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Augen- und Ohrenschein vor Ort

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Augen- und Ohrenschein vor Ort

Die Business-Fluggesellschaft Speedwings lud zum Demonstrationsflug ein

Der Geschäftsflug-Spezialist Speedwings hat Gemeindevertreter aus der Broye zum Probeflug eingeladen. Der Flug vom Wunschstandort Payerne zum Hauptsitz in Genf sollte aufzeigen, was von einer Ansiedlung der Firma zu erwarten ist – auch lärmtechnisch.

Autor: Von PATRICK HIRSCHI

Der Flugplatz Payerne ist unbestritten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region – aber auch ein lauter. Als am Mittwochnachmittag innert weniger Minuten wieder einmal vier Militärjets abhoben, hielt sich die Mehrheit einer Besuchergruppe wie selbstverständlich die Ohren zu. Dieser Reflex ist kaum verwunderlich, denn zur Gruppe gehörten Vertreter jener Freiburger und Waadtländer Gemeinden, die an den Militärflugplatz angrenzen und mit dem Fluglärm ihre Erfahrungen haben.Die Behördenmitglieder folgten einer Einladung der Firma Speedwings. Diese bietet Geschäftsreisen mit Privatflugzeugen an und möchte sich in Payerne niederlassen. Auf dem Programm stand der Besuch des Hauptsitzes von Speedwings am Flughafen Genf – und zwar mit zwei firmeneigenen Flugzeugen.

Nicht lauter als Strassenverkehr

«Wir wollen den Behördevertretern vor allem zeigen, dass unsere Flugzeuge nicht so laut sind wie die Armeejets», erklärte Speedwings-Mitarbeiter Jean-Yves Guillet auf der Autofahrt nach Genf jenen Pressevertretern, für die es in den zwei Maschinen mit je zehn Sitzen keinen Platz mehr hatte.Guillet präsentierte Lärmmessresultate vom Dezember 2006. Diese zeigen auf, dass die Speedwings-Flugzeuge einen Lärmpegel von rund 70 Dezibel erreichen – das entspreche in etwa dem Lärm im Strassenverkehr, heisst es in der Studie.

Argwohn in den Nachbargemeinden

Bei Speedwings weiss man nur zu gut, dass die Flugplatzanwohner skeptisch sind, was Lärmemissionen betrifft. Und für einen reibungslosen Betrieb muss das Unternehmen werktags von 7 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 17 Uhr fliegen können. Zurzeit sind die Flugzeiten in Payerne werktags auf 7.30 bis 17 Uhr beschränkt, und samstags wird überhaupt nicht geflogen. Jean-Yves Guillet betont, dass diese Ausweitung nicht für den Militärflugverkehr gelten würde.Doch in den umliegenden Gemeinden ist ein gewisser Argwohn zu spüren. Ende letzten Jahres hatten bereits mehr als 30 Einwohner der angrenzenden Gemeinde Rueyres-les-Prés dem Gemeinderat eine Petition gegen die Ausweitung der Flugzeiten überreicht (siehe FN vom 27. Dezember).Gemäss Jean-Yves Guillet genehmigt das Bundesamt für Zivilluftfahrt für den privaten Flugverkehr in Payerne pro Jahr 10000 Bewegungen (Start oder Landung). «Für unser Unternehmen rechnen wir mit jährlich 1500 Bewegungen. Das entspricht fünf bis sechs pro Tag», so Guillet.Nebst Geschäftsflügen führt Speedwings auch Notfalltransporte für verletzte Personen oder Transplantationsorgane durch. Der Hauptsitz in Genf soll beibehalten werden. Für Payerne sind rund 20 Arbeitsplätze vorgesehen.

Gewisse Vorbehalte bleiben

In Genf wurde kurz ein Hangar besichtigt, wie er auch für Payerne geplant ist. Danach erhielten die Besucher Einblick in die Büroräumlichkeiten des Unternehmens.Die Behördenvertreter hörten interessiert zu, stellten aber kaum Fragen. «Wir wurden bisher so gut wie gar nicht informiert. Der Anlass heute ist daher ein Schritt in eine bessere Richtung», sagte ein Gemeinderat gegenüber den FN. Speedwings möchte schon Ende September dieses Jahres die Niederlassung in Payerne eröffnen. «Das geht uns etwas zu schnell», meinte er dazu.Ein anderer Gemeinderat gibt sich ähnlich zurückhaltend. Man wolle sicher nicht die wirtschaftliche Entwicklung der Region behindern, betonte er. Aber gewisse Vorbehalte gebe es halt schon.Ob es auch in der Bevölkerung Vorbehalte gibt, darüber konnte sich Speedwings gestern ebenfalls ein Bild machen. Allerdings wurden die Einwohner der betroffenen Gemeinden nicht zum exklusiven Flug nach Genf eingeladen, sondern am Abend im Saal des interkantonalen Gymnasiums in Payerne informiert.

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