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Aus dem Flickwerk wird eine Strasse

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Weil das Eishallen-Projekt letzte Woche über Nacht oberste Dringlichkeit erlangte, verschob der Grosse Rat kurzerhand die Beratung über einen Kredit zur Sanierung der Kantonsstrasse zwischen Riederberg und Bösingen. An einer zusätzlichen Sitzung gestern Abend genehmigte das Kantonsparlament den Verpflichtungskredit über 10,05 Millionen Franken dann aber doch noch. Baudirektor Jean-François Steiert (SP) hatte da­rauf hingewiesen, dass sich das Sanierungsprojekt nun schon lange hingezogen habe. Im Herbst aber soll endlich mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Bei der gestern debattierten Sanierung handelt es sich um eine Strasse aus dem 19. Jahrhundert, die kurvenreich und unübersichtlich ist und zudem Mitte des 20. Jahrhunderts bereits einmal umfassend saniert und seither immer wieder geflickt wurde.

Steiert sagte, dass die Arbeiten überfällig seien. Er ergänzte, dass in Erwartung einer Sanierung die Unterhaltsarbeiten lange auf einem Minimum gehalten wurden.

Lob für den Veloweg

Nun soll das Flickwerk der letzten Jahre einer vollständig erneuerten Strasse Platz machen. Diese soll eine neue Geometrie erhalten, eine Brücke wird anstelle der bestehenden Aufschüttung gebaut und das Strassenprofil verbreitert, Velos, Fussgänger und der öffentliche Verkehr erhalten mehr Platz, und auch dem Lärmschutz und dem Wild- und Amphibienschutz wird das neue Projekt gerecht. Während des Baus wird auch eine provisorische Strasse notwendig. Das Sanierungsprojekt war gestern im Kantonsparlament unbestritten. Die Grossrätinnen und Grossräte stimmten dem Kredit mit 74 gegen eine Stimme zu.

Fritz Glauser (FDP, Châtonnaye) sagte, viele Regionen hätten ihre Bedürfnisse nach Strassensanierungen, aber beim Bösinger Projekt gebe es dazu keine Zweifel.

Steiert erinnerte an die Kriterien, die für die Prioritäten des Kantons entscheidend sind. An erster Stelle erwähnte er dabei die Sicherheit.

Besonders hervorgehoben wurde an der Debatte die Variante, dass statt Velostreifen ein neuer Veloweg etwas abseits der Kantonsstrasse entstehen soll, an der sich der Kanton finanziell beteiligt. Grossrätin Eliane Aebischer lobte dies und empfahl es zur Nachahmung. Jean-François Steiert versicherte, dass der Grundgedanke, der hier eingeflossen war, auch bei künftigen Projekten angewandt werde.

Zahlen und Fakten

Auf 1225 Metern Länge

Der von der Sanierung betroffene Abschnitt der Kantonsstrasse Riederberg–Bösingen hat eine Länge von 1225 Metern. Im Rahmen der Arbeiten werden unter anderem eine 120 Meter lange und 2 bis 8 Meter hohe Stützmauer gebaut. Dazu entsteht eine Brücke über 47 Meter anstelle der bestehenden Aufschüttung. Auf 125 Metern wird lärmarmer Strassenbelag installiert. Der bewilligte Kredit beträgt 10,05 Millionen Franken. Geplanter Beginn der Arbeiten ist im Herbst 2018.

uh

 

Reaktion

Bösinger Gemeinderat dankbar über Entscheid des Grossen Rats

«Das ist eine mehr als zehnjährige Leidensgeschichte», sagte Bösingens Ammann Louis Casali auf Anfrage zur Sanierung der Riederbergstrasse. Das Geschäft für den Verpflichtungskredit war zuerst für die Grossratssession vom Mai vorgesehen, wurde aber auf den Juni verschoben. «Wir sind dankbar, dass der Grosse Rat den Entscheid noch vor den Sommerferien gefällt hat», sagte Casali. Die Langsamverkehrsachse über Fend­ringen, die parallel zur Strassensanierung läuft, habe den Gemeinderat bei der Planung viel Zeit gekostet, so Casali.

Gemäss kantonalem Tiefbauamt sind im Sensebezirk weitere grosse Strassenprojekte in Planung oder am Start, so die Ortsdurchfahrten Plaffeien und Flamatt, der Velostreifen von Plaffeien nach Zollhaus, die Bushaltestelle Weissenbach in Tafers. Noch etwas länger dauert die Strassensanierung Tafers–Alterswil sowie die Verbindungsstrasse Birch–Luggiwil; für Letzteres ist das Bundesamt für Strassen verantwortlich (die FN berichteten).

jp

 

 

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