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Auquartier verlangt Massnahmen

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Letzte Woche gab die Stadt Freiburg Massnahmen bekannt, mit welchen sie den Mehrverkehr, der seit der Eröffnung der Poyabrücke im Juraquartier entstanden ist, reduzieren will (siehe FN vom Samstag). Nun meldet auch das Auquartier Ansprüche an: Wie der Quartierverein in einem Communiqué schreibt, hat er in einem Gesuch an die kantonalen und kommunalen Behörden dringliche ergänzende Begleitmassnahmen verlangt, «um das Auquartier gegen den von der Poyabrücke erzeugten Verkehrszuwachs zu schützen».

13 Massnahmen gefordert

Wie für die General-Guisan-Allee im Juraquartier sieht der Teilrichtplan für den Verkehr auch für die Unterstadt vor, dass die Poyabrücke dort keinen Mehrverkehr generieren darf. Im Gegensatz zum Juraquartier wurden diese Vorgaben in der Unterstadt erfüllt: Die Messungen haben ergeben, dass der Verkehr in der Unterstadt grösstenteils stabil geblieben ist oder abgenommen hat, einzig auf der Neiglenstrasse zeigten die Messungen eine Zunahme um zehn Prozent respektive 200 Autos auf 2500 Autos pro Tag.

«Schon diese 200 Autos sind zu viel», sagt Rainer Weibel, Generalrat der Grünen, Anwalt und Mitglied der Raumplanungs- und Verkehrskommission des Quartiervereins Au, den FN. Insbesondere fürchte der Quartierverein aber, dass die Massnahmen im Juraquartier dazu führen könnten, dass ein Teil dieses Verkehrs künftig durch das Auquartier fliesst. Er habe erwartet, dass die Stadt Prognosen aufstelle, wohin sich der Verkehr aus dem Juraquartier verlagern werde–und auch dort Massnahmen plane, sagt Weibel. Dass mit einem Velostreifen beim Aufstieg auf der Stadtbergstrasse nur eine Massnahme ausserhalb des Juraquartiers vorgesehen sei, habe ihn enttäuscht. «Deshalb mussten wir nun schnell reagieren.»

Der Quartierverein fordert von Gemeinde, Agglomeration und Kanton 13 konkrete Massnahmen (siehe Kasten), darunter auch mehr Busse, die bis zur Endstation «Auge Sous-Pont» fahren. Natürlich nützten mehr Busse auch den Anwohnern, antwortet Weibel auf die Frage, ob dies wirklich eine Massnahme gegen den zusätzlichen Verkehr sei. «Aber ein Bus hilft auch, den Verkehr einzuschränken. Denn es ist lästig, in diesen engen Strassen einen Bus zu kreuzen. Und wenn es mühsam wird, sucht man sich andere Wege.»

Bis Anfang Januar 2016 hat der Quartierverein den Behörden eine Frist gesetzt, um sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und über die Massnahmen zu entscheiden, bis Frühling 2016 erwartet er konkrete Umsetzungen. Würden in den gesetzten Fristen keine wirksamen Vorkehrungen angeordnet, droht der Quartierverein, Einsprachen gegen die Massnahmen im Juraquartier zu erheben. «Wir sind in besonderer Weise von den Massnahmen betroffen: Wir müssen damit rechnen, dass sich ein Teil des Verkehrs zu uns hin verlagert. Deshalb habe ich keinen Zweifel an unserer Einspracheberechtigung», betont Rainer Weibel.

«Interessante Ansätze»

«Wir lassen uns nicht durch Drohungen zu irgendwelchen Handlungen verleiten», sagte Gemeinderat Thierry Steiert (SP) den FN. Die gemessenen Unterschiede von zehn Prozent könnten auf normale Schwankungen zurückzuführen sein. Und eine Verlängerung der Monitoring-Frist, wie sie der Quartierverein fordert, sei deshalb nicht sinnvoll, weil auch die demografische Entwicklung den Verkehr beeinflusse und die Messungen immer stärker verfälsche. Auch erachtet Steiert die Befürchtung des Quartiervereins als «nicht unbedingt plausibel». Die bauliche Umgebung der Unterstadt mit den engen Gassen sei bereits eine starke Verkehrsberuhigungsmassnahme. Panikmache sei fehl am Platz.

Für die geforderten Verbesserungen im öffentlichen Verkehr sei die Agglomeration, für die Geschwindigkeitskontrollen die Kantonspolizei zuständig, stellt Steiert klar. Die anderen Massnahmen werde er aber prüfen. «Denn es gibt interessante Ansätze.»

Massnahmen

Mehr Busse, mehr Polizisten und ein Poller

Der Quartierverein Au fordert 13 verkehrsberuhigende Massnahmen: Verlagerung der Bushaltestelle «Petit-St-Jean» in die Einfahrt des Klein-St.-Johann-Platzes. Verlängerung der Fahrstrecke des Entlastungsbusses im 7-Minuten-Takt bis zur Endstation «Sous-Pont». Verlängerung des 15-Minuten-Taktes am Abend. Verbesserung der Signalisation der Begegnungszone. Einführung des Gegenverkehrs auf der «Einbahn-Rennstrecke» Karrweg. Monatliche Installation der Geschwindigkeits-Selbstkontrolle-Anzeige an mehreren Orten. Polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen in der Begegnungszone. Erhöhte Polizeipräsenz. Einrichtung einer Velostation. Neugestaltung des Klein-St.-Johann-Platzes. Reservierte Parkplätze für Mobility-Autos. Reorganisation der Kreuzung Stadtberg/Bernstrasse. Und als Ultima Ratio: Installation eines versenkbaren Pollers vor der Mittleren Brücke.rb

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