer zu dem von der ETH regelmässig durchgeführten Konjunkturtest heisst, hat sich «die Wettbewerbsposition unserer Betriebe auf den ausländischen Märkten abgeschwächt.» Die Ertragslage habe namentlich bei den Unternehmen mit weniger als 200 Beschäftigten und jenen mit geringem Exportanteil (

Keine Höhenflüge

In den Unternehmen, die sich am Konjunkturtest beteiligt haben, präsentiert sich die Lage je nach Branche recht unterschiedlich. In der Metallindustrie, welche in den vergangenen Quartalen das eigentliche Zugpferd der kantonalen Wirtschaft war, haben die Bestellungen und Auftragsreserven im ersten Quartal 2005 ständig abgenommen. Die Produktion ist jedoch stabil geblieben, was zur Folge hatte, dass die Lagerbestände zunahmen. Dies ist mit ein Grund, warum die Ertragslage sich trotz steigender Verkaufspreise nicht verbessert hat. Die Mehrheit der Unternehmen rechnet damit, dass sich die Lage im laufenden Quartal aufhellt und die Personalbestände erhöht werden können.

Mit leichteren Schwankungen musste auch die Maschinen- und Fahrzeugindustrie fertig werden. Nach einer kräftigen Zunahme des Bestellungseingangs und damit der Auftragsreserven ist im April gleich wieder eine Stabilisierung eingetreten. Um den steigenden Absatz bewerkstelligen zu können, wird kurzfristig zusätzliches Personal benötigt. Trotzdem wird für die kommenden Monate mit einer Verschlechterung der Geschäftslage gerechnet.

Branchen mit positiven Erwartungen

Entgegen den Erwartungen zu Beginn des Jahres waren die ersten Monate 2005 im grafischen Gewerbe durch eine deutliche Verschlechterung gekennzeichnet. Dank spürbarer Zunahme des Bestellungseingangs und der Auftragsbestände ist die Branche seit dem April wieder im Aufwärtstrend. Gemäss den Erwartungen der meisten betroffenen Unternehmen dürfte dieser im Moment anhalten.

Die Erwartungen in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie für die nächste Zukunft sind ebenfalls positiv. Nach einem eher schwierigen Januar und Februar konnten im März und April mit einer Beschleunigung des Bestellungseingangs und der Produktion bereits wieder bessere Resultate erzielt werden. So haben unter der steigenden Nachfrage die Fertigproduktelager abgenommen. Dabei ist die Wettbewerbslage auf dem Binnenmarkt stabil geblieben, während sie sich im Ausland erheblich verschlechtert hat.

In der Holz verarbeitenden Industrie hat das Jahr ebenfalls eher harzig begonnen. So haben sich die produktionswirksamen Faktoren erst im April verbessert. Unter diesem Eindruck rechnet die Hälfte der befragten Firmen mit einem eher sonnigen Sommerbeginn. Die Geschäftslage dürfte sich in den kommenden Monaten erholen. Im Zuge des steigenden Vertrauens in der in den vergangenen Jahren oft gebeutelten Branche dürfte ebenfalls der Personalbestand verstärkt werden.

Vor leichter Abkühlung

Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) nahm im Kanton Freiburg im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent zu, dies namentlich dank der ausländischen Nachfrage. Die Basler Konjunkturforschungsstelle «Basel Economics» prognostiziert für das Jahr 2005 ein abgeschwächtes reales Wertschöpfungswachstum von noch 1,6 Prozent. Der Grund liegt darin, dass man von einer Abkühlung der Exportdynamik ausgeht. Dies geht aus den neuesten Freiburger Wirtschaftsprognosen hervor, die vom Amt für Statistik halbjährlich in Zusammenarbeit mit der Kantonalbank veröffentlicht werden.

Der eigentliche Wachstumsmotor war die Investitionsgüterindustrie mit einer realen Wertschöpfung von 5,2 Prozent. Damit hatte sich der für den Kanton sehr bedeutsame Industriezweig von der Rezession in den zwei vorangegangenen Jahren eindrücklich erholt. Wegen der Abkühlung des weltweiten Wirtschaftswachstums geht BAK Basel Economics davon aus, dass die Freiburger Invesitionsgüterindustrie 2005 eine reale Wertschöpfung von vier Prozent generieren wird. Nach einem Wertschöpfungswachstum von 1,4 Prozent im vergangenen Jahr hat die BAK für die Bauwirtschaft im laufenden Jahr ein solches von 4,1 Prozent errechnet. Voraussetzung ist allerdings, dass das Projekt «Gottéron-Village» vor den Toren der Stadt Freiburg voll in die Realisierungsphase tritt.
In den anderen Wirtschaftsbranchen schwanken die Voraussagen punkto Wertschöpfungswachstum zwischen 0,4 (Strom, Gas, Wasser) und 2,2 Prozent (Verkehr, Kommunikation). Einzig in der Landwirtschaft wird von einem beträchtlichen Rückgang von über fünf Prozent ausgegangen. Erwähnenswert ist dabei, dass die Freiburger Landwirte die reale Wertschöpfung 2004 um 1,9 Prozent steigern konnten. Hauptgründe sind der günstige Witterungsverlauf und der gute Absatzmarkt im tierischen Sektor. wb

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